am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

#insight

endlos gerödelt heute, aber kaum gearbeitet. zwischen allem habe ich nichts mehr im sinn, rein gar nichts. die welt, wie sie mir war, ist nicht mehr. auch wenn alles schon fast wieder ist wie immer. es sieht nur so aus. es kommt nicht wieder.

ich muss alles neu oder anders. oder eben nicht. lernen. das ist schmerzhaft, ich bin zu alt.

also ich muss nichts, ich muss nur arbeiten. schreiben! auch das ist schmerzhaft. aber ohne das sehe ich nichts mehr vor mir, wie früher. keine zeit, keine welt. kein sein.

das ist /wieder/ aus mir geworden.

movimiento

so sieht es aus mit mir, wenn es mich quält, bis ins innerste. sinnfrei und absurd, nicht zu vermitteln. selten nur lebe ich das aus, setze es frei, noch dazu ins netz. so also sieht es aus.

es kostet mich, das steht fest. es bringt die dinge in bewegung, menschen und illusionen. das ist gut, denke ich. den preis zahle ich gern.

was für ein eigenartiges wochenende. vieles im wechsel, neues und altes und überraschendes. viel arbeit auch, aber kaum schreiben. dabei geht es jetzt wieder ans schreiben, eigentlich. ich würde hier davon erzählen wollen, wie immer. dafür war dieses blog ja auch ursprünglich gedacht, vor inzwischen fast 20 jahren. als schreibprotokoll. für diesmal bin ich aber nicht dazu gekommen, wieder nicht.

allerdings habe ich tatsächlich gleich heute morgen mein twitter aufgeräumt. viel unhöflichkeit und dummes geschwätz entfernt, leichen auch, seit jahren tote accouts, und all die, die doch nur wackelbilder (gifs) und videos posten, die ich dann immer wieder stillstellen muss. facebook ebenso, aber das ist komplexer. da ist ein anfang gemacht, doch das geht wohl noch ein bisschen.

so gesehen schon irgendwie ein gutes wochenende, passend zumindest. jetzt bin ich erschöpft und traurig, so viel geht verloren in dieser zeit. das wichtige vor allem, in all dem driss. das tut weh, im nacken, in den kiefergelenken und hinter den augen. es sticht im rücken, das linke ohr pfeift. es reicht!

gute nacht, freunde

was sagt das über mich, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, jemals 36 gewesen zu sein. zweimal 18. oder auch nur 42, das jahr, in dem ich mich entschloss, nach berlin zu gehen. ausrechnen kann ich das, aber erinnern?

und was sagt es über mich, dass ich mich an form und prägung meiner kindheit erinnere, sofort, wenn nur das richtig lied gespielt wird. nachts im fernsehen vielleicht, in einer dieser shows, in denen die hits aus bestimmten jahrzehnten aneinandergereiht werden.

aber das ist der plan, denke ich. oder der sinn, keine ahnung. das ist es, was sich noch regt in mir.

läuft wieder

alles wieder einigermaßen normal mit dem knie. gut geschlafen, nicht unnötig aufgewacht aufgrund von übermäßigen schmerzen. müßig länger darüber nachzudenken, was das gewesen sein könnte. die umstände eben. das herumkriechen auf dem küchenboden und diverse, altbekannte sollbruchstellen meines körpers. arthrose und arthritis, was solls?

heute habe ich das alles mal gelassen, all das reparieren und bauen. ich war nur einkaufen und hab dann am schreibtisch gesessen, gearbeitet vor allem. kein schreiben, nein, aber ein bisschen was an dem übersetzungsdauerauftrag gebastelt. das heißt, mich eigentlich erstmal wieder eingefuchst, nach dem kurzurlaub. ich war zwar nicht weit weg, aber solche arbeit war dann doch weit in den hintergrund gerutscht. jetzt ist alles wieder da, und weiter gehts, eins nach dem anderen. das rechnet sich, immerhin.

zwischen allem denke ich viel, an das was war. das änders sich gerade. das hätte ich nicht gedacht, aber das weiß man schließlich nie.

ich weiß nicht, warum. ich frage auch nicht danach, nicht mehr. aber dahinter lebt das schreiben.

in die knie

vor sieben aufgewacht, und das an einem sonntag. weil das rechte knie nicht mehr bewegt werden wollte, ohne gleich loszubrüllen. oder mich brüllen lassen zu wollen. irgendwas hatte sich festgehängt oder eingeklemmt. genau so war es schon am freitag gewesen, und am samstag auch. wenn auch weniger, dass ich schon dachte, es würde wieder gut.

ich tippe auf überlastung, das kriechen unter den spültisch. das viele aufstehen und wieder hinhocken. dazu bin ich viel radgefahren in der schreibwoche, mit ordentlich freude an ein bisschen kraftaufwand. das sollte ich nicht, beide knie sind schon seit jahren, jahrzehnten latent geschädigt. und die stelle kenne ich, genau da ging es mitte dreißig los.

könnte natürlich auch das rheuma sein, obwohl das unter der medikation meistens ziemlich ruhig ist. wie soll ich das wissen?

selbst laufen war schwer, eine hose anziehen oder die treppe gehen. so ging das los, heute morgen. dabei hatte ich dinge vor. noch einmal zurück in die kleine stadt fahren, das alte rad zurückholen und bis zum nächsten mal in die küche hängen. vor ort noch ein wenig fotografieren vielleicht, noch einmal in diesem ziemlich winzigen café hervorragend speisen und zuletzt von charlottenburg aus nach hause radeln. oder eben nicht, mit dem knie.

hat alles nur so halb geklappt. der s-bahn-verkehr war ein desaster heute. nur ausfall und warterei, am ende ein rauswurf aller passagiere in halensee, verbunden mit dem hinweis, auf die bvg auszuweichen. (bundespolizeieinsatz.) dabei hatte ich bis hermannstraße ringbahn fahren wollen, eben um das knie zu schonen. ja, von wegen.

am ende waren es dann über zehn kilometer, lockeres treten mit wenig kraft. zum teil mit nur einem bein, dem linken. bis das dann auch anfing zu pieksen. danach war es seltsamerweise besser. das geheimnis maroder, schmerzender gelenke. geschmiert werden sie besser. und geschmiert werden sie durch bewegung. es sei denn, es ist rheuma. da hilft dann nichts.

jetzt bin ich müde. es ist ermüdend, alles. das leben und so. ein glück, dass ich morgen nicht arbeiten muss. wer weiß, wie sich das knie über nacht so macht.

kanalarbeiten

ich bin noch da, ich bin immer da. ich weiß nur nichts zu sagen. das heißt, es gäbe wohl viel, aber ich habe die ruhe nicht, nehme mir keine zeit.

die wurzelkanalbehandlung ist abbeschlossen, ohne allerdings tatsächlich abgeschlossen zu sein. von einer vorgeschlagenen weiterbehandlung auf mikroskopischer ebene musste ich leider abstand nehmen. die methode bewegte sich außerhalb der kassenleistung, es waren mehrere tausend euro im gespräch. da muss ich wirklich passen, rein rechnerisch. was wirklich unangenehm ist, fast schlimmer als das gebohre und gesäge in meinem mund, auf diesem stuhl. aber es ist so.

ich weiß es nicht genau, aber ich glaube, die kleine zahnärztin war deshalb letztendlich vielleicht sowas böse mit mir. keine ahnung. jedenfalls hat sie mich irgendwann nicht weiterbehandelt, es gab auch keine möglichkeit, gemeinsam zu einer problemlösung zu  kommen. ich muss anderswo hin, um wenigstens eine ordentliche kaufläche an besagten zahn gebaut zu bekommen. der rest ist abwarten, ob er mir irgendwann im schädel explodiert. naja, bislang nicht. alles still und inzwischen auch gut in die mundmechanik eingepasst. das könnte also durchaus dauern.

letzte woche war urlaub und ich in der kleinen stadt, zur schreibzeit, wie so oft schon. auch da gab es viel zu sagen, immer wieder, in mir zumindest. bis hierher ins blog habe ich es aber nicht geschafft. nur seltsame bilder habe ich gemacht, siehe oben. ich hatte meine kamera dabei, wie eigentlich immer. diesmal habe ich sie benutzt.

am letzten tag erst, im letzen moment eigentlich, ist mir wieder aufgegangen, warum ich dort bin, so gerne dort bin. alles war ruhig und still, an einem donnerstag mittag. während ich in leichter reisehektik meine sachen packte. so still, dass ich nur den wind hörte, wenn ich ieinen moment lang innehielt. was ich gelegentlich tat, ich weiß auch nicht. der wind und die walnüsse, die vor dem fenster vom baum auf den rasen fielen.

zu hause wartete dann ein total verstopfter spülenabfluss in der küche auf mich, und ich verbrachte stunden, gestern und heute, mit der ursachenforschung. diese lag am ende nicht in meinem zustandbereich, auch kaum meiner reichweite, sondern irgendwo in der wand. ich konnte nur mit einem eher leihenhaften gerät darin herumstochern, was bislang immerhin einigermaßen funktioniert. anschließend musste ich den, bei der sucherei leider etwas in mitleidenschaft gezogenen, spülenunterbau teilweise ereuern. ohne das hätte ich mich weder den betrieb von waschmaschine noch den der spülmaschine getraut. ich musste sogar einen eimer unterstellen über nacht.

alles gut, denke ich jetzt. und wenn nicht, muss eben die hausverwaltung ran. richtig kompliziert war es auch nicht, vor allem aufgrund der ausgezeichnten beratung im baumarkt. ich weiß nun, dass es muffenkitt gibt, und ich habe ihn benutzt. natürlich. aber dass das stundenlange herumkriechen auf dem boden unter dem spülbecken mich derart anstrengt. ist das jetzt altersbedingt, kommt das vom rheuma oder ist das schlicht muskelkater?

heute meine absolute lieblingshose weggeworfen. nachdem ich seit tagen damit herumgewerkelt habe, farbe daran abgewischt, staub und dreck usw. das ding war so derart durch, dass ich beim einsteigen mit dem rechten bein gleich durch drei verschiedene löcher wieder rausgeflutscht bin, statt ordnungsgemäß ganz unten an- und rauszukommen. da hab ich dann entschieden, sie nicht mehr zu waschen. sonder nach unten zu tragen, gleich in den müll. damit ich es mir nicht doch noch anders überlege.

tagtäglich in den letzten eineinhalb jahren, immerzu im homeoffice, immerzu in dieser hose. jetzt ist wird sicher alles anders. oder!?

soviel zu meinem niveau in diesen tagen. ich fürchte, ich hab echt nix mehr zu sagen.

zwischenstände

es ist eine eigenartige zwischenzeit. zwischen den zeiten, sommer und winter zum beispiel. aber auch vor und nach der pandemie, genau in diesem eigenartigen dazwischen, richtungslos, das ist jetzt. oder für mich persönlich, ganz aktuell: vor und nach diversen zahnbehandlungen, ohne einen finalen zustand erreichen zu können. einstweilen.

zwischen zwei büchern auch, die beide noch längst keine bücher sind. und womöglich auch nie welche werden. aber das eine ist geschrieben, immerhin. und das andere tobt durch mich hindurch, reißt mich mal hierhin, mal dorthin. mal sehen.

zwischen all dem zerstöre ich derzeit mein bad. ich weiß nicht, warum oder was ich da eigentlich tue. ursprünglich wollte ich nur nachsehen, ob die beiden wassereinbrüche aus der wohnung über mir, nicht vielleicht doch an strategisch wichtigen stellen tiefergehende schäden angerichtet haben. und dann ein paar neue, passendere latten als stütze für die handtuchbretter anbringen. das heißt also: ein paar frische löcher bohren und die alten verschließen, mehr nicht.

irgendwie reiße ich dabei aber überall mächtig viel tapete herunter, ohne dass das meine absicht wäre. es geht eben ganz leicht, wie von allein. also runter damit. allerdings nicht überall, vor allem nicht über der seltsamen zwischendecke unterhalt des schmalen oberlichts. das ist nur schwer zugängig, dazu habe ich nicht die geringste lust. doch die deckentapete, die ist mir fast komplett entgegengekommen.

so wird wohl alles nur so halb, und ich weiß überhaupt nicht, wie das am ende aussehen soll. zum vorschein kommen auch risse den den wänden, besonders um das abflußrohr von oben. da bröselt es ein bisschen, sicherlich wegen des wassers vor über einem jahr. das werde ich wohl so lassen, müssen. oder wollen. auch das seltsame grün, das hier und da zum vorschein kommt. kein schimmel, alte farbe.

so ist das also, alles. und ich finde es nicht einmal schlecht, so halb zerfetzt, nicht richtig, nicht ganz. tapete klebe ich da ganz bestimmt nicht mehr nach, nur etwas frische farbe vielleicht. der rest bleibt, kaputt.

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