am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

diese tage, an denen ich abends irgendwann die zeitung aufschlage. vielleicht. (denke immer noch darüber nach, endlich abzubestellen.)

diese dinger sind nun also eingebaut. mit dem vorläufigen ergebnis, daß jeder einzelne heizkörper jetzt entweder wie ein wasserhahn rauscht oder in verschiedenen, nicht näher festzulegenden positionen hochfrequentig pfeift. ob die heizung notfalls auch nachts noch wärme liefert, habe ich bislang noch nicht ausgetestet. das wäre dann wohl die krönung. mit handschuhen und wollmütze am pc sitzen zu müssen.

mitunter vernichtet es einem ja die wenigen tage, die tatsächlich frei wären für echte arbeit. schreibarbeit. auf die eine oder andere art, das ist egal. die ärgerlichste ist erschöpfung oder krankheit. die übelste, keine internetverbindung zu haben. heute schlägt alles auf einmal zu. der tag ist, kaum daß er angefangen hat, schon in winzig kleine stücke zerschlagen. so geht gar nichts.

das fahrrad ist auch platt. aber gut, das ist zu bewältigen. und das netz geht wieder, wie man sieht.

ich muß mich wieder einmal wundern. über mich. hatte ich im hauptstadtblog nicht neulich erst bekundet, daß ich dünne bücher mag? so 100 bis 150 seiten? das reiche doch für einen roman, für ein zeitgemäßes format. hatte ich das nicht behauptet.

und was mache ich dann? fange nach dem einen 400 seiten schmöker gleich den nächsten wälzer an.

naja, es lag halt da gleich neben dem bett. ein griff, und es war (um mich) geschehen. aber so war das ja schon immer, mit mir und den büchern.

also

gegen mittag auf einmal latente hektik auf der baustelle vor meinem schlafzimmerfenster. plötzlich sind mehr als drei arbeiter gleichzeitig zu sehen. diese laufen auch hurtig noch hin und her, statt, wie sonst mitunter, mal ein paar minuten untätig im bagger zu sitzen, ein anderes mal still am sandhaufen zu stehen und zu rauchen. offensichtlich ist die bauleitung anwesend.

einer der männer ist ganz besonders aktiv. neben ihm eine kleine frau mit langen haaren und einem packen papier in den händen. sie zeigt und winkt in alle richtungen. er nickt, er ruft, er läuft voraus und kommt wieder zurück. er ist zuständig, ohne zweifel. sie gibt die richtung vor.

die bauleitung ist also weiblich. offensichtlich.

sonne!

der komische, lange stengel auf meinem balkon hat sich nun doch noch entschlossen, eine blume zu sein. eine echte, wenn auch recht kleine sonnenblume. sanft schaukelt sie im herbstwind. sieht richtig fröhlich aus dabei.

nun wäre es eine idee, draußen zu sitzen, ein letztes mal in diesem jahr. es ist wirklich wunderbar warm in meiner geschützten sitzecke. leider ist es wegen der bauarbeiten, derzeit werden dicke rohre geflext, ziemlich laut. und es riecht nach heißem metall.

man kann eben nicht immer alles haben. man kann überhaupt nie irgendwas haben. hat meine mutter schon immer gesagt. stimmts!?

die kleine sonnenblume schüttelt den kopf. ziemlich heftig.

schreib was schönes, sagt die geliebte, bevor sie nach hause fährt. ich versuchs. (aber nicht hier.)

bagger

da verläßt man sich einmal auf die bauarbeiten direkt vorm schlafzimmerfenster und stellt vertrauensvoll den wecker aus. ist ja ohnehin genug lärm, den lieben langen tag, von früh bis spät. und was dann? da hämmern die heute nur morgen ein bißchen. nicht so wie gestern, als der bagger noch vor acht in dauerbetrieb war:

aber schick, so ein baggernder bagger. einen moment lang konnte ich verstehen, warum mein kleiner bruder als kind so grenzenlos begeistert war. haben was saurierartiges, die dinger.

back to the roots

in letzter zeit schalte ich den rechner meistens noch vor mitternacht aus. um zu lesen. ich meine so richtig, mit papier und seiten umblättern. ein buch. das ist schön. sonst habe ich ja oft nur noch gejammert, daß ich nicht dazu komme. vor lauter internet. damit ist jetzt erstmal schluß.

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