am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

no campbell

himmel, ich habe derart viele tomaten frisch geerntet in den letzten tagen, die muß ich unbedingt sofort zu etwas verarbeiten, sonst sind die nächste woche matsch. was bedeutet, daß ich mich nunmehr an den herd stellen werde, um eine große tomatensuppe zu versuchen. zum ersten mal im leben, um halb elf an einem sonnigen spätsommersamstag. erschwerend kommt hinzu, daß ich eine bekennende nichtköchin bin, das ist eine kunst, die ich nie beherrschen werde. tomatensuppen liebe ich jedoch sehr, bis aber eben deshalb auch sehr, sehr fuzzy damit.

1,2,3 usw.

feige bin ich nicht, das soll niemand behaupten. eben einen neuen arzttermin gemacht, der mit noch größerer angst behaftet ist als die jährliche zahnarztpflicht. blutdruck am telefon bereits schwindelerregend, mit schweißausbrüchen und organisatorischer desorientierung. egal, merkt ja keiner. aber verdammt, das wird was werden. wenn es dann soweit ist, in vier bis fünf wochen oder so.

wechselblut

gestern nacht über blut schwadroniert, heute dann ins blut gestürzt. wie frauen das so tun, hormonbedingt und doch auch spontan. ich zumindest, das gesamte jahr schon passiert mir das jedesmal, wenn ich gerade denke: das wars dann wohl, vielleicht. klappt nie, bislang auf jeden fall

ich bin zum wechselblüter mutiert. müde, sehr müde stolpere ich durch den tag.

blut

zwei tage pc-basteleien. es gibt schöneres, aber mehr war nicht drin. mein hirn ist matsch derzeit, blutleer, taugt kaum zum räumen und sortieren. oder zum warten, was auch nicht sehr schön ist. hormone sind botenstoffe, richtig? wie wohl die botschaft lautet.

also erst den zweitrechner pflegen und warten, dann den hauptrechner putzen. all der dreck, den das internet so anspült, trojaner und andere blödfische, die so gerne hängenbleiben, sich verstecken in den ritzen und furchen des systems. lange geb ich dem ding nicht mehr, dann muß es neu aufgesetzt werden. naja, warum nicht!?

gestern schnell zur demo geradelt, etwas herumgesessen und gewartet, dann ein wenig mitgelaufen. ich kam mir sehr verloren vor, dort. ich sah wohl auch so aus. ein teilnehmer wollte mich aufklären darüber, worum es ging und so. weil ich da am rand stand, als gehörte ich nicht dazu, und das ist es wohl. es ist, was es ist, so ist es besser. ich habe sie dann laufen lassen, was soll ich am kanzleramt? ich bin nicht wütend, aufgebracht und kampfbereit. nur müde dieser tage.

bin dann wieder zurück zu mir. weiterbasteln, rechnungen schreiben und den brief ans finanzamt, den auch.

morgen ist viel zu tun, auch häßliches. hilft ja nichts.

wie unmittelbar gewalt zu unmittelbarem erfolgt führt, denke ich. die ganze zeit denke ich das, seit wochen und monaten. die welt ist ein schlachtfeld. und wie armselig der humane ansatz, der diese art von erfolg als etwas wenig nachhaltiges brandmarken möchte.

es hilft ja alles nichts.

meer

drei tage – drei steine, nicht mehr. einer davon in fast unversehrter herzform. so soll es sein.

während meiner kurzen abwesenheit hat es sich meine hausspinne, die ich sonst so gut wie nie zu gesicht bekomme, in der badewanne gemütlich gemacht. jetzt frage ich mich, wann sie begreift, daß ich wieder da bin. und sich von da verzieht, damit ich mal wieder baden kann.

sonne satt

und meer und wind, aber auch sonne, mehr als genug. meernasse füße auf dem weg von wustrow nach dierhagen und zurück. (naja fast. oder besser halb. also fast halb bis dierhagen und dann durchs wasser zurück.) kommt einer fußreflexzonenmassage gleich und macht hunger.

gleich wird dann der fisch auf der haut gebraten.

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