am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

it’s white!

seit mein haupthaar in originalfarbe erstrahlt, also mit kräftigen weißen batzen durchzogen ist, werde ich immer wieder für blond gehalten. gut, das geschieht vorwiegend in düsteren, zumeist rötlich beleuchteten spelunken, zum glück. dennoch finde ich das einigermaßen erschreckend. nie im leben war ich blond, noch werde ich das jemals sein.

was ist das nur? traut man mir mein alter nicht zu? paßt das weiß nicht zu meinem makellosen, faltenfreien teint? ;-)

der pisser draußen macht sich nicht die mühe, einen baum zu suchen. er pißt an die hauswand gegenüber. ich kann es hören, bis in den zweiten stock. ich sehe, wie es ihm entgegenläuft, zwischen den schuhen hindurch. der pisser hat die hose noch nicht wieder zu, als er zwischen zwei autos auf die straße geht. genau in meine richtung. dabei grunzt er den rotz hoch und spuckt aus, mehrmals. dann erst greift er nach dem reißverschluß, kriegt ihn aber nur schwer zu fassen. der pisser trägt eine strahlend weiße unterhose.

bärchen?

genug der schönen worte. auf dem markt gewesen und käse, salat und ne tüte radiergummis gekauft:

riesiges buch gekauft und stundenlang drin versunken. :-)

morgen dann wieder an die listen und pflichten. versprochen.

adrenalin

termin außer haus, zwei stunden englischcoaching. die maschine steht derweil draußen vor der tür an einer straßenecke, als letzte in der reihe der parkenden fahrzeuge. sie steht anders, das sehe ich sofort, als ich wieder rauskomme. ich brauche keinen halben meter, um sie auf den hauptständer zu stellen. doch ungefähr so lang sind jetzt die spuren auf dem asphalt. hat die kiste jemand dahingezogen, oder was? so ein blödsinn.

das rätsel löst sich in dem moment als ich draufsitze und losfahren will. lenker und gabel sind nach links verschoben, alles ist verdreht, irgendwie aus dem lot. wieder einmal. die maschine ist also hingeschmissen worden, umgefahren und dann wieder hingestellt. als ob nichts wäre. na prima, besten dank.

ich fahre weiter, gleich zu meinem schrauber. der ist mir eh noch was schuldig, und so schlimm ist es auch wieder nicht. nur unbequem. und ärgerlich, wenn da noch nicht mal ein zettel steckt. (oder sind autofahrer tatsächlich so blöd, daß sie keine ahnung haben, wie empfindlich ein motorrad ist? soll ich das annehmen, großzügig und gutmütig? ich weiß nicht recht.)

das timing stimmt, mein schrauber winkt aus dem fenster, kaum daß ich vorgefahren bin. beinah im selben moment quietschen bremsen hinter mir und dann kracht es. gewaltig. an der stelle, wo ich vor knapp einer minute abgebogen bin. ein adrenalintag, denke ich. aber harmlos, für mich, zum glück. in zwei stunden ist dann auch die gabel wieder gerichtet.

die leute auf der straße, die kinder vor allem, rennen übrigens sofort los, um das unfallgeschehen aus der nähe zu betrachten. kein fahrrad, sagt die frau aus dem laden erleichtert. keinem was passiert, stellt eine andere fest. nur blech. ich weiß nicht, ob das zutreffend ist oder nur hoffnung. ich warte weiter auf meinen schrauber. die rasen aber auch immer hier, sagt der als er neben mir steht. ich weiß, ich wohne auch an der weserstraße.

den roten wagen hat es bis auf den bürgersteig geschleudert, das sehe ich aus den augenwinkeln. mehr mag ich nicht. ich mache auch kein foto, fürs blog hier. nö. wozu?

wer den schaden nicht hat

„Altersfreude ist die schönste Freude“

diesen fiesen spruch hält mir ein geldausgabeautomat der berliner sparkasse eben vor. sehr zu meiner belustigung.

ziemlich viel zeit vertrödelt heute. andererseits ist es ja mitunter gerade diese zeit, die zählt. und sich am ende auszahlt.

bestandsaufnahme

was tut man an klammen, düsterdepressiven tagen, wie dieser einer ist. pflichtprogramme am pc abarbeiten. dann aufräumen, wäsche waschen, müll runtertragen. und schließlich den kleiderschrank inspizieren, bis in die tiefsten tiefen hinein. auch wenn das am ende noch deprimierender ist als das blöde wetter.

inzwischen sind alle hosen durchprobiert. dabei mußte der erkenntnis ins auge geblickt werden, daß etwa die hälfte nicht mehr paßt. auf ewig nicht mehr paßt, die zeiten sind vorbei. das ist bitter. von den verbleibenden sind noch einmal die hälfte durchaus ein wenig eng zu nennen, aber eventuell vielleicht doch noch zu bewältigen. mit einem oder zwei kilo weniger zumindest, was nicht gänzlich ausgeschlossen erscheint. fast genauso sieht es bei t-shirts und hemden aus. gut ein viertel des bestandes, allerdings zum teil auch schon seine 10 bis 15 jahre alt, wandert unprobiert in die große tüte. aus den augen, aus dem sinn. jetzt ist der ohnehin recht kleine schank gähnend leer. (zugegeben, an dem punkt bin ich wohl keine echte frau.)

manchmal muß das einfach sein. und gerade eben kommt dann auch die sonne durch. na sowas.

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