z. b. ‚aus einem bauchgefühl heraus‘. (in geist und berg, auf 3sat, aber ziemlich geistlos.)
wenn ich das noch einmal irgendwo höre. insbesondere von einem mann, der über sein erfolgreiches business spricht. oder aber faselt? gerade eben z. b. erklumm er einen berg.
engl
todestage
es ist eine seltsame todeszeit, derzeit. seit wochen bereits dieses gerangel, wenn nicht spektakel um terri schiavo in den staaten. diese frage, die nicht zu beantworten ist. was ist leben? was ist es wert? als könnte man das jemals sagen, jemals wissen. oder gar juristisch regeln.
und heute man fragt sich, unwillkürlich, wer denn wohl das rennen machen wird, morgen, auf die titelseiten. kurz nach terri schiavo. der fürst oder der pabst? oder einfach nur der juhnke?
andererseits, was soll das eigentlich? tod ist alltäglich. es passiert eben, es muß ja, auch wenn niemand mitfilmt. sogar wenn überhaupt niemand hinsieht, auch dann wird gestorben. massenhaft, tagtäglich.
so ist es
mit meinem besuch in einem schuhgeschäft. na gut, eigentlich ein bootsladen mit saloonschwingtür undsoweiter. ‚du kannst ja immer wieder mal gucken kommen,‘ sagt die freundin zu mir, weil es ihre größe, besser gesagt kleine, fast so klein wie meine, natürlich nicht vorrätig gibt. ‚du bist aus berlin?‘ fragt daraufhin der typ am tresen. (na, es ist tatsächlich ein tresen!) und ich nicke, sage: ja. tatsächlich.
komme mir aber komisch dabei vor, immer noch. ich? aus berlin? aber so ist es wohl.
sonne und kälte
der besuch ist heute mittag zum zug gezockelt, und ich bin wieder allein zuhause. fünf tage fast ohne jede arbeit, aber es war ja auch ostern. dafür war ich mitunter als berlintouristin unterwegs, bin spreeboot gefahren und habe mich dem passivshopping ergeben, widerstandslos. jetzt ist es eigenartig still hier. ich kann ins bad, wann ich will, meinen kaffee vorm pc trinken und überhaupt. ich schlafe wieder im eigenen bett heute nacht, was für besuchszeit eine schlechte lösung wäre, da der pc in dem raum mit dem klappsofa steht. wenn ich selbst in dem zimmer schlafe bleibt zumindest die ahnung von arbeit. (und ich kann hin und wieder ein paar blogs lesen. ;-)
ich habe mich also wieder. und ebenso vermisse ich, was mir von jeher so fremd ist. entspannte gesellschaft, das unangestrengte miteinander der letzten tage. museumsbesuche und mensch-ärgere-dich-nicht. frühstücksorgien und billiginder. stadtplangeblätter und u-bahnchaos. sonne und kälte, frühling eben. die welt da draußen, außer mir.
aus aktuellem anlaß
noch einmal ein hinweis auf das tsunami-blog des wdr.
festgeschrieben
kurzentschlossen sind wir heute im hamburger bahnhof in der flick ausstellung gewesen, die morgen schließen wird. seltsam eigentlich für mich, wo ich von kunstwerken dieser art (leider) so gar nichts verstehe. dementsprechend bin ich hundemüde, vom stehen und warten. vor allem aber vom schwiegen und doch nicht begreifen können. bis auf hier und da, ganz plötzlich, ein lachen, ein stich. im grunde aber brauche ich worte, das ist wohl so, festgeschrieben. und da hilft nichts.
wow!
besuch verändert die welt, schlagartig. nachts sitze ich in kreuzberger kneipen, in denen uralte david bowie platten von vorne bis hinten durchlaufen, und trinke bier. danach geht es in eine lange, dunkelrote schlauchkneipe, für die letzten drei songs einer angeblichen punkband. na ja, das rockt. aber atmen geht nicht.
blogjournalismus
bei all dem gerede über blogs und journalismus in letzter zeit könnte ich mir glatt dämlich vorkommen, habe ich dazu doch nicht das geringste beizutragen. dennoch tauchte bei mir heute etwas auf, weit abseits dieser diskussion, das einen wirklichen sinn macht. dieses blog fand sich auf der siebten oder achten googleseite, die ich auf der suche nach informationen zur aktuellen lage im tsunamigebiet aufgeschlagen hatte. ein zustand, der mir, nach ziemlich genau drei monaten, mangels medienpräsents, was allerdings zu erwarten war, nahezu unvorstellbar ist.