am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

nerven

die schmerzmittel helfen. mir wurde ja sogar zugeraten, ärztlicherseits. am nachmittag ging es dann langsam etwas besser. ein segen irgendwie, diese kleinen pillen, und ein fluch zugleich.

es nervt, nicht zu wissen, ob es nur daran liegt. ein trugschluss also. oder ob es sich tatsächlich um eine besserung handelt, so etwas wie eine langsame heilung womöglich.

ebenso nervt es, nicht zu wissen, ob es die krankheit selbst ist, die so nervt. oder die nebenwirkung der medis. überhaupt steht die frage im raum, ob diese brachialkur wenigstens hilfreich ist. oder an und für sich einfach nur nervig.

ich bin ratlos. und genervt.

der immer noch aktuelle virenausbruch in meinem körper macht mir doch mehr zu schaffen, als ich noch am montag vermutet hatte. am vierten tag der medikamentierung scheint mir mein hirn desorientert und vermatscht, wie selten zuvor. die haut brennt, der zugehörige lymphknoten ist immer noch prall geschwollen und verschmerzt. auch sonst tut alles weh, was nur weh tun kann. besonders sämtliche gelenke, die zum gehen gebraucht werden. hüfte, knie und köchel.

der versuch, ohne zusätzliche schmerzmittel auszukommen, gestern, ist kläglich gescheitert. einerseits. andererseits traue ich der schmerzmedikamentierten illusion nicht, die mich jetzt gerade immerhin einigermaßen aufrecht am rechner sitzen lässt. denn im grunde ist es egal, in welche lage ich meinen körper bringe. ob ich sitze, liege oder gehe, nichts davon befindet sich wohl. nichts ist heil, so scheint es mir.

und ich bin müde. immer müde.

to dudn

gebannt!

im duden steht: fesseln, festhalten, halten. außerdem: behexen, beschwören, verhexen. fazit: ich bin zufrieden. (beinah hätte ich „entzückt“ geschrieben.)

entzückt!

im duden steht: hingerissen, euphorisch, begeistert. außerdem: überglücklich. (na ja, abwarten.)

kryptisch, ich weiß.

im duden steht: unverständlich. (geht mir auch so.)

schon lange auf. man schläft ja doch nicht wirklich länger, wenn man nicht zwingend aufstehen muss. ich zumindest tue das nicht. ich schaue dann exakt zu dem zeitpunkt das erste mal auf die uhr, an dem normalerweise der wecker loslegt. und dann bin ich halt wach. meistens.

jetzt sitze ich also aufrecht und fühle mich dennoch irgendwie schräg. ob das an den viren liegt? oder an den medikamenten? so richtig weiß ich auch nicht, was ich tun soll.

soll ich etwas tun? wie tut man nichts?

kurz nach zehn, und ich liege schon eine weile im bett. damit steht es wohl fest, dass ich einfach mal so richtig krank bin. durch und durch, heute zumindest. die mir angetragene medikation scheint auch reichlich durchzuschlagen. (fünf mal am tag eine tablette übrigens, im abstand von je vier stunden. das macht sechzehn stunden! wer denkt sicht sowas aus?) müde bin ich, so müde. aber die letzte tablette will noch ein wenig abgewartet werden. und überhaut: vielleicht liegt das auch nur daran, dass mein hausarzt die akutpatienten nur früh morgens akzeptiert.

ja, na gut, stimmt. noch sitze ich und tippe. das umgebaute bett hat das süße, kleine, aber natürlich mächtig unterdimensionierte x61 reaktiviert. (dass ich das ding tatsächlich mal als hauptrechner benutzt habe, für die alltägliche arbeit. kaum zu glauben.) seit der rechner hier auf der neuen seitenablage stehen kann, kommt er immer öfter zum einsatz. ich musste ihm den saft in der ecke fest installieren, der akku reicht gerade mal für einen systemstart. danach ist gleich wieder schluss, aber egal. eines kann er so gerade noch: bloggen.

und das ist toll. hat es schon jemand gemerkt? ich blogge wieder, also so richtig. nicht täglich, aber viel, viel häufiger als in den letzten monaten und jahren. manchmal auch mehrmals täglich, so wie früher. also ganz so, wie es sein soll.

außerdem lese ich jetzt auch wieder blogs, das gehört ja dazu. und zwar tue ich das ebenfalls so, wie es sein soll. erinnerst sich jemand? so richtig altmodisch, mit blogroll. kennt das noch wer? ja?

oder muss ich das morgen mal erklären? kann ich machen, kein problem.

aber jetzt muss ich erstmal schlafen. und der wecker ist aus, komplett. der sagt mal rein gar nichts morgen früh und in den kommenden tagen auch nicht. der ist einfach mal völlig still.

gut so?

alle guten dinge

sind drei, sagt man. ich hätte da aktuell im angebot: arthritis und arthrose, plus bandscheibenvorfall. und jetzt, ganz frisch, auch noch gürtelrose.

irgendwas stimmt nicht an der rechnung.

nicht so wirklich gut geschlafen. wegen akuter schmerzen vielleicht oder latenter unruhe tief innen, tief unten. am grund dessen dann aber geträumt, zum ersten mal seit langem, einfach nur geträumt.

wie ich menschen treffe, mit menschen gehe, wie sie mit mir reden, freundlich sind und offen, interessiert und gelassen. und das zu mir.

das war gut.

schreibzeit (14)

ein ganzes wochenende, wann gab es das zuletzt? der kühlschrank ist voll, und es steht auch sonst wenig an. ich muss nicht einmal aus dem haus, wenn ich das nicht will. also komme ich voran, selbst wenn ich mich nicht gleich mit dem ersten kaffee an den schreibtisch setze.

das tut gut, denn es ist gut. alles andere wäre schlimm in diesem stadium, in dem es bereits spürbar auf ein ende hinausläuft.

genau so ist es, es geht in den endspurt, bald schon. das macht mich nervös, denn ich will auf jeden fall in diesem jahr fertig werden. mehr noch, am liebsten spätestens ende des kommenden sommers, was möglicherweise utopisch ist. denn das fordert planung und strategie, das braucht konzentration und disziplin in beinah ungehöriger ausprägung. wobei andererseits auch das frei schwingende fabulieren nicht zu kurz kommen darf. natürlich nicht.

gar nicht so einfach.

bonding (40)


das ganze wochenende ist schreibzeit und damit geht es voll in die dreizehn. über fünf seiten des kapitels sind bereits erstverfasst. das will nichts heißen, denn das hauptthema ist damit noch nicht einmal angeschnitten. es ist also allerhöchstens ein indiz, dass es wieder kein hübsch kompaktes kapitel von etwas über zehn seiten werden wird.

aber was solls. ich komme voran, und zwar genau so, wie ich es mir vorgenommen und verkündet habe. hoffe ich.

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