am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

going (4)

well. den ganzen tag viel zu tun gehabt, sachen erledigen, geld verdienen, balkonregal umbauen. (warum auch immer.) geschrieben wieder erst spät, es war schon dunkel, obwohl ich mit der anstehenden szene und zwei dialogfetzen aufgewacht bin, sie sogar notiert habe. das gefällt mir nicht, aber es scheint zu funktionieren. einstweilen. in zwei stunden über eine halbe seite grobes material geschrieben, an dem ich mich dann entlanghangeln, es zurechtbiegen und ausweiten kann, morgen oder übermorgen. das ist fantastisch.

strecke machen, so habe ich das früher genannt. ich erinnere mich. einen pfad ins dickicht schlagen. ein versuch, mehr ist es nie.

going (3)

in den letzten tagen mit meiner arbeitsmoral, der schreibmoral also, gehadert, die ein wenig vor sich hin schaukelt und dümpelt. viel anders war es nie, muß ich gestehen. ich wünschte sehr, ich könnte aufstehen, mich hinsetzen und losschreiben. odr es zumindest versuchen. erst die kür, dann die pflicht. stattdessen schleiche ich durch den tag, erledige andere sachen oder auch  nicht. ich tue alles, nur nicht schreiben. das legt die laune schief, bis ich endlich anfange. das geht, daran scheitert es nicht, nicht im moment auf jeden fall. aber was soll das, daß ich nachts um halb elf endlich an die arbeit gehe. mal gibt es dann einen schnellen flug, manchmal sogar eine ganze seite. abe das reicht nicht, vor allem, wenn es ans überarbeiten geht.

trotzdem: weitere strukturelle überlegungen angestellt, ideen notiert, mich dem personal genähert. da braucht es noch mehr, das ist klar. das ist noch ein manko, das war anders bei meinem ersten roman. andererseits ist es anders, diesmal. ich lerne diese menschen im schreiben kennen, nach und nach. ich lege sie nicht schon im vorfeld fest. ich erkenne sie an den dingen, die sie (mit mir) tun. keine ahnung, ob das gut ist so. ob das funktionieren kann.

außerdem ist festzustellen, daß es nicht nur um familie, um familiengeschichten geht, um die verschachtelten geschehnisse, die ebenso selbstverständlich wie zwangsläufig ineinandergreifen. wer kennt das nicht? es geht auch und vor allem um begegnung, um das kommen und gehen und lassen. keine leichte übung. besonders letzteres.

darum geht es also. einstweilen.

going (2)

fleißarbeiten erledigt. das heißt listen schreiben, jahreszahlen verteilen, durchdenken und korrigieren, immer mit dem taschenrechner neben der tastatur. das alles auch notieren, das gehört dazu. dieses puzzeln, vor allem bei der menge an material, bei den vielen zeitebenen, bei der zeitspanne überhaupt. ich werde alt und so auch die menschen, über die ich schreiben möchte. offensichtlich

namen und alter des personals sind nun also sortiert, damit das material grob strukturiert, vor allem in bezug auf die zeitabläufe. so auch mögliches von unmöglichem separiert, das hilft, tragfähig  weiterschreiben zu können. kapitel lassen sich auf die art noch nicht formieren, aber fünf inhaltlich voneinander abgegrenzte teile zeichnen sich ab. oder möglicherweise vier, genau kann ich das dann doch noch nicht sagen. es ist aber genug, zunächst einmal, um die lücken zu erkennen, in die sich das leben schreiben wird.

jetzt wieder träumen. danach greifen, wenn möglich. in die luft, alles ist luft. noch.

going (1)

es ist soweit, ich fange wieder einmal etwas an. und wieder bin ich mir nicht zu schade, es an dieser stelle öffentlich zu machen. so war das alles hier ganz zu anfang schließlich einmal gedacht. als ich von bloggen noch nichts wußte, womöglich gab es das zu der zeit tatsächlich noch nicht. schreibprotokolle für einen ebenfalls schreibenden freund, auf papier gedruckt und per post verschickt. lange ist das her, fast zwanzig jahre. begleitschreiben an der schnittstelle zwischen arbeit und leben, zwischen fiktion und alltag.

ich bin ein altmodischer mensch, in gewisser weise. ich bin beharrlich und von großer ausdauer und disziplin. ich mache mich also auf und schreibe ein buch. es wird gelingen, diesmal. oder es wird scheitern, wie so manches andere, in den letzten 10 jahren an dieser stelle propagierte projekt. egal.

das ist mein leben.

(und das erste kapitel steht auch schon.)

unterwegs

aktuell: einen weg finden zwischen leben und arbeiten. und schreiben. klappt ganz gut und auch wieder nicht, macht den tag sehr, sehr lang. unendlich vor allem, ohne ende wach. jetzt erstmal musik.

liebe & familie

feststellen, daß das buch, das ich jetzt bald schreiben will, zwei liebesgeschichten beinhalten möchte. genau genommen sogar drei. eigentlich dachte ich, es würden familiengeschichten, ebenfalls drei. also drei bücher. so!

und jetzt?

wie das schreiben (mich) immer wieder von vorn beginnt, immer wieder bei null. wie ich immer wieder vor dem nichts stehe oder mitten darin. wie ich suche, versuche, mich verliere. einzig die angst, ob ich jemals wieder etwas finde.

so ist es eine bereicherung, schreiben zu wollen und schreiben zu können. und ebenso das, was mir mein leben von grund auf ruiniert haben wird. irgendwann womöglich.

nur jetzt. (noch nicht.)

noch einmal durch meine mörderin gegangen, ein letztes mal. jetzt sollte sie fertig sein. und ich mit ihr.

kurz bevor ich mit meiner mörderin endlich fertig bin, versucht sie, den spieß umzudrehen und mich fertigzumachen. gut so. sie zwingt mich, sie niederzukürzen, allen sprachmüll rauszuwerfen. die wortverliebtheiten und den kitsch. wann lerne ich endlich, das alles gar nicht erst hinzuschreiben?

zwei durchgänge heute, von fast 7 auf glatte 6 seiten runtergekocht. aber da geht noch was, morgen.

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