am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

am besten ich gründe ein magazin für ausschußware, titel SPERMA, das wärs doch. spätestens nach der titten dritten ausgabe wär das ding zwar durch(schaut), aber bis dahin… und dann sofort, so à la wiener oder tempo, unter demselben titel ein zeitgeistmagazin nachschießen. kommt bestimmt gut.

prekär

kurzer blick in eine aktuelle bedienungsanleitung: ... Führen Sie die Befestigunsstrebenfünrungen in die beiden Langlöcher… Drehen Sie die beider oberen Inbusschrauben… Passer. Sie die beiden vorderen Gesänge… ziehen sie die schrauben fest sehr vorsichtig…
alles klar, danke.

perplex

kurzer blick in eine ca. 25 jahre alte bedienungsanleitung: Obwohl die Bedienung weitgehend umproblematisch ist, glauben wir doch, Ihnen den einen oder anderen Hinweis geben zu können, um alle Möglichkeiten des Gerätes voll auszunutzen.
drei kommas, im original fünf zeilen. das würde heute sicher als zu komplex angesehen.
[etwas später: Alle Anschlußbuchsen dieses Gerätes entsprechen den derzeit gültigen Normen. leider auch veraltet.]

vergessen

eigenartige verschränkungen im hirn. dieser spruch, neulich erst ganz groß als wiederentdeckung gefeiert, hatte doch längst schon eintritt gefunden in die künstliche welt. gerade erst gesehen und mich durchaus darüber gewundert. andererseits: sich selbst überraschen zu können. wird ja immer seltener, je länger die zeit.

totes land (2)

die arbeit geht langsam, aber sie geht gut. es ist ungewohnt, schon zu einem so frühen zeitpunkt das ende zu kennen. für mich zumindest, das hatte ich noch nie. aber so ist es eben, diesmal, alles läuft auf das eine hinaus.
ebenso ungewohnt ist der stil, der kürzer ist denn je. vielleicht nicht ganz so stakkato wie in den ersten geschichten, damals, in den 80ern. aber dennoch schlichter und schlanker als alles andere in den letzten jahren. ich verabschiede mich vom kitsch, das wurde aber auch zeit. naja, für dieses mal zumindest. (und tatsächlich gehen die adjektive dabei drauf, welch ein grauenhaftes eingeständnis. ;-)

herz in der hose?

nicht nur fußballer verballern sich in interviews. ‚hinten raus hat ein bißchen die luft gefehlt‘, sagt gerade der nachwuchsboxer rene, der leider verloren hat. klingt aber irgendwie logisch. oder?

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