am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

tomaten anbauen in der stadt (4)

so fett sind die zarten pflänzchen inzwischen, und das nach nur drei wochen. hab ichs nicht gesagt? tomaten sind spitzenklasse, die machen so gut wie alles mit. auch sturm und regen im april, sonne satt natürlich sowieso. bald wird es zeit, die brocken anzubinden, sonst werden sie doch noch zu anfällig für wind. außerdem sollen sie ja hochwachsen und nicht die erde entlangkriechen. genau das würden sie normalerweise tun, das liegt in ihrer natur.  so sind ihre früchte gleich ganz nah am boden, wo sie ja eigentlich hingehören. ab in die erde und wachsen, wachsen, wachsen.

bei mir ist das natürlich anders. meine früchte sind für mich, sie sollen keinesfalls sofort verfaulen und der fortpflanzung der eigenen art dienen. ganz im gegenteil.

bald ist auch geizen ein thema, besonders bei dieser hier. geizen, das ist so ein thema für sich. eigentlich hab ich immer noch nicht genau begriffen, was das ist und wozu genau. auch nach alle den jahren nicht. vermutlich würde ich etwas von licht und wachstum faseln, wenn man mich fragen würde. und daß der pflanze damit die richtige form gegeben wird. vor allem, damit sie auch richtig viel früchte trägt. tomatensalat und so.

praktisch gesagt ist geizen so etwas wie die achselhöhlen der pflanze rasieren. einfach die kleinen triebe abknipsen, damit sie nicht zu sehr in sich hineinwächst, sondern hoch wird, schön und prächtig. zuviel ist aber auch nicht gut, dann wird sie spillerig und dünn. geizen ist gar nicht so einfach, weil man nicht genau sieht, was daraus werden wird. das wächst ja dann erst.

tja. ich bin nicht wirklich eine gärnterin, ich mache einfach, was mir so grad einfällt. bis jetzt hat es ja auch immer geklappt. im ersten jahr wußte ich überhaupt nichts vom geizen und hatte dennoch viele früchte. aber mit geizen werden es mehr, auf jeden fall. das heißt, wenn man es einigermaßen richtig macht.

ich bin also mehr eine liebhaberin, denke ich. (und nicht nur eine tomatenliebhaberin.) doch im gärtner-blog steht es genauer, sogar mit bildern.

fasten für die kluft

kaum hat die motorradhose, eigentlich eine zunfthose ohne schlag, mir verdeutlicht, daß es keine schlechte idee wäre, in absehbarer zeit so etwa drei bis vier kilo weniger zu sein, wenigstens, damit sie mich nicht derart quälen muß, habe ich einen derartigen hunger, nahzu ständig. irgendwie klar. oder?

die halbe nacht gedacht, anschließend gebissen. nicht geträumt. morgens den geschmack von blut im mund. an die arbeit.

geplündert

heute hat es unvermittelt ein großes loch in mich geschlagen. ich weiß, was es war, es traf mich nicht unvorbereitet. ich pflege hinzusehen, immer. ich weiß mehr als ich glaube. und ich glaube viel. doch nun staune ich doch. wie klarheit brennen kann. wie verachtung und nichtigkeit in übelkeit münden. zwangsläufig. wie falsch ich war, sehenden auges. wie leer ich jetzt bin.

mobil

ein bißchen spät vielleicht, aber doch irgendwie gerade recht. die maschine ist wieder da, mit funktionierender kupplung, frisch geputzten vergasern und einem geschweißten auspuff. das heißt, daß ich nun nach über einem jahr wieder ein nahezu voll funktionsfähiges motorrad haben werde. eines, mit dem ich fahren kann, ohne ständig zwischengas zu geben und einen mittelprächtigen lärm um mich herum zu verbreiten. also ohne mich damit bei jedem schnösel zum affen zu machen. besser zur äffin, das kommt ja immer besonders gut. statt dessen ein ruhiger, tuckernder sound, ganz so, wie ich es mag. das ist so fein, und das in dem alter. baujahr 86, also immerhin ein viertel jahrhundert inzwischen. fehlt nur noch die zerfetzte sitzbank, die mal einen neuen bezug vertragen könnte. dann hätte ich sogar noch einen trockenen arsch.

blöderweise habe ich eben versehentlich dieses biozeug getankt. nicht daß ich jetzt in panik wäre, daß mir die alte kiste womöglich um die ohren fliegt. nein. aber sollte man in dieser welt wirklich benzin anbauen?

ausweg

keine neue erkenntnis, nur wieder einmal gelebter alltag: wenn alles falsch ist, kann niemals etwas richtig werden.

letzter versuch, für ein funktionierendes netz zu sorgen. also für mich persönlich natürlich. stick aktiviert, netbook geladen.

und jetzt ist feierabend.

dual

schrauben vereinen ja in sich auf wunderbare weise den dualismus. vielleicht ist es auch dualität, ich weiß nicht so genau. auf jeden fall finde ich darin in sehr vereinfachter form einen grundlegenden zwiespalt. bei jeder näheren begegnung mit ihnen frage ich mich, ob ich sie besser nun links herum oder rechts herum schrauben sollte. und nie gibt es eine eindeutige antwort.

sonntagsfrust, ohne bike in der sonne

den neuen kupplungsgriff hab ich nun drin, immerhin. (gestern verschämt einen versierten motorradbastler nach möglichen tips und tricks ausgefragt und dabei dann den offensichtlichen fehler erkannt.) hilft aber alles nix, wenn die stellschraube seltsamerweise die oben abgebildete form aufweist. und das, obwohl sie vielleicht gerade ein halbes jahr alt ist. (die kontermutter nicht beachten, die ist deutlich älter.) ich hab den zug da rausgekriegt, kaum zu glauben. (nicht ganz ohne spuren zu hinterlassen, leider.) aber rein krieg ich das ding definitiv nicht mehr. keine chance.

somit ist nun passiert, was ich unbedingt vermeiden wollte. ich muß jemanden herbitten. (shit!)

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