am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

nach einer verrückten woche tritt langsam wieder ein wenig ruhe ein. was unverletzt ist, was nachwachsen kann und was auf dauer zerstört bleiben wird, das wird sich zeigen. wenn ich es nicht verpassen werde oder einfach vergessen im strudel der veränderungen. überhaupt: das vergessen nimmt einen immer höheren stellenwert ein mit den jahren. alle enden bleiben offen, wie könnte es anders sein.

derweil hat der körper abermals beschlossen, nicht mehr sonderlich viel zu sich nehmen zu wollen. kein reinfressen mehr, kein stopfen der hohlen stellen innen. wieder schlackern die hosen, diesmal eine der beiden neueren. (die eigentlich auf den zu erwartenden wiederzuwachs hin gekauft war, im herbst erst.) ballast abwerfen und leicht sein. ich sein. lerr sein und licht. wund und verwundert.

ich bin einverstanden, bis auf weiteres.

listen

morgen die letzten drei texte putzen, anschließend ein bißchen bürokram erledigen. (eigentlich ein bißchen viel.) in der nächsten woche dann voraussichtlich nur lektorieren auf abruf, da bleibt zeit. vermutlich. zeit, ein letztes mal in den text zu gehen, der mir in den vergangenen zwei wochen längst längst schon wieder in der peripherie verschwunden ist. das macht nichts, das ist gut. text ausgraben, wiederfinden, das gehört dazu.

außerdem ist da bereits ein neuer ansatz. etwas, das so kalt ist wie der berliner winter unter einfluß von sibirien. jetzt. das erschreckt sogar mich, dieses kältezittern. was soll das in einem text?

ich weiß es nicht. ich schreibe das alles auf listen, ich rechne das geld aus und lege es auf die zeit um. die zeit, die bleibt. so versuche ich, die angst zu überlisten. und es gelingt, es wird ruhig im körper, im kopf. auch wenn es nur illusion ist.

schrecken

wie die menschenangst größer wird mit jedem versuch. wie ich fehl bin und falsch laufe, immer in die irre. kläglich am ende, ohne zweifel verzweifelt.

die brotarbeit dagegen läuft leicht dieser tage, ausgerechnet die kaltakquise. normalerweise meine panikwoche voller spontanqual. doch es kostet kaum zeit diesmal, nicht einmal mut. ich rede, schmeichle und lache. meine stimme wirkt, darauf ist verlaß. daß mir beim anschließenden mietschreiben die tränen kommen, ist nicht relevant. ich tue meine pflicht. immer. auch die bilder, die sich langsam aus der nacht in die tage schleichen, stören nicht. das muß so sein. da gibt es nicht viel, das mich schreckt. da bin nur ich.

und ich ahne: es ist die rückkehr ins schreiben, die anfängt ihren preis zu fordern. (jetzt schon, so früh. aber vielleicht auch einfach nur rechtzeitig.)

13

diese welt, in der alles immer nur in geld berechnet wird, zerfrißt mich. ich bin, was ich bin. und das ist nichts.

am abend rutscht das migränetier kraftlos von meinem rücken, gebändigt von 3 x ibu und 1 x formi + mcp al. es stürzt zu boden und schwört mit letzter kraft rache. so kennen wir und, so lieben wir uns. ich esse eine tiefkühlpizza, eine ganze, was viel zu viel ist. (den schnaps, den ich mir danach von herzen wünsche,  verkneife ich mir bbesser.) aber tagsüber hat mich das monster nicht aus dem haus gelassen, schnell mal eben, kartoffeln, eier und zitronen. nur meine arbeit habe ich gerade so geschafft, ohne große qual. kriechend, mit tränenden augen. sieht ja keineR.

wenn alles so roh ist. und bleibt. das fleisch ohne lust.

schlechte nachrichten aus dem freundeskreis relativieren die eigene lächerliche befindlichkeit.

2012 < 2013

2012 war ein selten intensives jahr, verbunden mit tiefgreifenden veränderungen, auf die ich nicht gefaßt war. heute ist mir angst, weil ich ahne, daß es damit nicht genug war. 2013 wird noch größer, noch fetter werden. ende mai werde ich 50, was mich jetzt schon eigenartig berührt. und ich weiß nicht, ob ich bereit bin. sein kann.

aber das war ich vor einem jahr auch nicht, nicht gefaßt, nicht bereit. wenn es anders würde, weniger, harmloser, nichtssagend. es wäre auch nicht gut. vermutlich sogar unerträglich. oder mehr noch: vernichtend.

2012 < 2013

2012 war ein selten intensives jahr, verbunden mit tiefgreifenden veränderungen, auf die ich nicht gefaßt war. heute ist mir angst, weil ich ahne, daß es damit nicht genug war. 2013 wird noch größer, noch fetter werden. ende mai werde ich 50, was mich jetzt schon eigenartig berührt. und ich weiß nicht, ob ich bereit bin. sein kann.

aber das war ich vor einem jahr auch nicht, nicht gefaßt, nicht bereit. wenn es anders würde, weniger, harmloser, nichtssagend. es wäre auch nicht gut. vermutlich sogar unerträglich. oder mehr noch: vernichtend.

status: nachts wühlt der text in mir, bis ich wieder in ihm wühle. wir schenken uns nichts. (knapp vier stunden schlaf zwischen sieben und kurz vor elf. traumlos.)

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