nix weiter, siehe gestern…
ich versuche, den waschbeckenabfluß im bad flottzumachen, aber das ding scheint nicht verstopft zu sein, sondern aufgrund anderer widrigkeiten nicht mehr ablaufen zu wollen. konstruktionsbedingter rückstau vielleicht, keine ahnung. dann wäre weiter drin irgendetwas… ich mag gar nicht dran denken, in diesen katakomben rumzubohren. und womit überhaupt? vielleicht sollte ich besser sagen ‚in den analen‘. oder? ;-)
morgen gibt es auch nicht viel mehr, keine textarbeit, davon gehe ich aus. ich will das türschloß ausbauen, damit ich endlich einen zweiten schlüssel anfertigen lassen kann. das ist ja kein zustand so. und wer immer der hausbesitzer hier sein mag, er hat eine fiese hausverwaltung angeheuert. seit monaten keine antwort, auch nicht wegen des immer noch fehlenden kellers.
also? ist es ersichtlich? ich beschäftige mich zu abwechslung mal mit alltagserledigungen.
engl
wip – zwanzigste zwischenbilanz
seit gestern arbeite ich an neun zeilen, die mittlerweile allerdings auf fast fünf seiten angewachsen sind. es geht also, und alles bleibt absehbar, nach wie vor. aber ich suche immer noch nach konzentration und gelassenheit. beides scheint mir unendlich entfernt, obwohl es mir nicht wirklich wesensfremd ist. außerdem vertrödel ich meine vormittage, entweder gleich im bett oder sonst irgendwie. dafür war ich aber bis gerade eben noch mitten im text. auf sechs bis zehn stunden arbeit komme ich allemal, tag für tag. und so soll es sein.
wip – heute nix
kein einziges wort!
es hilft ja nichts, wenn ich tagelang immerzu meine unkonzentration und hirnmüdigkeit beklage, nur weil ich endlich die letzten paar seiten packen will. fertig machen und ausdrucken – ist eben noch nicht möglich. hilft alles nix.
pause also. vor allem, weil gerade die letzte szene noch substanz braucht, die ich derzeit einfach nicht finde.
1977
seltsam, die nadel anzusetzen, nach all der zeit. mit augenmaß in die rille, auf die spur. es knackt und knirscht, die ganze zeit. und es schafft und weitet raum. heute vor allem erinnerungen und ähnliche zwischenklänge.
[keith carradine (brother of kung-fu david), david soul (yes, it’s hutch!) + rita coolidge/we’re all alone, alle 1977, so ein zufall.]
warten
außerdem mir ist dieses zusammentreffen wieder gegenwärtig, seit gestern nacht auf einmal. mit derselben ratlosigkeit, derselben hilflosen leere, die mich das ganze letzte jahr schon beherrscht hat. ich warte weiter, was soll ich tun.
so ist die liebe, für mich, seit jeher. ich betrachte die menschen von weitem. aber ich liebe deshalb nicht weniger. mittlerweile zumindest, nach all der zeit.
mach das nie wieder, sage ich zu ihr. ich liege noch im bett, ganz dicht hinter ihr. sie dreht mir den rücken zu, ich weiß nicht einmal, wer es überhaupt ist. es könnte U sein, aber genauso auch ich selbst. wie das so ist im traum. auf jeden fall kehrt große ruhe ein und, für einen augenblick, soetwas wie zuversicht. weil das aber wieder verschwindet, muß ich weiterträumen. und ich suche und suche, noch stundenlang. so kommt es mir vor.
wip – nochmals slowhand
zwei szenen angegangen, aber ruhig, ganz gelassen. eine davon ist so gut wie frisch geschrieben, da guck ich morgen nochmal rein. das kann dauern, das muß von grund auf gebaut werden. ansonsten bin ich gut vorangekommen. seitenzahlen guck ich mir aber besser nicht an. das kommt nicht gut, wenn es gestern noch 12 seiten waren und heute dann bestimmt fast 15. aber textvolumen wächst eben, wenn man was einfügen muß. und so wird es schließlich noch weitergehen, in nächster zeit.