tonight: A Space Odyssey
engl
wip – weiter im text
wie mir selbst versprochen, bin ich heute tatsächlich zurück in den text. zwischen bohren, hämmern und trampeln hier im haus. keine ahnung, was da los ist. aber sogar hier bei mir ist mittendrin das cd-regal halbseitig zusammengeklappt, so daß ich selbst auch noch kurzfristig zur bohrmaschine greifen mußte. immerhin ist genau die seite aus der wand gerissen, die ich sowieso schon die ganze auf dem kieker hatte, weil das ganze ding dadurch schief hing. das hat sich somit jetzt erledigt, eben mal so, zwischendurch.
chaotisch und zerstreut war es also heute. aber immerhin, es geht wieder. und es ist weiterhin absehbar.
definitiv
morgen soll es weitergehen, konzentriert und konsequent. was bleibt mir anderes übrig? keine migräne in sicht, alle haushaltspflichten erledigt. nicht nur das verstopfte waschbecken ist besiegt, auch ein regal umgebaut, küche und bad umgeräumt und sämtliche wäsche gewaschen und gebügelt sogar. mit dem putzen warte ich sinnvollerweise dann doch lieber bis der schnee weg ist, und ich mehr andauernd diese blöden kleinen steinchen reintrage, obwohl es durchaus einmal zeit dafür wäre. alles in allem gibt es aber jetzt keine ausrede mehr.
trotz bohren, sägen, hämmern oder wasweißichwas geht es morgen wieder in den text.
durch die nacht
gestern nacht noch durch das nächtliche budapest mit otto sander und istván szabó auf arte. phantastische ‚inszenierung‘, bestes timing und exquisite gesprächssubstanz. ist ja nicht immer so in dieser sendereihe, ist ja auch nicht einfach. da paßt es manchmal einfach nicht oder jemand erweist sich als gänzlich leer. ist auch schon vorgekommen.
aber diesmal. otto sander, der grummelt und lacht, der heult und friert. der fremde menschen begrüßt, indem er ihnen kurz und sanft die wange tätschelt. leben jenseits jeglicher konvention. da frage ich mich dann doch, ernsthaft, ob mir letztendlich nicht irgend etwas entgeht, im strikten leben abseits anderer.
fluchten
einfach mal pause machen, nichtstun, herumdümpeln usw. ist mir wohl nicht gegeben. auch wenn es noch so nötig ist, um den stillstand wieder zu lösen, die anstrengung und die starre, auch in bezug auf den (armseligen, kleinen) text. nein, das gibt es einfach nicht, für mich zumindest. statt dessen öffnen sich augenblicklich tür und tor für mein hauseigene migränebiest, das mich in den letzten monaten tatsächlich einigermaßen in ruhe gelassen, und damit auch arbeiten lassen, hat. vielleicht kam der vollmond dazu, diesmal, und der bevorstehende wettersturz in den totalwinter. vor allem aber der wunsch, raum zu lassen, für ideen und möglichkeiten, der sich dann quasi automatisch restlos mit übelkeit und dumpfem schmerz gefüllt hat.
keine alltagsarbeiten also, keine endlich wieder gängigen abflüsse, nicht einmal einkaufen konnte ich gehen. essen aber auch nicht, was solls also. nette randerscheinungen sind satte zwei kilo minus in einem schubs und diese seltsame nacht auf samstag.
eingeschraubt in diesen ebenso ungreifbaren wie unausweichlichen körperzustand ist es heiß wie im fiber, besonders nachts. es gibt keinen ausweg und keine erholung, keine flucht. auch keinen schlaf. aber traum gibt es, zerbrochen in viele kleine stücke, fragen über fragen. warum man katzen hält, zum beispiel, und sie motorräder einbaut, nur damit diese anspringen. (batterie?)
vor allem aber eine art ‚mindblogging‘, ein ständiges mitlesen von gedanken, ebenso ein unaufhörliches formulieren und verfassen im inneren, im eigenen. dazu das automatische onlinestellen (veröffentlichen?) eben dieser gedanken wiederum per gedanke. (gedankenklick?) wetware statt software, alles nur noch mental. (hardware unnötig oder implantiert?) auf dauer ist das ein grauenhafter zustand. ein gläsernes ich, sozusagen, letztendlich unkontrollierbar. auch noch so vorsichtiges formulieren, jederzeit, tag und nacht, und das verzweifelte bemühen um eine lückenlose erinnerung, wort für wort, um auf außensicht angemessen reagieren zu können – nichts hilft. es ist eine qual, auf dauer. und ein traum dazu. (wie schreiben?)