am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

zahnärztin überlebt. ich. und sie auch.

grüne tomaten

heute die letzte ernte eingefahren. so viel! was mach ich nur mit so viel grün?

neualtes zeug, geräumt

der neue, eigentlich aber auch irgendwie alte, sessel hat so seine eigenarten, mit denen er ungeahnte folgen provoziert. keine kosten immerhin, zum glück. er will nur einfach nicht an der stelle stehen, wo der alte alte sessel jahrelang gestanden hat. jetzt mußte ich also das ganze wohnbüro umräumen. möbel rücken, kabel sortieren und neu verlegen, zwischendurch ein bißchen saugen und wischen, sogar bilder umhängen. eigentlich hätte ich auch noch ein paar unvermittel zutage getretene flecken auf den weißen wänden wegpinseln sollen. das kommt dann morgen, denke ich.

einstweilen genieße ich die tatsache, daß ich nach getaner arbeit nun im sessel sitzend nicht mehr auf die steuerunterlagen – mittig, rechts im bild – gucken muß. sondern wahlweise aus dem fenster, auf die alte uhr oder sogar auf den kleinen fernseher. in den allermeisten fällen natürlich eigentlich in irgendein buch oder heft, in die eine oder andere zeitung, vielleicht auch mal wieder in eigenes zeug. was solche neualten sessel alles können.

das sind doch alles nur momente. das ganze leben.

manchmal, sehr selten, ist mir danach, mich total zu betrinken. restlos, bis zum völligen weltverlust. natürlich tue ich das nie. ich lebe weiter, bis irgendwann der letzte rest aus mir herausgekratzt ist.

ach gott, ja

es gibt also schimpfworte für deutsche, was für eine überraschung. und diese bezeichnungen haben auch noch mit lebensmitteln zu tun, mit kartoffeln, kraut und schweinefleisch. du liebe zeit. ich erinnere mich da noch an so schöne und überaus anschauliche deutsche begriffe für die vielen anderen um uns herum, die da lauteten: polaken, spagetthifresser und kümmeltürken, käsköppe, schluchtenscheißer und piefkes. ach nee, piefke, damit sind ja schon wieder der deutsche mit gemeint. mannomann, was für ein unsinn.

glück auf!

mein opa war ja kumpel in essen, also bergmann, noch genauer anschläger, also signalgeber, und worte wie lengede oder alter mann muß man da einfach kennen. und kennt man dann auch, ohne wenn und aber. (niemals denke ich bei anschläge auf anhieb an den 11. september oder so.) um so erstaunlicher, daß die art und weise der rettung der chilenen heute offensichtlich genauso funktioniert wie damals. und auch so gut wie genau so aussieht. nur eben in farbe und von kleinen kameras rundumbegleitet, wo in lengede vor allem das radio vor ort war.

arschkalt hier. 16° im wohnbüro und die heizung kommt nicht auf touren. ich hab jetzt alles aufgedreht, um die anlage mal so richtig in schwung zu bringen. und wenn dann alles heiß ist, vielleicht mal eine kleine entlüftungsrunde? keine ahnung, hab ich hier noch nie gemacht. so ein gesamthaussystem ist mir irgendwie unklar.

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