am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

weil das auto nicht anspringt, öffne ich die motorhaube. dann lasse ich es so auf dem bürgersteig stehen, ein paar tage lang. als ich wieder einmal hingehe, ist der motorraum so gut wie leer. trotzdem springt der wagen problemlos an. fahren kann ich aber nicht, weil auch die pedale verschwunden sind. alle.

ebook bauen (2)

jeden tag ein text oder aber wenigstens 10 seiten. so geht es vielleicht. (keine ahnung, warum ich den blick nicht bündeln kann, warum ich immer wieder ausfliege.) im ersten text gleich viele, sehr seltsame fehler gefunden. falsche wörter sogar. dennoch arbeite flüchtig, nicht gründlich. schaue wirklich nur nach fehlern, ergänze hier und da ein wort. ändere ein paar unds, oders, abers. mehr nicht.

dann noch die erstveröffentlichungshinweise ergänzt und noch einen text eingefügt. den ich möglicherweise wieder auswerfe, kann gut sein. die vier auf papier gefundenen noch nicht angesehen.

die alten texte zu lesen bekommt mir nicht. ich bin erstaunt über die grobheit darin. meine grobheit wohl, vor 15, 20 jahren. nach zwei tagen ruhe ist die übelkeit jetzt wieder da. keine ahnung, wie und ob das gut ist, was ich da tue.

novella (23)

alles gelöscht, 42 seiten. dann einen neuen ersten satz geschrieben. (geht ein  bißchen durcheinander hier, ich weiß. was soll ich machen?)

ich krieche die prachttreppe hinauf und drücke die schwere tür ganz unten mit der hand auf. gegen allen widerstand, das geht einfach und leise. gegen die kleine frau auch, die wie ein bollwerk davorsteht. sie ist nur aus luft. innen ist chaos, licht und musik. revolution. die treppen sind leicht und endlos. die fehler der gegenwart ruhen in der vergangenheit. (das ist ein irrtum, ein trick.) es ist kurz nach sieben, als mein herz mich weckt. macht nichts, die augen bleiben geschlossen.

ein rotgeschnitzter wald von oben, ganz dicht und fein. an die arbeit.

dankbar. für einen ruhigen tag, ohne größere detonationen. und wünsche mir träume für die nacht. träume, in denen alles erlaubt ist.

seit tagen weckt mich mein herz um zwanzig nach sieben, heute dann um zwanzig nach fünf. den rest der zeit vor dem auftstehen liege ich auf dem bauch und lausche dem puls, der mir durch den bauch pumpt. und schweige. die innere stimme scheint entgültig zerbrochen.

arbeiten sollte ich. arbeiten, arbeiten, arbeiten. und was tue ich? bücher sortieren.

tenderness

jazz am morgen, schön laut. (kip hanrahan, tenderness) ich sortiere manuskripte aus, altes, stinkendes papier. der schredder läuft heiß. auch der originalausdruck von lucas kommt weg. endlich. ich finde vier geschichten, noch undigitalisiert, aus der schreibmaschinenzeit. und handgeschriebenes darunter. lyrik aus den 80ern. tagebuchseiten, die noch älter sind. was nun?

sitzen und kleine kreise drehen. nicht gut.

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