am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

jubiläum

heute vor einem jahr nach berlin gekommen. bislang nicht bereut.

wip – verkürzt

es geht auf die hälfte zu, genau genommen habe ich sie eben überschritten. ich muß die szene aber nochmal im ganzen durchgehen, besser ist besser. zu lang und zu wichtig, um das schleifen zu lassen. obwohl ich zusammengenommen bestimmt eine halbe seite gestrichen habe. vielleicht gerade deshalb.
diese überarbeitung, seite für seite, ist einerseits leicht, nahezu simpel, weil es immer einfach geradeaus weitergeht. andererseits ist es aber auch mühevoll, vielleicht aus denselben gründen. beinah albern komme ich mir vor, hier darüber zu berichten. den arbeitsfortschritt in seiten zu zählen. das ist im grunde absurd und darüber hinaus vermutlich langweilig. aber so ist es eben in diesem stadium der arbeit. wenig brennt, alles ist routine. so kommt es mir heute zumindest vor.
aber nein, das stimmt nicht. das darf nicht stimmen. wenn es nicht brennt, dann ist es kein text. auch deshalb kann die heutige szene so noch nicht bleiben. das ist das kriterium. jeder durchgang muß brennen, muß leben, zumindest einen augenblick lang.

moin ;-)

die nächte werden auch immer länger. was nicht nur am jahreszeitlich bedingten abstieg liegt.

leicht

jede nacht denke ich an U, unvermittelt und planlos, ohne daß ich es mir vornehmen würde. weit weg ist sie. eben habe ich nachgesehen, fünf stunden voraus. ich denke also in ihre nacht hinein, in ihren morgen vielleicht, in ihre frühen träume. wie von selbst.

immer noch

und noch und noch und noch ein wenig weiterarbeiten. hier ein bißchen und da ein bißchen. die feinarbeit mache ich im grunde am liebsten, aber das zieht sich. manchmal bis spät in die nacht. so muß es sein.

pensum

nachtarbeit hat so ihre tücken. erst nach drei ins bett zu kommen und dann, wenn irgend möglich, zu einer einigermaßen akzeptablen zeit wieder auf den beinen zu sein, um den neuen tag, das neue pensum zu schaffen, ist nicht gerade eine leichte übung. heute hat es funktioniert, ausnahmsweise. das brett in der küche ist angeschraubt, der gesamte abwasch (weia, die ganze woche hat sich da versammelt!) gemacht, kaffee und die zeitung, dann (wieder!) ein (letztes?) bißchen an den pages gebastelt. gleich noch die vorbereitungen für die party, der dekoauftrag. da hab ich gerade mal keine große lust drauf, aber was solls. die erste party muß ich dazu sagen. heute ist ein tag mit zwei partys. ein wahnsinn.

fiktion

manche dinge sollten besser nicht geschrieben sein, schon gar nicht öffentlich. nicht gesagt und auch nicht gefühlt, besser ist besser.
dennoch: es ändert nichts. hinter der wut wartet verachtung. eine verachtung, die nicht besonders real ist. und ich warte und warte. daß man mich nicht mehr als mensch sieht, endlich, daß ich sein kann, wie ich gedacht bin, immer schon und immer wieder. so, wie ich es kenne. wirf mich weg und tritt mich fest. weiter ist nichts mehr. heute.

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