am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

social diet

anfangs ging es bei der ernährungsumstellung nur um besseres lesen und schreiben, um die schlankheit im hirn. wenn ich mich recht erinnere. dann hat sich klammheimlich eine echte ernährungsumstellung hinzugesellt. auch nichts neues. da mich essen generell nicht sonderlich interessiert, fällt einmal im jahr – ungefähr –  auf, daß ich schleichend mehr und mehr nur noch lebensmittel in mich hineintue, die weder ernährungs- noch produktionstechnisch annähernd vertretbar sind. dem entziehe ich dann die grundlage durch entzug, in dem meisten fällen handelt es sich um radikalen zuckerentzug. auch das macht den kopf frei und darüber hinaus ein paar ältere hosen wieder passend.

wie es darüber hinaus zum verzicht auf allzu exzessive tv-berieselung kam, weiß ich gar nicht mehr. es ist aber so, statt dessen gibt es immer häufiger musik. einfach nur musik. ich hatte ja keine ahnung, wie begrenzt meine cd-ausstattung im grunde ist. heute dachte ich tatsächlich schon daran, auf die alten schallplatten zurückzugreifen. (lange kann es nicht mehr dauern, das wird ein fest!)

gestern morgen verspürte ich plötzlich eine unbändige lust, auf das andauernde gezwitscher und geplärre zu verzichten. die kommunikationsillusionen, die mir täglich über den bildschirm flattern. so sind jetzt also facebook und twitter aus, einstweilen. ich will ein ebook zusammenstellen und überhaupt: auch mal wieder schreiben. und das braucht raum. netzfrei und ohne doppelten boden.

but i’ll be back.

beinah schmerzfrei heute morgen. glasklar und zerbrechlich der kopf.

schmerzen und illusionen

gegen abend verschwindet der schmerz. für diesmal ist es genug, es ist endlich gut. ich weiß das, seit über 30 jahren. ich erkenne den moment, jedesmal. ich bin dankbar. ich bin müde.

kurz danach zerbricht die letzte illusion, eine hirngespinstige kleine freude, über ein jahr lang gehegt und gepflegt. auch das kenne ich genau, nur wahrhaben will ich es nicht. jetzt nicht, und überhaupt niemals. doch ich bin nicht für menschen gemacht, ich erreiche sie einfach nicht. und ich gebe das jetzt auf.

es ist zeit.

das eigene gesicht dicht vor mir. hineinsehen können, wie in das gesicht eines anderen. mich darüber nicht wundern. nur über dieses gesicht, so fremd. (einen engl betrachten.) bis ich aufwache.

das leibliche wohl

ich sollte dankbar sein, ich weiß, in klagenfurt, der letzten migränephase, fast komplett verschont worden zu sein. ein einziger abend, der verzeihlichste noch dazu, der eröffnungsabend. alles andere war glück.

derzeit zahle ich den preis, so scheint es mir. am donnerstag, der ersten attacke, mußte ich auch noch feststellen, daß ich die hälfte der migränemedikation im hotelzimmer vergessen haben muß. ausgerechnet die verschreibungspflichtige hälfte. rasante panik auf dem weg zum arzt, weil ich nicht einmal den namen von dem zeug weiß. war letztendlich überflüssig, aber das ändert ja nichts. an der angst.

so geht es einen auf den anderen tag. samstag. montag. außerdem hat es wohl einen nerv im rechten nacken verdreht, verklemmt, vermurxt, das reicht bis mittig in mich hinein. ich beiße, den ganzen tag. ich kann das nicht lassen.

morgen ist wieder ein tag.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner