am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

mist! ich hab die letzten pflanzen auf dem balkon völlig vergessen. eben dann auf den tacho geguckt, eher zufällig, und -6° festgestellt. also das zeug schleunigst reingeholt, aber wenigstens eine sieht jetzt schon aus wie verfaulter salat. sattes saftiges grün, war total eingefroren. ist jetzt matsch, verdammt.

dabei war gerade die wie wahnsinnig gewachsen im sommer. ja sommer. das gibt es ja auch noch, irgendwo.

novembermemme

was für ein unproduktiver tag. ich hab nur den rechner gewartet und ein paar neue programme installiert oder entfernt, den balkon winterfest gemacht, dabei die letzte tomate geerntet, überall staub gesaugt, das bad geputzt, eine provisorische webseite für eine freundin gebastelt – nix besonderes, nur baukastenschrott – zwei rundmails geschrieben, drei sachen eingekauft, dabei das klopapier vergessen, und zehn gedichte und fünfzig seiten jugendbuch gelesen. letzteres ist schlecht übersetzt, sogar deutschfehler kommen vor. wie soll ich so arbeiten?

zum bügeln bin ich nicht gekommen. ich bin eine memme.

kinderhaus, fertig

und soeben abgeliefert. bin gespannt, welche farbe es demnächst erhalten wird. oder ob es vielleicht einfach mediterran weiß bleibt. zumindest in besitz bewohnt wurde es schon fleißig.

gute güte, ich bin so müde, daß mir schon schlecht ist. ich kann also nicht anders, ich muß mich wiederholen: mitte november beginnt definitiv meine tiefschlafphase winterzeit, und das wird auch im alter nicht weniger. eher im gegenteil.

immerhin ist bislang davon auszugehen, daß sich diese elende quälerein ungefähr zur sonnenwende wieder legen wird. möglicherweise.

murmeleinschlafphase

der november hat endgültig angefangen, mich mächtig anzufressen. wo kein licht mehr ist, hilft kaffee auch nicht mehr. ich arbeite mit ibuprofen und voltaren dagegen an. es tut aber trotzdem weh, wach zu bleiben. wach bleiben zu müssen, so als murmelmensch. das ist doch kein leben.

free view

es muß irgendwann im sommer gewesen sein, ein strahlender tag,  als der große böse google bei mir vorbeigefahren kam. ich hatte das balkonrollo heruntergelassen, zum glück, da muß man jetzt das haus auch nicht verpixeln.

gelassenheit

berlin im frühling. sonne satt und sicher 18° am nachmittag. und das, wo es gestern fast nur geregnet hat.

das schleunigst erstandene gaphitpulver im tacho hat übrigens nicht viel gebracht. damit blieb alles beim alten. ein herzzerreißendes gejaule, schon bei geringem tempo. mit deutlichen bauchschmerzen hab ich dann schmieröl hineingesprüht, schließlich habe ich keine ahnung, ob das tachoinnenleben öl grundsätzlich überhaupt verträgt. neben der mechanik des tachos sind dort ja auch noch elektronische komponenten zu vermuten. die tankanzeige zum beispiel. öldruck- und batterieanzeige sind allerdings seit jeher platt.

das öl hat es dann gebracht. kein gekreische mehr, nur noch das rauhe knattern der maschine. naja, des auspuffs vermutlich. aber so war mir noch – in aller ruhe – eine nette kleine stadttour gegönnt, um das öl im tacho so richtig schön in die letzten ritzen zu verschleudern. im vielleicht letzten sonnenlicht des jahres. das mächtige halstuch hatte ich dabei zu hause gelassen, nur die dünne regenhose über die jeans gezogen und in den dicken winterhandschuhen wurde mir nach einer weile so richtig warm.

die tankanzeige funktioniert noch, bislang, und fröhlich warnt die defekte batterieanzeige, wie gehabt. also, alles wieder fein. einstweilen.

wenn die müdigkeit nicht schläfrig macht, sondern erfinderisch. wer kann sich das schon leisten?

hysterie

geiles wetter. das motorrad macht noch keine anstalten, etwa nicht mehr anspringen zu wollen. ich also los, zum kunden. nach dreißig meter fängt die schon seit ein paar tagen leise singende tachowelle an zu schreien, nach zwei kilometern kreischt sie. so laut, daß ich sie noch mit tempo 100 auf der bahn höre.

später, auf dem weg durch steglitz, gucken mir die leute nach, alle. nein, ich stehe nicht gern im mittelpunkt.

zum glück ist alles still, wenn das motorrad steht, selbst wenn der motor noch läuft. dann dreht sich ja auch die welle nicht. graphitspray habe ich leider keines dabei, also geht es genauso auch wieder zurück. auf der sonnenalle wird das kreischen dann hysterisch, die menschen winken mir freundlich zu. sie spenden sogar applaus, das macht man hier so. wenn jemand offensichtlich einen miesen auftritt hinlegt.

auch zu hause, kein graphit! ob ich mich morgen so zum baumarkt traue? ob es überhaupt die welle ist? und nicht vielleicht der tacho selbst? die verdammte maschine versucht echt, mich fertigzumachen dieses jahr.

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