am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

real

gestern nacht noch eine idee gehabt, eine kleine nur, für eine allerletzte textkorrektur. wirklich nicht viel, nur ein kleines moment, ein winziger dreh. was mir dann verloren ging, schlagartig, als am morgen ein freund anrief und mir eine gänzlich unerwartete todesnachricht überbrachte. ich weiß, wenn menschen sterben ist das immer unerwartet und überraschend, aber gegen jede logik erscheint es mir darüber hinaus völlig unsinnig, wenn diese menschen um jahre jünger sind als ich. und darüber hinaus menschen, die ich kenne, kannte, mit denen ich im letzten sommer noch durch berlin spaziert bin. und die dann im koma liegen, bereit für die organentnahme. jetzt, in diesem moment.

am nachmittag kurz in atemnot verfallen, zehn minuten vielleicht. keine ahnung warum, aber nicht weiter schlimm. geht schon wieder. was ist schon text, gegen solche realität?

das ist übrigens die zweite tote im diesem jahr mit der unheiligen nummer dreizehn. die alte mutter einer freundin hat es schon im januar geschafft, mit fast neunzig dann ja doch irgendwie erwartet, und trotzdem de facto eine überraschung.

unerwartet, unwillkommen, unerträglich. but for real.

durchseufzen. weiteratmen.

tangoaushilfsschuhwerk

das sind sie, die übeltäter. schmerzen im unteren rücken und in der linken ferse, bislang jedesmal. und das wegen zirka zwei zentimetern absatzhöhe. was soll ich machen, mein gesamter körper kennt das einfach nicht. immerhin halten die knie. aber heute kommt  muskelkater dazu, wetten?!

versprechen gebrochen, heute doch nicht mehr in den text gegangen. nicht einmal angefangen, nur kurz einen gedanken notiert. zwei sekunden. dafür einen anderen, einen schnell gekneteten blogbeitrag zum thema #aufschrei gebaut, gepostet. der letzte von meiner seite, versprochen. (oder auch nicht.)

jetzt: unendlich müde.

natürlich schaffe ich es irgendwie nicht in den text, obwohl es drängt. da ist hier noch ein bißchen und da noch ein bißchen. zeug, das erledigt werden will oder auch muß. langsam lichtet es sich aber, und ich verspreche mir selbst für morgen, wenigstens einen anfang zu machen. zu machen, nicht nur zu versuchen.

so schön heute, also gestern eigentlich, so warm und naß mit ein bißchen licht. ich denke an kräuter und tomaten für den balkon, männertreu und die schwarzäugige natürlich. bald ist frühling.

außerdem sind mir bratkartoffeln gelungen, vielleicht das zweite oder allerhöchstens das dritte mal im leben.

schrittweise schwarz

der zweite tangotag macht traurig am ende, weil er mir klarmacht, wie wenig leben gelingt. neu ist das nicht, nein. aber selten so offensichtlich. und dennoch.

[schnell einen blick nach köln.]

gehend tanzen

drei stunden tango lernen bedeutet vor allem jede menge vorwärts und rückwärts gehen, je nach rolle, ab und zu ein bißchen wiegen, wenn es zu eng wird, und natürlich rückenschmerzen kriegen von den blöden schuhen. das alles zu zweit, außer den rückenschmerzen vermutlich. die sind nur für mich.  das alles ist eigentlich so überhaupt nicht mein ding: auf wildfremde leute zugehen, sie gleich danach anfassen, beinah umarmen, auch noch selbst angefaßt werden und so einfach nur schweigend im rund gehen.

aber es geht. ist eine art kommunikation, glaube ich.

close up

üben mit der lumix. (nicht so doll, ich weiß.) roter klee im winter, mit aller vorsicht.

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