am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

an die grenze

gegen mittag treibt mir meine mörderin die tränen in die augen. ich flüchte, kaufe salat und milch, schinken und nüsse. unterwegs verstehe ich, warum mir in letzter häufiger gesagt wurde, daß man meine texte kaum zuende lesen könne. von intensität war die rede und von gewalt. beides dinge, die mir – warum auch immer – nur ein achselzucken abverlangen. normalerweise. jetzt aber mag ich selbst nicht weiter, schreiben.

am nachmittag tue ich es trotzdem, bis hinten raus, bis zum schluss, einfach durch. denn so kann es nicht bleiben, in mir. wie auch die meisten menschen meine texte zuende gelesen haben, trotz allem. und morgen ebenso, weiter geht es, bis alles mögliche erreicht ist. bis an die grenze.

danach aber werde ich die richtung ändern, müssen und wollen.

(und das mit der geige schreiben. vielleicht. aber da ist ja noch mehr.)

heute, gleich nach den wichtigsten brotberuflichen dingen, das schreibchaos von gestern nacht geglättet, gebügelt, gerettet. gutes gefühl, besonders auch, mal bei licht zu schreiben. bringt klarheit, könnte zumindest sein. wird sich zeigen. ist aber auf jeden fall weit weniger paranoid.

schreibverzweiflung. wenn die story sich hochkocht, an allen ecken und enden über die ränder kriecht, und doch nichts einen sinn ergibt. nur noch verzweiflung. ist das überhaupt eine geschichte? bin ich nicht selbst meine mörderin?

ob ich das noch halten kann? aushalten auch.

risse & licht

disziplinierungsversuche, wenigstens was die vernachlässigte, im besten fall hingeschluderte meditationspraxis angeht. im ansatz zerrissen durch eine ebenso klare, wie freundliche mail am morgen, die türen aufreissen könnte. möglicherweise. kein zweifel, ich bin im thema, wieder dicht am strom, aus dem ich schöpfen könnte. schöpfen kann. alles voller fragen, auf einmal, die ich zu beantworten in der lage bin.

ich krame also eines der restexemplare von lucas aus der zweiten regalreihe hervor, um es zu verpacken, auf die post zu bringen in den nächsten tagen, auf eine wichtige reise zu schicken. und zur errinnerung, so liegt es jetzt da, links neben mir auf dem tisch.

auch das ein riss, durch den ich sehe, für einen augenblick, was das alles bedeutet. was es mir ist und wieviel. was wiederum in sich eine art undisziplierte mediation darstellt.

jetzt ist es fast dunkel. ich verbleibe, einstweilen, ein wenig atemlos.

geschenke

schlaflosigkeit, bzw. die unfähigkeit einzuschlafen, wenn man zu lange damit gewartet hat, fühlt sich an wie fieber. fremd im körper glüht der geist, rastlos vor erschöpfung. bis sich, am anderen ende der verzweiflung, eine form findet, ein satz vielleicht. der sich dann zufällig als beständig erweist, als tauglich sogar, für die eröffnung des anstehenden längeren textes. das fieber wird körperlich in diesem moment, wird zu einen schwingen und strömen tief im vernachlässigten körper, der daraufhin endlich zu schweigen bereit und in der lage ist.

das ist ein geschenk.

mich dann nachts stundenlang wach herumwälzen, weil ich vor diesen zwei sachen – ein text und ein exposé – hocke und sie anstarre. weil ich in ihnen den punkt gerade nicht finde, irgendeinen, von dem aus es hinabgeht, in die tiefe. oder ins absurde. oder beides. in das eben, was es wert macht in dieser welt.

ebook bauen (31)

als ob ich es geahnt hätte. natürlich geht es nicht, ein kindle-ebook für umsonst einzustellen. das wäre ja auch zu schön gewesen. jetzt kommt es dann also erstmal für den minimalpreis, 88 oder 89 cent vermutlich. und dann werde ich schauen müssen, wie das mit den geschenkangeboten zu werbezwecken geht. wäre doch gelacht.

ach, dann ist ja da noch das ebook der anderen, ein blogbuch sozusagen. da muß ich ja auch noch erledigen. menno! und es ist schon wieder fast zwei.

ebook bauen (30)

du liebe zeit. ein bißchen mehr als ein jahr ist es her, daß ich mich durch ebookbauen gebissen habe. und eben dachte ich tatsächlich, ich hätte es komplett wieder vergessen, wie das geht. völlige leere im hirn.

zum glück funktioniert mein hirn auch, irgendwie, wenn es leer zu sein vorgibt. meistens jedenfalls. so ist also doch in einer guten stunde der prototyp fertig geworden, mit text und titel, was sich auf dem kindle schon ganz ordentlich macht. ein paar kleinigkeiten noch, dann gibt es in ein paar tagen das hier:

augenblicke eines blinden

umsonst, übrigens. (wenn ich das hinkriege. aber wird wohl möglich sein, denke ich.)

ebook bauen (29)

es ist wieder soweit, ich baue mir ein buch. genau genommen sogar zwei, das hat sich so ergeben. gerade drucke ich das material aus, was irgendwie absurd ist. aber korrektur lese ich besser auf papier, besonders wenn ich mich selbst korrigieren muß. das sollte man ja eigentlich gar nicht erst versuchen, man übersieht zuviel. oder noch schlimmer, man gerät ins überarbeiten. (aber was soll ich machen?)

andere bauen auch ein ebook und fragen mich nach einem beitrag aus meinem blog. jetzt muß ich nachdenken oder suchen, ich weiß auch nicht. so viel text in all den jahren, mehr als 10 im grunde. denn ich denke ich sollte in diesem blog hier suchen, ausnahmsweise, mal nichts literarisch gedachtes wählen. aber was? und wie?

vielleicht meinen ersten aufschreibeitrag, immer noch der meistgeklickte? oder doch besser den anderen schrecklichen wichtigen beitrag aus diesem jahr, der ebenso elenden wie, berauschenden 13, den über das bewegen von welten?

tja, was?

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