am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ich spiele spätzünder dieser tage, komme schwer in die gänge, drehe dann aber kräftig auf zur nacht. macht ja eigentlich nix, kommt in seiner gesamtheit dennoch reichlich frustig rüber. leider.

gewicht

ich zerre an den dingen, die eigentlich ganz leicht wären. hab aber heute keine chance, ist irgendwie nicht mein tag. morgen dann.

gefangenschaft

meine migräne sitzt mir im gesicht, macht mich zum tier in käfighaltung. wie früher. migräne, das ist starre angst, fleischgeworden.

flickbarkeit

auftragen, das ist so ein omawort. es bedeutet, daß man seine kleidung benutzt, bis es wirklich nicht mehr geht. also bis zur grenze der unflickbarkeit. danach wird das restmatererial zu putzlappen oder ähnlichem weiterverarbeitet. das alles ist ein wenig aus der mode gekommen.

migräne kommt pünktlich. und ungelegen. ich gehe. flüchte. vielleicht hilfts.

auf dauer betrachtet ist die leere textbox auch nichts anderes als das weiße blatt papier.

ich schniefe aus den augen. so kommt es mir zumindest vor. mal sehen.

früher frühling, auch vorfrühling genannt, das will ich ja immer mit early frost übersetzen. hab ich jedesmal sofort im kopf, diese wortkombination, gleich als nächstes weiß ich dann, daß es eigentlich unsinn ist. oder auch nicht. frühling ist leben. und tod.

vielleicht, am ende

alles wichtige für heute ist getan. alles andere liegt irgendwo herum, ich kann es nicht mehr sehen. könnte ich es noch sehen, nähme ich es mir vor. eventuell. womöglich aber auch nicht, es ist so diese zeit. alles ist dunkel und am ende, wenn alle listen abgearbeitet sind, kommt vielleicht gar kein tag mehr. wer weiß?

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