am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

unterwegs aus dem traum in den morgen, heute morgen war da ein raum voller chaos. und ich darin, ganz kurz nur, fast hätte ich es vergessen. alles voller zeug, das einfach nur dasteht, ruhig und still. ein raum, der mir den raum nimmt, licht auch und luft. und die ordnung natürlich, die ich herzustellen, womit ich mich zu umgeben versuche. immerzu, um mich ruhigzustellen, den raum zu sicher, was selten gelingt. vielleicht nie.

voll ist es dort, bis in den letzten winkel, die wege, die zeit. dieser raum, der immer da ist, in mir, und ich in ihm, und ich weiß nicht, ob ich es fülle nennen soll. es ist mir fremd, dort zu sein, dort zu bleiben, wo ich bedrängt bin, beständig. doch es ist auch angenehm. es ist ruhig.

das ist, wo ich lebe?

träume, alles nur träume. wie schrecklich wäre es, ohne sie.

das equipment der freude dagegen nicht. das wandelt sich und wächst. überraschenderweise.

das equipment der selbstverachtung bleibt doch ein leben lang gleich.

tangotauglich

damit dieses schmuckstück nicht in den komentaren verloren geht. außerdem habe ich es vor ein paar tagen eigenfüßig getestet, hier bei mir im wohnbüro, und für tangotauglich befunden.

diese mischung aus november und aufkommender kälte sowie die zunehmende wechseljährigkeit – herbst, auch hier – macht mitunter schlagartig müde. unendlich müde. ich lasse das geschehen.

gimme 5

die waage nennt mir heute minus fünf in fünf wochen. an mir liegt das nicht, es ist alles hier. außer schokolade und kekse vielleicht. gestern abend gab’s ein fettes falafelsandwich nach dem tango. womöglich versuche ich, meine schuld zu tilgen, irgendwie.

nach weiterem, unvermittelt anberaumtem berechnungsbedarf meines lebens und meines wertes, seit tagen schon wieder, nach erneutem beschaffungsdruck von erklärungen und bescheinigungen meiner armut, fällt mich soeben eine weitere totalerschöpfung an. kein gedanke an schreiben und leben, an das wenige, das sonst noch bleibt. tango und freundschaft, dinge also, die ich gerade erst zu verstehen lerne.

stattdessen atmet mich nächtens die furcht, freunde im zuge der gegenwärtigen entwicklungen auch zu verlieren, zwangsläufig. nur noch erstaunen oder auch verachtung zu ernten, nicht ohne scham auf beiden seiten, ob der konstanten bodenlosigkeit meiner existenz. das ist das schlimmste.

angst bläst mir in die herzkammern, die flattern und rasen vor schreck. tag und nacht.

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