am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

fassungslos

das leben, dicht neben dem schreiben. das gibt es ja auch noch. das gibt es ja immer.

aktuell kann ich es kaum fassen.

etwa die hälfte des jüngst erst verkündeten literarischen vorhabens ist bereits erledigt oder ein ordentliches stück auf dem weg. mehr noch eigentlich, das ist gut, auch wenn es sich akut nicht so anfühlt. das geschehen am rande, überraschungen, erkenntnisse und nicht zuletzt die heutige post im briefkasten, verwirren mich.

nicht wenig.

ebook bauen (32)

immer hin und wieder her, zirka 25 mal, zwischen rechner und kindle. solange braucht es, um die letzten kleineren und größeren fehler im neuen ebook auszubügeln. von peinlichen schreibfehlern in texttiteln über formatangleichungen über die gesamten 75 seiten bis hin zu allerletzten schönheitsreparaturen, die dann wieder alles zerschießen.

jetzt ist es aber erstmal gut, denke ich. das alles darf nun ein wenig ruhen. vor allem, weil ich noch nachwort und werbetext nachdenken muß. das ist mir generell das schwierigste überhaupt. außerdem ist da noch das ding mit dem titel. ungefähr so vielleicht?

an allen enden angefangen und nichts bis zu einem logischen punkt gebracht. es ist unbefriedigend, wenn die dinge am ende des tages so in fetzen liegen. oder auch nicht. kann ich mir jetzt aussuchen. ; )

literarische planung

morgen oder übermorgen zweidrei worte in zwei aktuellen texten ändern, abspeichern und rausschicken. per mail, mit begleitschreiben, versteht sich. was das schwierigste wird. am wochenende das zweite ebook bauen, zwischendurch an den fast fertigen text, meine mörderin fertigmachen. den schrecken beenden. über weihnachten dann ein exposé oder vielleicht auch drei, keine ahnung, wie ich das zusammenbringe. zumindest anfangen, damit ich am 15. etwas zu besprechen habe. deadline: 8. dazwischen wiederum an ersten textproben arbeiten, sehen, wie das so ist, was ich neulich schon begonnen habe.

ach: lucas rausschicken nicht vergessen, per post, mit kärtchen. jehmieneee.

beschenkt sein

neulich einer freundin gesagt, wieviel mir das bedeutet, was sie mir in meinem leben ist. keine chance, daß ich sein könnte, was ich bin, auch nur annähernd. ohne sie, ohne ihre jahre-, jahrzehntelange beständige bedingungslose hilfe. bedingungslose weite folgte, im selben moment, wie auch eine art von glück. das hockt seither ruhig in einem meiner innersten räume, strahlt mir von dort aus heimlich von hinten durch die augen. und kitzelt mich in regelmäßigen abständen zu tränen.

außerdem: mit 50+ reicht vieles weiter als jemals zuvor gedacht, in diesem fall über 30 jahre zurück.

no X

wie immer zu dieser zeit im jahr stelle ich fest, wie gründlich und lange schon ich mit allem, was familie heißt oder dem auch nur gleichkommt, gebrochen habe. wobei gebrochen das falsche wort ist, denn kaputt ist eigentlich überhaupt nichts. ganz im gegenteil. ich habe mich auch nicht darum bemüht, es steckt keine absicht dahinter. es ist einfach so geworden, und es ist gut. rückwirkend betrachtet war es sogar recht leicht, auch wenn es mir unterwegs nicht so vorkam. nach und nach habe ich alles unangenehme beendet oder fallen gelassen, wiederholungen einfach irgendwann unterbrochen. jetzt ist alles, was irgendwann einmal war, vorüber. auch die ewige qual, die das leben in einer familie mir war.

jetzt ist es gut. endlich.

nach erheblicher zyklusverschleppung im letzten monat jetzt: schmerzhaft galoppierender eisprung im eiltempo. na, da bin mal gespannt, was daraus wird. und ein klein wenig genervt. (50+)

so viel leichter ist es, schrecken zu erzeugen, wenn auch nur in worten, als ins licht zu sehen und über schönheit zu schreiben. so gesehen bin ich ein feigling. ich werde fließen müssen, wie schon gesagt, durch die grenzen und darüber hinaus. höchste zeit.

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