viel mehr lesen, auf jeden fall. und schreiben auch. macht fit und schlank im hirn.
engl
wunderbares wetter hier, überhaupt alles fein. nur daß ich keine lust habe, in den alltag zurückzutauchen. denke also darüber nach, endlich mal ein wenig die umgegend zu erkunden. wo doch dem motorrad in der klagenfurter woche eine frische tüv-plakette, ein blitzblanker luftfilter, ein butterweicher kupplungszug und außerdem noch zwei eckige spiegel gewachsen sind. da war doch noch was, rund um berlin, wenn ich mich recht erinnere. brandenburg oder so.
der arbeitsberg, naja hügel trifft es wohl eher, spricht allerdings erstmal dagegen. abwarten.
keine klagen (12)
erster tag danach, back in berlin. die nächte in der paulitschgasse waren lauter als meine weserstraße hier. oder ich bin die geräusche hier doch sehr viel mehr gewöhnt und müsste einfach nur noch ein bißchen dort bleiben, damit alles anders wird.
das geht natürlich nicht, aber berlin geht gerade auch nicht so recht. den vormittag verbringe ich mit der zurückweisung offensichtlich unzutreffender inkassoforderungen an meine person. keine ahnung, ob ich noch in der frist bin. der brief kam vermutlich am tag meiner abreise und ist fünf tage vordatiert. schnell zur post damit, dann zum bioladen. und von da aus zurück zur post, weil ich die hälfte zu erledigen vergessen habe. das leben nach listen. wie fremd das ist nach ein paar tagen literatur pur.
und die menschen in klagenfurt. überall menschen, und die meisten davon so nett. unglaublich.
der flug zurück nach berlin, gestern, war übrigens vollgestopft mit autorInnen und kritikerInnen. wären wir abgestürzt, es hätte die aktive deutsche literatur ganz schön zerlegt.
keine klagen (10)
am lendhafen ist es heiß, heißer geht nicht. ich sitze drei minuten in der sonne und produziere auf der stelle jede menge nasensommersprossen. hört das denn nie auf? wie alt muß ich noch werden?
der letzte text ist zum kichern, völlig verlesen auf die übelste art. voller schnörkel und seufzer, am ende ein angedeutetes schluchzen. zum glück, könnte man sagen, war die übertragung von störungen durchzogen. den lesemarathon beende ich dementsprechend kichernd.
in ganz klagenfurt gibt es keinen vernünftigen salat. hab ich mit claudia danach festgestellt. abgesehen davon, daß die meisten läden mittag zu sind. aber wer weiß, vielleicht finde ich diesbezüglich auch erst im nächsten jahr den richtigen dreh.
um fünf beginnt das wettschwimmen. lese ich um zwanzig vor im netz. das artet richtig in streß aus, finde ich. radel dann aber dennoch los, schnell den kanal entlang, um gerade noch rechtzeitig zu kommen. in den badeanzug, ins wasser und los. ich schlage mich wacker, versuche tapfer kathrin passig ihren angestammten letzten platz abzuringen. sie verteidigt diesen jedoch vehement, mit durchaus unfairen mitteln. selbst der überaus angebrachte hinweis auf mein gehobenes bringt nicht den gewünschten erfolg. sie schiebt und drückt, schwimmt sogar in meinem windschatten. gnadenlos. bis ich nachgebe und ihr gnädig den rückzug lasse.
so. und jetzt muß ich wieder los. zum lendhafen. irgendein quiz oder so. keine ahnung.
keine klagen (9)
gerade noch rechtzeitig ins café gradelt, eine halbe stunde früher, beinah vergessen. jetzt die erste diskussion über einen in weiten teilen perfekten text von matthias nawrat. (the winner is?)
heute morgen bereits ein hauch von abschiedsschmerz. daß das alles hier morgen vorbei sein wird, das leben und atmen von literatur, überall. das kann ich noch kaum glauben.
