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ebook bauen (1)
vier wochen ist es her, da habe ich die erste grobe zusammenstellung gemacht. klammheimlich, ohne es groß zu erwähnen. seitdem nichts, außer dem gedanken daran. höchste zeit also.
gestern den ganzen tag vertrödelt, verspielt. heute auch wieder, beinah zumindest. vielleicht das thema. ganz sicher das thema. da geht etwas in mir zuende. endgültig. und ich muß mit, ich muß da durch. einmal noch. dabei erkenne ich, wie könnte es anders sein. das, was recht ist, ebenso wie die vielen fehler. alles, was falsch war und was falsch bleibt. weil es falsch ist. die schuld und die schande. da läßt sich nichts retten im nachhinein.
aber das ist nur das leben, das sind nicht die texte. die taugen. oder sie lassen sich an entscheidenden drehpunkten ein klein wenig verschieben. bis es stimmt. nun ja, vielleicht. was weiß denn ich?
eben die zwei texte gelesen, die ich zunächst einmal eingebaut habe, obwohl ich mich so gut wie nicht daran erinnere. vermutlich etwa zwanzig jahre alt, womöglch noch älter. der eine macht mich ratlos, der andere berührt. (seltsam, die eigenen texte auf die art beinah wie neu zu lesen.) beide sind ein bißchen wirr, kommen mir heute unfertig vor. aber ich denke, ich werde sie drinlassen. sogar beinah so lassen, wie sie da stehen, vielleicht nur ein paar grobe unklarheiten beseitigen.
einen weiteren text, zirka zehn jahre alt, rausgenommen. bei ein paar anderen noch unschlüssig. hier und da überrascht gewesen. dann die erschreckende erkenntnis, 117 seiten korrekturlesen zu müssen. und das buch vom tischer lesen, damit ich nicht alles falsch mache. (womöglich muß ich das ausgangformat in word noch einmal gründlich überdenken. ich krieg grad das grausen.)
social diet
anfangs ging es bei der ernährungsumstellung nur um besseres lesen und schreiben, um die schlankheit im hirn. wenn ich mich recht erinnere. dann hat sich klammheimlich eine echte ernährungsumstellung hinzugesellt. auch nichts neues. da mich essen generell nicht sonderlich interessiert, fällt einmal im jahr – ungefähr – auf, daß ich schleichend mehr und mehr nur noch lebensmittel in mich hineintue, die weder ernährungs- noch produktionstechnisch annähernd vertretbar sind. dem entziehe ich dann die grundlage durch entzug, in dem meisten fällen handelt es sich um radikalen zuckerentzug. auch das macht den kopf frei und darüber hinaus ein paar ältere hosen wieder passend.
wie es darüber hinaus zum verzicht auf allzu exzessive tv-berieselung kam, weiß ich gar nicht mehr. es ist aber so, statt dessen gibt es immer häufiger musik. einfach nur musik. ich hatte ja keine ahnung, wie begrenzt meine cd-ausstattung im grunde ist. heute dachte ich tatsächlich schon daran, auf die alten schallplatten zurückzugreifen. (lange kann es nicht mehr dauern, das wird ein fest!)
gestern morgen verspürte ich plötzlich eine unbändige lust, auf das andauernde gezwitscher und geplärre zu verzichten. die kommunikationsillusionen, die mir täglich über den bildschirm flattern. so sind jetzt also facebook und twitter aus, einstweilen. ich will ein ebook zusammenstellen und überhaupt: auch mal wieder schreiben. und das braucht raum. netzfrei und ohne doppelten boden.
but i’ll be back.
schmerzen und illusionen
gegen abend verschwindet der schmerz. für diesmal ist es genug, es ist endlich gut. ich weiß das, seit über 30 jahren. ich erkenne den moment, jedesmal. ich bin dankbar. ich bin müde.
kurz danach zerbricht die letzte illusion, eine hirngespinstige kleine freude, über ein jahr lang gehegt und gepflegt. auch das kenne ich genau, nur wahrhaben will ich es nicht. jetzt nicht, und überhaupt niemals. doch ich bin nicht für menschen gemacht, ich erreiche sie einfach nicht. und ich gebe das jetzt auf.
es ist zeit.

