am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

das nennt man wohl sommerloch. gerade läuft DAKTARI, die sendung mit dem schielenden löwen. eigentlich scheußlich, eine ganz und gar nicht komische klamotte. ich habe aber trotzdem den kleinen schwarzweiß-fernseher rausgekramt und schaue unbunt. wie vor 30 jahren. seltsam.

der exmatrikulationsbescheid ist adressiert an ‚Herrn Susanne Engl…‘. ‚Sehr geehrt‘ noch dazu. auf der rückseite könnte ich widerspruch dagegen einlegen. sollte ich vielleicht tun.

konfusion! alles fliegt, nichts ist zu fassen. wozu die bewegung? nur das leben an sich … aber was soll das denn heißen? (so wie hier (patti smith) ungefähr.) bleibt angst, vielleicht. so ähnlich jedenfalls, wenn geld regiert, wenn auch nur in gedanken.

wieder mal nix los hier. vorne die rätseln an einem alten zeiträtsel, das ich beim aufräumen gefunden habe. ich fange langsam damit an, ein memo für meine nachfolgerin zu basteln. nicht gerade doll, denk ich dabei, was ich hier so mache. nur ein paar seiten, der rest ist erfahrung, eingewöhnung. alltag eben.

andererseits – langsam werde ich ein bißchen mürbe. wie soll ich denn je wieder so einen netten job finden?

ein pc-genie bin ich nicht. fast eine stunde hab ich gebraucht, bis ich endlich begriffen hatte, warum über die drei neuen emailaccounts lediglich emails verschickt, nicht aber empfangen …

unwichtig. jetzt gehts.

auch die katze ist in aufruhr, nahezu rasend für ihr hohes alter. dann wieder depressiv, hockt in einer wandecke, starrt in eben diese. oder die bleibt den ganzen tag unterm bett, vorsichtshalber.

tragisch ist, daß sie offensichtlich auch das fressen vergißt. oder eingestellt hatte, seit einer weile schon. jedenfalls hat das ohnehin zarte biest (spitzname kampfkatze, dem sie seit jeher alle ehre macht) bestimmt ein kilo abgenommen im letzten monat. das ist ein drittel ihres vorherigen gesamtgewichts. nein, nicht ganz, zum glück. jetzt wird sie gemästet und gepäppelt. thunfisch, grillhähnchen, katzenvitaminkräcker.

aber so recht weiß ich nicht, ob sie überhaupt mitwill, die alte dame. immerhin zwischen achzig und neunzig, hab ich letztens im netz nachgesehen. wenn sie eine menschendame wäre.

nur fünfsechs kisten gepackt, eben mal schnell – und schon sieht die wohnung aufgelöst aus, nicht mehr zu mir gehörig. das ist der moment, der sooft verpaßt wird. der augenblick, in dem eine entscheidung sich in die tat umsetzt. und alles ist anders. unwiederbringlich.

ich packe, sortiere papier, zeitungen und bücher. ich lese weg, wie zuletzt an der uni. abarbeiten, seitenweise, stapelweise, das hat was. diesmal zumindest. eigenartig. grundsätzlich solide, wie bügeln.

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