am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wenn man sich so richtig wie der letzte dreck fühlt, kann ein frisch bezogenes bett ja wahre wunder wirken. es wäre allerdings hilfreich, wenn man diese ausgezeichnete idee irgendwann auch mal in die tat umsetzen würde. so nach ein paar wochen. vielleicht.

heute kiesern mit musik, mal was ganz anderes. dabei fand ich die mit den knöpfen in den ohren bislang immer so blöd. hat aber was, so mit augen zu. dann sind alle anderen weg, und man hört sich selbst atmen.

sommer und lärm

schön warm draußen heute. leider auch schön laut, denn am dienstag bereits setzten grundlegende berliner bauarbeiten ein, die sich hier jeden sommer tummeln. erst dachte ich ja, man würde mir einen baum pflanzen. aber nein, es wird nur lautstark in der kanalisation herumgebohrt.

außerdem, sommer? ist denn schon sommer?

zu lange im gartenlokal gesessen. (biergärten gibt es ja in berlin nicht, habe ich bei der gelegenheit gelernt.) draußen. jetzt schnell in eine ganz heiße wanne steigen.

schlechte laune. angespannt. hormone vermutlich. oder das wetter. vielleicht auch diese kaputte welt. vermutlich alles auf einmal, ein unglück kommt ja selten allein.

mißmut

eben die fortbildungaufgabe dieser woche erledigt. war auf fünf bis acht stunden oder so angesetzt und als extraschwierig angekündigt. komplexe software ist auch wirklich nicht so mein ding, hatte richtig schiß davor. hab dann aber nur drei stunden gebraucht, fühl mich dennoch jetzt nicht toll deswegen. eher dämlich. morgen werd ich das ganze nochmal überprüfen, aber abgeben könnte ich es jetzt schon. kein problem. da stimmt doch was nicht.

mein selbstwertgefühl ist wohl irgendwie grenzenlos zerrüttet.

ich hänge furchtbar hinterher. sollte dringend mal mit der wochenaufgabe der fortbildung anfangen, habe aber nicht die geringste lust. das ist irgendwie ein dilemma, aber nur ein kleines. ich geh jetzt erstmal in die sonne, versuche unterwegs meinen einkaufszettel zu entziffern. danach ist sicher alles gut.

wegwerfworte

ich weiß mehr als ich glaube. und ich glaube viel. das habe ich vor ein paar tagen hier geschrieben. und seitdem, im selben augenblick sozusagen, denke ich darüber nach, ob es nicht umgekehrt hätte sein müssen:  ich glaube mehr als ich weiß. und ich weiß viel.

vermutlich ändert es aber nicht viel, es dreht sich ohnehin alles im kreis. worte sowieso, kaum eines zeigt noch einen weg auf. meistens bin ich mir selbst nur noch zum wegwerfen. da liegt wohl der hund. fällt mich von hinten an, immer wieder.

wie die welt heute quasi einbrechen möchte in meine wohnung. nur weil ich die fenster geputzt habe.

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