am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

den tag vertrödelt, durch den text mehr getaumelt. so sind die nächte im winter, so brauche ich das. ob das aber gut gehen kann? vieles ist gelb geworden, im text markiert, um morgen ein weiteres mal überdacht, ergänzt, vertieft oder verworfen zu werden. normalerweise gilt, daß problematische stellen eher gekürzt als verstärkt werden müssen. aber ich weiß nicht, diesmal. es wird eng, viel zu dicht, um sich fehler erlauben zu dürfen.

so weit bin ich noch selten gegangen.

langsam und in aller ruhe lege ich an, bevor ich schieße. eine kleine, eckige scheibe mit vier punkten. und ich treffe den, den ich treffen will. millimetergenau. du hast jetzt nicht auf die steckdose geschossen, ruft jemand. getroffen, sage ich. und wie leicht das ist, wie schön. das kann jeder.

schlechte nachrichten aus dem freundeskreis relativieren die eigene lächerliche befindlichkeit.

es gibt keine heimat. nur in den worten, die mir nicht gehören. und die nicht reichen wollen, für ein leben.

immer wieder in den text, der mich mehr und mehr aufkocht. etwas daran stimmt, offensichtlich. aber er ist wohl doch schrecklicher geworden, als ich beabsichtigt hatte. rücksichtslos schleift er mich durch den tag. der mann, der mich im supermarkt an die schulter gefaßt hat, weil er den laden ohne etwas zu kaufen verlassen wollte, hat es sicher nicht gemerkt. der schreck ließ mich nicht zusammenzucken. aber wie es mich langsam durchfuhr, bis in den magen. da war der mann schon lange weg.

im text dagegen wartet eine eigenartige ruhe. trügerisch.

2012 < 2013

2012 war ein selten intensives jahr, verbunden mit tiefgreifenden veränderungen, auf die ich nicht gefaßt war. heute ist mir angst, weil ich ahne, daß es damit nicht genug war. 2013 wird noch größer, noch fetter werden. ende mai werde ich 50, was mich jetzt schon eigenartig berührt. und ich weiß nicht, ob ich bereit bin. sein kann.

aber das war ich vor einem jahr auch nicht, nicht gefaßt, nicht bereit. wenn es anders würde, weniger, harmloser, nichtssagend. es wäre auch nicht gut. vermutlich sogar unerträglich. oder mehr noch: vernichtend.

2012 < 2013

2012 war ein selten intensives jahr, verbunden mit tiefgreifenden veränderungen, auf die ich nicht gefaßt war. heute ist mir angst, weil ich ahne, daß es damit nicht genug war. 2013 wird noch größer, noch fetter werden. ende mai werde ich 50, was mich jetzt schon eigenartig berührt. und ich weiß nicht, ob ich bereit bin. sein kann.

aber das war ich vor einem jahr auch nicht, nicht gefaßt, nicht bereit. wenn es anders würde, weniger, harmloser, nichtssagend. es wäre auch nicht gut. vermutlich sogar unerträglich. oder mehr noch: vernichtend.

und dann ist da dieser moment, in dem es irgendwo leise knackt. wenn auf einmal klar ist, daß der text nicht mehr komplett zerbrechen kann. über die qualität ist damit noch wenig gesagt. das ist arbeit, können und kunst. geschenk auch. das wird sich zeigen. aber er zerfällt nicht mehr, der text, aus versehen oder aufgrund mangelnder kraft meinerseits.

das war heute. gegen drei.

überhaupt lief alles besser als erwartet. erst über 1000 zeichen weggekürzt, mehr so nebenbei, weil es nötig war. (gut.) dann die letzten zwei seiten überarbeitet, zweimal. wichtige seiten. mittendrin übrigens, das ist auch neu. das ende war ja gestern schon dran.

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