weil das auto nicht anspringt, öffne ich die motorhaube. dann lasse ich es so auf dem bürgersteig stehen, ein paar tage lang. als ich wieder einmal hingehe, ist der motorraum so gut wie leer. trotzdem springt der wagen problemlos an. fahren kann ich aber nicht, weil auch die pedale verschwunden sind. alle.
engl
ebook bauen (2)
jeden tag ein text oder aber wenigstens 10 seiten. so geht es vielleicht. (keine ahnung, warum ich den blick nicht bündeln kann, warum ich immer wieder ausfliege.) im ersten text gleich viele, sehr seltsame fehler gefunden. falsche wörter sogar. dennoch arbeite flüchtig, nicht gründlich. schaue wirklich nur nach fehlern, ergänze hier und da ein wort. ändere ein paar unds, oders, abers. mehr nicht.
dann noch die erstveröffentlichungshinweise ergänzt und noch einen text eingefügt. den ich möglicherweise wieder auswerfe, kann gut sein. die vier auf papier gefundenen noch nicht angesehen.
die alten texte zu lesen bekommt mir nicht. ich bin erstaunt über die grobheit darin. meine grobheit wohl, vor 15, 20 jahren. nach zwei tagen ruhe ist die übelkeit jetzt wieder da. keine ahnung, wie und ob das gut ist, was ich da tue.
ich krieche die prachttreppe hinauf und drücke die schwere tür ganz unten mit der hand auf. gegen allen widerstand, das geht einfach und leise. gegen die kleine frau auch, die wie ein bollwerk davorsteht. sie ist nur aus luft. innen ist chaos, licht und musik. revolution. die treppen sind leicht und endlos. die fehler der gegenwart ruhen in der vergangenheit. (das ist ein irrtum, ein trick.) es ist kurz nach sieben, als mein herz mich weckt. macht nichts, die augen bleiben geschlossen.
ein rotgeschnitzter wald von oben, ganz dicht und fein. an die arbeit.
tenderness
jazz am morgen, schön laut. (kip hanrahan, tenderness) ich sortiere manuskripte aus, altes, stinkendes papier. der schredder läuft heiß. auch der originalausdruck von lucas kommt weg. endlich. ich finde vier geschichten, noch undigitalisiert, aus der schreibmaschinenzeit. und handgeschriebenes darunter. lyrik aus den 80ern. tagebuchseiten, die noch älter sind. was nun?