eben etwas anderes auf den arm der katze geschrieben, kurzentschlossen und schnell. die batterie aber erstmal gelassen. jetzt winkt sie wieder. perfekt.
alle tage
tomaten anbauen in der stadt (5)

wind und regen der letzten tage haben es dringend nötig gemacht, das diesjährige tomatenpflanzenklettergerüst. immerhin zappelten meine tomatenpflanzenmonsterchen nicht mehr nur noch hektisch, sondern bogen sich bereits deutlich in richtung abgrund. das hatte ich auch schon, daß sich einzelne zweige von ihrer mutterpflanze gelöst haben, um sich anschließend auf den gehweg zu stürzen. das ist besonders schade, wenn sich schon blüten daran befinden. und, wie man sieht, gibt es bereits etliche blüten.

tomatenpflanzen sehen ja nicht so besonders schön aus, noch dazu sind sie giftig. nicht besonders giftig, also nicht wirklich gefährlich. aber schon recht unangenehm, wenn man sie mal angefaßt hat. also danach immer schön die hände waschen, und den gelblichen sabber gründlich entfernen. auf gar keinen fall damit in die augen oder an die lippen greifen. außerdem die dinger öfter mal bei licht betrachten, auch wenn noch keine früchte da sind. dann ist das grüne gewucher nämlich echt schön.

und dieser lichtgrüne brocken sah vor ziemlich genau sechs wochen noch aus, wie hier in dem oberen bild.
leichen pflastern meine welt
es ist sommer. oder doch schon ziemlich sommerlich, immerhin. das merke ich an den vielen berliner fliegen, die wie im sturmangriff meine wohnung entern und dafür meine tagtäglich weit offen stehende balkontür nutzen. anschließend erweisen sie sich allerdings, wie immer im grunde, fliegen sind fliegen sind fliegen, als strunzdumm und rammen sich ihre blöden köpfe am fensterglas des geschlossenen fensters gleich daneben ein.

das ist reine verzweiflung, ich weiß. da draußen ist das licht, und hier drinnen sitze nur ich und schweige zu allem. ich lache nicht, nein. es ist ein drama, wenn auch nur ein fliegendrama. jahr für jahr sehe ich mir dieses schauspiel genau an. es ist immer dasselbe, sie lernen nicht dazu. sie wissen einfach nicht, was sie tun. und es geht nicht lange gut, das kann es gar nicht. es wäre kamikaze, vielleicht. wenn irgendein sinn dahinter steckte. aber das tut es nicht.
meine sämtlichen hilfangebote, heftiges zeitungswedeln in richtung balkontürfreiheit oder ein umständliches öffnen des fensters, wofür ich extra auf den schreibtisch klettern muß, werden mit vehemenz abgewehrt. sogar anschließende racheakte gegen meine rettungsmaßnahmen, ja gegen meine person werden verübt. gestern hat sich ein ganz besonders mutiges exemplar der gattung musca domestica in meiner herumstehenden schwarzteetasse ertränkt. vorsätzlich vermutlich, um sich anschließend von mir verschlucken zu lassen. ebenso vorsätzlich. und da hört es nun wirklich auf, finde ich.
ein solches vorgehen ist einfach nur unverschämt, egal unter welchen umständen es zustande kommt. wo kommen wir denn da hin.

