am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

varianten an migräne

zweimal in dieser woche eine migräneaura erlebt, einmal rechts am dienstag und dann links. migräneaura, das klingt ein bißchen nach supernova, ich weiß. und sieht auch so aus, irgendwie. nur anders natürlich, transparenter und unfassbar. ein wachsendes kritallines gebilde, raumlos, flimmernd und bunt. im grunde also eine ganz lustige sache, zumal bei mir da noch nie eine richtig ausgewachsene migräne nachkam. das ist bei anderen anders, da habe ich echt glück. kann mir einfach nur dieses irreale schauspiel ansehen, das nach zwanzig oder dreißig minuten wie von selbst wieder ins nichts verschwindet.

andererseits hatte ich sowas bisher vielleicht drei- oder viermal. im leben. und nicht zweimal  innerhalb einer woche. mein kopf macht komische sachen mit mir. mal sehen.

nachtrag: im wiki lese ich gerade, daß auren ohne anschließende schmerzphase zum einem typisch männlich sind und zum anderen eine langjährig bestehende migräne in einen solchen zustand übergehen kann.  so ähnlich jedenfalls. egal, nehm ich auf jeden fall liebend gerne, in dieser art, in dieser lustigen bunten form.

was soll ich sagen. viel zu tun. viel schweigen auch, viel denken. das leben geht weiter. und das bloggen auch, sowieso.

guter dinge

ach, dieses wunderbare wetter. oder was weiß ich, keine ahnung. warum heute einfach alles richtig ist. da kommen gute dinge, ich bin beinah sicher.

die arbeitsbatzen dürften für diesen monat so ziemlich durch sein, schluß mit der totalen fremdschreiberei. ein paar tage, eine woche oder so, ist jetzt nur normalbetrieb angesagt. hoffe ich. und die steuern natürlich. und der text, der wartet auch. gleich neben mir liegt er. schläft noch und schweigt.

schlafen will ich dann auch mal. irgendwann.

morgen dann wieder in den dienst, in die fremdschreiberei. kommt mir aber gerade halb so schlimm vor. jetzt, wo die richtige arbeit auch wieder mal gemacht ist.

andererseits hab ich eben schnell noch steuern auf die liste geschrieben. das würgt.

seit mittwoch jeden morgen mit diesem hinterkopfschmerz aufgewacht und mich anschließend so durch den tag geschleppt. dabei wäre eigentlich migränezeit gewesen. ist das jetzt so, ist das der neue feind in mir. oder muß ich einfach nur warten bis mich der große vogel doch wieder einmal von hinten überfällt.

langsam mal vorsicht vielleicht

seit letztem freitag bis eben gerade war ich zeugin von genau drei verkehrsunfällen. zunächst ein ganz mächtiger zusammenprall von zwei superschicken schlitten direkt vor meiner bushaltestelle. zum glück war ich da nicht wirklich zeugin, sondern kam erst deutlich später dazu, als hinter der großräumigen absperrung lediglich noch mehrere feuerwehren damit beschäftigt waren, diverse flüssigkeiten zu binden. die menschen waren also alle schon in sicherheit, hoffentlich.

gestern dann, erst ein kurzes hupen und anschließend ein satter rumms. blech- bzw. plastikschaden direkt vor meinem wohnbürofenster. nix passiert, nur stundenlanges warten auf die beamten im regen. das hätten die sich auch sparen können, denke ich. die tun doch da eh nix.

gerade eben, ich war nur kurz um die ecke, nimmt doch glatt ein auto den nächstbesten fußgänger kurz auf die haube, um ihn daraufhin in den straßengraben zu werfen. ich hab das ganze mehr gehört als gesehen, ein gnaz eigenartiger klang, deshalb mußte ich dann auch nicht bleiben. zum glück. waren auch gleich ausreichend helfer zur stelle und wimmelten emsig herum. dazu jede menge zuschauer. logisch.

langsam frage ich mich, was wohl morgen passiert. oder jetzt gleich, wenn ich wieder zu meiner bushalte muß. kommen die einschläge näher? sollte ich die einweghandschuhe einpacken?

ende 2011

was für ein verlustreiches jahr, als hätte ich letztendlich alle unschuld verloren. die gewißheit vor allem, wenn schon nicht das wirklich richtige, so doch immerhin immer irgendetwas tun zu können. irgendeinen schritt zumindest, in irgend einerichtung. auch das ist schließlich ein anfang. 2011 hat mir das endgültig ausgebrannt.

statt dessen weiß ich nun (wieder) um die tiefe lüge mir. wie das falsche in einer art und weise falsch sein kann, daß es über jahren unerkannt bleibt. ich. bin diese lüge. 2011 bin ich meiner eigentlichen armut (wieder) begegnet. nicht der äußeren, was ja nun wirklich nichts besonders neues wäre. statt dessen der inneren, meiner armseligen herkunft.

das ist unausweichlich. ende!

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