am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

zweimal untreue männer, sagt mir die blumenfrau statt einer begrüßung.
ja, weil sie so schön blau sind, antworte ich. das ist kein guter witz, ich weiß. und auch nur ein ganz kleines bißchen schlagfertig.
macht eins zwanzig, sagt die blumenfrau dann auch nur, todtraurig. und weiter nix.
draußen erst fällt mir ein, daß die dinger ja eigentlich ‚männertreu‚ heißen.

passiert: und wie jetzt über die liebe bloggen schreiben?

paßt

kurze rückversicherung bei einer freundin. vergiß die moral, lautet die antwort auf meine frage. da hab ich mir erstmal ein bier geholt. vielleicht sollte ich mir auch noch eine anstecken.

wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich jetzt den frühling genießen und den sommer auch noch, wenn es irgendwie geht. ansonsten würde ich einfach abwarten, wohin die reise führt.

totes land (32)

wieder tagelang nicht im text, nur im kopf damit beschäftigt. aufgeben, einfach alles löschen. so einfach wäre das. aber so einfach ist es nicht. nie. kranksein ist dabei übrigens keine entschuldigung. das bißchen röcheln und rotzen. auch all die anderen dinge nicht, die im weg zu stehen scheinen. es ist doch so, nichts macht (mich) so müde und fertig, wie nicht zu arbeiten.
kurz vor zwölf dann doch endlich die datei geöffnet. mich fast dazu gezwungen, so kann es ja nicht weitergehen. und siehe da, die seite, an der es seit tagen, wenn nicht wochen hakt, scheint eine funktionierende form gefunden zu haben. zumindest einen ansatz, den es auszubauen heißt. gleich morgen am besten.
aber leicht war das nicht.

also wieder einmal in einer situation, in der es vollkommen irrelevant ist, was ich selbst will. das ist ja nun nichts neues. was reg ich mich also auf?

das wirklich üble, wenn man nicht richtig blind tippen kann ist ja, daß man immer wieder auf seine hände sieht. sehen muß. in meinem alter ist das eben, naja, entlavend mitunter. (wohin rubriziert man jetzt sowas? unter beruflich oder privat?)

ob das erlaubt ist, am heiligen ostersonntag, zu räumen, zu saugen und zu wischen? zur auferstehung wohnlicher behaglichkeit vielleicht? wirklich zu dumm, aber gebügelt hab ich gestern schon.

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