am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

mit den dingen verschwindet die liebe, irgendwann. das ist meine hoffnung. und der größte schrecken dieser welt.

on the way

glam schreibt über angst heute. über seine angst, die angst, die ihm schon einmal thema war. jeder geht seine runden, schreibe ich dazu, weil mir besseres nicht einfällt. weil auch in mir der herbst beginnt, der winter vielleicht. noch so ein winter, warten auf das licht.

ich bin anders, kein fetzen angst und schon gar keine panik tritt jemals an die oberfläche. vermutlich bin ich auch tatsächlich kein besonders emotionaler mensch. kalt wie eis, hat meine mutter das genannt. kein mensch, nur ein fisch. natürlich hat sie unrecht. was angst ist, weiß ich. und mich weiß, was aus angst wird, wenn sie einfach nie aufzuhören scheint. jahre und jahrzehnte hatte ich kein anderes thema. keine ahnung, wieviele tage, wochen und monate (am stück gerechnet) ich andere damit genervt habe. auf die eine oder andere art, besonders die eine freundin. in mir sind es eben jene jahrzehnte. in mir war es niemals still davon, kein tag und keine nacht.

bis vor ein paar jahren, nach all der arbeit war plötzlich schweigen. ich weiß nicht warum, aber seitdem herrscht stille. selbst musik regt mich kaum noch auf. ich lebe wie im vakuum, im nichts. die früh gelebte qual hat keinen wert mehr. bleibt also ratlosigkeit, für die nächsten jahre und jahrzehnte.

müde. weil das leben aus falschheit besteht, aus lüge. weil kein platz ist, nirgends

verkorkster tag. fünf stunden bis der aufwachkopfschmerz endlich verschwunden war. dann lauter arbeit für nix, sämtliche termine für morgen wurden soeben abgesagt. nein, nicht von mir, neinnein.

ich nähe jetzt mal den knopf an, der schon seit tagen darauf wartet. vielleicht erfüllt mich das mit sinn.

forever links

okay, kiesern fällt heute mal aus. muß, es geht nicht anders. der nacken spielt nicht mit. schnell noch, wie geplant, bei der werkstatt vorbeifahren, wegen der sache mit den vergasern, ist auch nicht drin. ich kann den kopf heute einfach nicht nach rechts drehen, bin über nacht links wie festgetackert worden. und motorradfahren ohne schulterblick, das ist in berlin einfach unverantwortlich.

was solls, morgen ist auch noch ein tag. morgen wird alles wieder gut, sowieso. und links ist immerhin besser als rechts.

echtes leben

mir ist, als hätte ich tatsächlich mal so etwas wie ein wochenende gehabt. eine pause von der welt, auch von den nachrichten, das vor allem. das ist ja kaum noch auszuhalten in letzter zeit. am samstag also eine sehr angenehme, weil sehr entspannte party, ohne sarrazin und stuttgart, ohne jegliche demokratiedebatte. muß auch mal sein. statt dessen eine höchst charmate junge katze als stets verfügbare gespielin und ein prächtiges büffet, das mir ein ganzes kilo zuwachs in einer nacht beschert hat. ich sag nur: mousse au chocolat! nun ja.

deshalb muß ich jetzt an dieser stelle einmal fragen. ist dieses bild jetzt echt? oder vielleicht doch satire? das weiß man so richtig ja nie, via twitter.

auf die bremse

gerade die zwei schrauben an der rechten bremse wieder festgedreht. dabei festgestellt, daß das bremselement, wenn es sich denn ganz losgerüttelt hätte, nach unten hätte wegrutschen können, wo es dann letztendlich durch die bremsleitung gehalten worden wäre. logisch. und aus der position heraus wäre dann ein eleganter schwung in die „aluspeichen“ des vorderrades hinein möglich, vermutlich sogar wahrscheinlich gewesen. die vorstellung amüsiert mich definitiv nicht. darüber denke ich wohl einfach nicht intensiver nach.

auch die frage, ob das womöglich absicht gewesen sein könnte, breche ich besser im ansatz ab. irgendwer hat die bremsbeläge gewechselt, das war im juni oder so. ein anderer jemand hat später dann den reifen gewechselt. keine ahnung, wer von denen mit der bremse blödsinn angestellt hat. ich will es gar nicht wissen. diese art der ungewißheit ist mir auf jeden fall lieber als die vorstellung, daß es da draußen absolut indiskutable neuköllner geben könnte.

wenn man nicht alles selber macht! (ja, ich habe gerade alle auch nur irgendwie sichtbaren und erreichbaren schrauben und muttern gecheckt.)

ungebremst

nachts durch berlin fahren und mich über die seltsamen geräusche wundern, die das motorrad plötzlich macht. irgendetwas vibriert vor mir, am lenker oder an der gabe, immer beim anhalten oder in der kurve. das ist wirklich kein gutes gefühl.

zuhause angekommen stelle ich fest, daß die bremse, die auf der rechten bremsscheibe sitzt, lose ist. soetwas kommt nicht von allein.  jemand hat mir die schrauben, die die bremse halten, gelöst, irgendwann in den letzten wochen. gehört hatte ich das schon einmal, ganz kurz und ganz leise.vor ein paar wochen, in einer anderen nacht. keine ahnung, wie lange es dauert, bis sich die dinger sich so losgerappelt haben. man hört das wohl nicht tagsüber.

im zweifel hat also mein schrauber gepennt, aber sicher bin ich da nicht. wie auch immer, schwein gehabt. und morgen pack ich mir besser mal den knarrenkasten und laufe eine runde um die ganze maschine. sicherheitshalber.

migräne mit medikamenten gebrochen, nach 36 stunden. riskantes spiel, funktioniert oft nicht mehr. und dann ist es zu allem anderen auch noch sinnlos kostspielig. na, was solls. scheint geklappt zu haben.

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