sind drei, sagt man. ich hätte da aktuell im angebot: arthritis und arthrose, plus bandscheibenvorfall. und jetzt, ganz frisch, auch noch gürtelrose.
irgendwas stimmt nicht an der rechnung.
nicht so wirklich gut geschlafen. wegen akuter schmerzen vielleicht oder latenter unruhe tief innen, tief unten. am grund dessen dann aber geträumt, zum ersten mal seit langem, einfach nur geträumt.
wie ich menschen treffe, mit menschen gehe, wie sie mit mir reden, freundlich sind und offen, interessiert und gelassen. und das zu mir.
das war gut.
ein ganzes wochenende, wann gab es das zuletzt? der kühlschrank ist voll, und es steht auch sonst wenig an. ich muss nicht einmal aus dem haus, wenn ich das nicht will. also komme ich voran, selbst wenn ich mich nicht gleich mit dem ersten kaffee an den schreibtisch setze.
das tut gut, denn es ist gut. alles andere wäre schlimm in diesem stadium, in dem es bereits spürbar auf ein ende hinausläuft.
genau so ist es, es geht in den endspurt, bald schon. das macht mich nervös, denn ich will auf jeden fall in diesem jahr fertig werden. mehr noch, am liebsten spätestens ende des kommenden sommers, was möglicherweise utopisch ist. denn das fordert planung und strategie, das braucht konzentration und disziplin in beinah ungehöriger ausprägung. wobei andererseits auch das frei schwingende fabulieren nicht zu kurz kommen darf. natürlich nicht.
gar nicht so einfach.

das ganze wochenende ist schreibzeit und damit geht es voll in die dreizehn. über fünf seiten des kapitels sind bereits erstverfasst. das will nichts heißen, denn das hauptthema ist damit noch nicht einmal angeschnitten. es ist also allerhöchstens ein indiz, dass es wieder kein hübsch kompaktes kapitel von etwas über zehn seiten werden wird.
aber was solls. ich komme voran, und zwar genau so, wie ich es mir vorgenommen und verkündet habe. hoffe ich.
als ich das haus verlasse, stehen sie unten und arrangieren autos und bringen die maschinen in stellung. als ich zurückkomme, ist der baum weg, der üblicherweise vor meinem wohnbüro steht.
er schirmt mich recht gut von der straße ab, ein wenig auch vom gegenüberliegenden haus. genau deshalb ist diese wohnung so schön. obwohl es hier so voll ist, kann ich in zu hause doch fast überall allein sein. das heißt, jetzt ja nicht mehr.
jetzt kann man mir wohl auch im sommer von gegenüber bis in den hintersten wohnwinkel schauen. fürchte ich.

es hilft ja nichts. also hiermit erkläre ich kapitel zwölf einfach mal für einstweilen abgeschlossen, ohne dass es sich entsprechend so anfühlt. und natürlich ist es das auch nicht, morgen muss ich auf jeden fall noch einmal an den letzten abschnitt. zehn zeilen etwa, überschaubar also. aber dann. dann bleibt es so, bis mich jemand dazu zwingt, es noch einmal aufzugreifen und endgültig zu einem ende zu bringen. zur druckreife, sozusagen.
seit ende november, immerhin, habe ich jetzt an der zwölf gesessen. wobei ich natürlich keine ahnung hatte, dass es letztendlich fast zwanzig (norm)seiten werden würden. und ebenso hatte ich nicht bedacht, wie viel gedankenarbeit sich ab der hälfte des textes ganz zwangsläufig zu wort melden würde. also nicht einmal weit offene, ungeklärte fragen, ohne deren beantwortung kapitel zwölf nicht hätte beendet werden können. nein, nur die kleinen dinge am rande, auf die es jetzt eben ankommt. kleinscheiß, aber dennoch wichtig, irgendwie. im grunde ist das normal, wenn es aufs ende zugeht. wenn das gnaze überhaupt zu einem ende finden können soll. und ich weiß es ja auch, alles. aber, ach.
schreiben ist ein komplexes geschäft, dessen alltag sich kaum erfassen lässt. manchmal wünschte ich, ich könnte auch das, ein klein wenig besser zumindest.
aber gut, ab sofort mache ich mich dann also an die dreizehn. das thema scheint mir leichter zu fassen, allerdings lauern auch hier fragen, die es zu zwingend klären gilt. aber nicht nur, weil sie wichtig sind für die weitere entwicklung im text, in diesem text. es ist noch schlimmer, fürchte ich. eigentlich sollte ich dringend einen unabhängigen folgetext berücksichtigen, der noch nicht einmal konzipiert sind. und wie um himmels willen geht das denn? das hab ich tatsächlich auch noch nicht gemacht.