am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

nachts um 4 in knapp 7 seiten text 1 einziges wort ändern und damit alles schlimmer machen. noch viel schlimmer, als es ohnehin schon ist. ich fließe – ver/zweifelnd – durch die grenzen, die ich mir selbst zu ziehen versuche.

wissen, daß ich die intensität leben muß, die ich schreibe. das war schon immer. oh, himmel!

es ist dieses kindsein, das hätte ich nicht überleben dürfen. jetzt bin ich dieses reststück, dieses menschenfragment, für nichts gut. aber so ungut in fast allem, was menschen betrifft.

tango(ab)gründe

wie sich die dinge doch verändern mit der zeit. ganz langsam, kaum merklich, nur rückblickend zu erkennen. in teenagerzeiten habe ich auf den damals üblichen tanzveranstaltungen die klos zusammengetreten, jaulend vor angst und vor wut. wegen der menschen. getanzt habe ich nicht, das ist heute anders. aber immer noch rette ich mich auf die toilette, wenn es sein muß, weil es da türen gibt zum schutz. doch ich gehe, um zu weinen, so leise und still wie möglich. und dann gehe ich wieder tanzen, obwohl ich kaum noch atmen kann.

manchmal finde ich menschen so wunderbar, so einfach und schön. auch die musik und die begegnung. aber ich weiß nicht, was ich da soll oder will. manches ist so zauberhaft, daß ich es nicht mit meiner anwesenheit (zer)stören will, mit meinem unverständnis und meinem wenig attraktiven selbst. das wäre ein frevel.

(diese jahr mit der nummer 13. es schickt sich an, mich endgültig zerbrechen.)

nachtrag: jetzt weiterweinen mit wodka. und schluß!

den tag mit den alten texten begonnen. korrekturlesen, nicht mehr. nichts verändern, nur das allernötigste, so lautet die vorgabe. das alles ist längst abgeschlossen. ich tue das, kein problem. seltsam aber, wie ich unterwegs die worte finde, die ich auch heute noch benötige: schädelhund, diebe & dichter, mörderin, gewerk.

20 seiten noch.

den einen text, den frischen, abrupt weggelegt, fallen gelassen fast vor schreck, vor dichte und bedrängnis. und  beinah nahtlos nach den alten texten gegriffen, die zügig korrektur gelesen werden müssen. für das neue ebook, das ja auch noch werden soll, werden muß. ein seltsamer spagat. es ist alles schon da, ich erkenne mich wieder. dazwischen kurz essen wollen, dann aber doch nichts essen, auch nichts anderes lesen oder auch nur sehen wollen. ein wenig musik. es brennt gerade, an allen fronten. was ist das? und immer noch kann ich nicht aufhören, obwohl ich weiß, daß nichts jetzt noch etwas werden kann. gar nichts.

daß das lassen schwerer noch ist, als das beginnen. das hatte ich völlig vergessen.

an die grenze

gegen mittag treibt mir meine mörderin die tränen in die augen. ich flüchte, kaufe salat und milch, schinken und nüsse. unterwegs verstehe ich, warum mir in letzter häufiger gesagt wurde, daß man meine texte kaum zuende lesen könne. von intensität war die rede und von gewalt. beides dinge, die mir – warum auch immer – nur ein achselzucken abverlangen. normalerweise. jetzt aber mag ich selbst nicht weiter, schreiben.

am nachmittag tue ich es trotzdem, bis hinten raus, bis zum schluss, einfach durch. denn so kann es nicht bleiben, in mir. wie auch die meisten menschen meine texte zuende gelesen haben, trotz allem. und morgen ebenso, weiter geht es, bis alles mögliche erreicht ist. bis an die grenze.

danach aber werde ich die richtung ändern, müssen und wollen.

(und das mit der geige schreiben. vielleicht. aber da ist ja noch mehr.)

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner