die intimität von gewalt, die es zu bewältigen gilt.
engl
immer noch überraschend, dieser arbeitswahn, dieser schreibrausch. diese seltsame geschichte, fast schon fertig, in ein paar tagen nur. die erste fassung steht, und sie ist nicht einmal mehr grob. ganz im gegenteil. was fehlt sind die feinheiten, die zartheit hinter all der qual.
ich bin zuversichtlich. und ich zweifle, an allem, vor allem an mir.
kein wunder, daß ich das mit dem badboden so lange hinausgeschoben habe. monate jetzt schon. allein die badtür auszuhängen hat stunden gedauert. ich mußte sie ausbauen, nahezu rausschlagen mit hammer und stecheisen. dafür hat die schulter gut gehalten, auch den stichsägeneinsatz unter einsatz aller verfügbaren kräfte. kann also losgehen, ab morgen oder so. nächste woche. krieg ich endlich meinen fußwarmen winterbadboden.
ausbruch
gerade eben schnell nachgesehen, wie jedes jahr um diese zeit. neun jahre sind es jetzt, neun jahre berlin. zum ersten mal in diesem sommer und ziemlich oft auch wird mir die stadt zuviel. zu groß, zu laut und zu voll. was sicher daran liegt, daß ich so gut wie nie hier rauskomme. bei den meisten anderen ist das ja anders.
doch es ist wie es ist: ich sehne mich, manchmal, nach einer kleinen, stillen stadt.
