am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

novella (21)

den ganzen tag mit dem gedanken gespielt, schleunigst wieder in einen text zu springen. warum nicht einfach in den vor jahren immer wieder angefangenen und seither immer wieder auch verlorenen gegangenen. ziemlich genau ein jahr ist es her, und potential hat er ja, das weiß ich noch. hatte es nicht etwas mit depression zu tun, ganz am rande? das paßt doch, ist ein schönes thema für den sommer. und so schnell gebe ich ja nicht auf. vor ein paar wochen ist mir sogar ein titel eingefallen, endlich. der titel, der wohl bleiben wird. (das ist doch ein zeichen.)

also habe ich nach dem frühstück ein wenig mietschreiberei betrieben, bin danach kurz einkaufen gewesen und habe anschließend küche und bad geputzt. das stand schließlich so auf der liste, und auch die silikonkartusche lag schon seit oktober bereit. frische silikonkanten, alle zwei, drei jahre, das scheint mir das kredo dieser wohnung zu sein. erst als es schon lange dunkel war, kam ich dazu, wenigstens das textmaterial zusammenzusuchen. beziehnungsweise, es überhaupt einmal zu suchen. hatte ich doch tatsächlich vergessen, wo ich es hingepackt habe. (auch kein schlechtes zeichen.)

jetzt gerade schnell die namen gecheckt und geändert, dann die passenden alter berechnet und die zu verstärkenden figuren indentifiziert. außerdem beschlossen, in die vergangenheit zu wechseln, nicht aber das ich zu verwerfen. ich ist das zentrum. ich bin aber nicht ich, diesmal ganz und gar nicht. (ein zeichen?) möglicherweise werde ich noch ganz klassisch einen rahmen bauen. wer weiß?

jetzt blättere ich gerade im neuen testament und lese in den paulusbriefen. muß sein.

humble

7 mal 15 sind 105 seiten. zum glück war genug papier da und umschläge auch. denn der tag morgen ist anderweitig verplant, zwangsläufig. gerade mal zur post werde ich es schaffen. der rüffel für die mietschreiberei heute kam auf den punkt. jetzt ist eben das dran. so ist das. das ist gut.

zwiespalt

die phase, in der die wunder geschehen. wenn die grammatik in ihrer komplexität simple gefühle offenbart. was sonst?

ein faseriger tag, ich bastel hier ein bißchen und da ein bißchen. dann erst komme ich in den text. das ist nicht wirklich gut, aber ich glaube kaum, daß ich ihn noch völlig kaputtmachen könnte. zumindest nicht aus versehen. jetzt also feierabend.

übrigens: jetzt doch einen eindeutigen hinweis auf das geschlecht der erzählenden figur gefunden, gleich auf der ersten seite sogar. nicht lange überlegt. rausgenommen!

so geht das nicht. ich kann doch nicht jeden morgen mit einem weiteren halbgaren titel für den aktuellen text aufwachen, der mir dann bei licht betrachtet wieder nur irgendwie unzulänglich vorkommt. jetzt habe ich davon schon eine ganze liste.

die textinternen ideen dagegen machen sich alle ganz gut. am wochenende geht es wieder los. jetzt muß ich aber estmal ein bißchen mietschreiben.

immer, wenn ich mitten im text bin, finde ich ihn ziemlich gut. wenn ich ihn dann weglege, fühle ich mich beschissen. da liegt irgendwo ein irrtum vor.

manchmal ist es so viel schwerer, zwei, drei kurze emails zu schreiben, als zehn seiten text zu überarbeiten. hab mir jetzt ein limit bis montag gesetzt, das sollte zu schaffen sein. dazu noch den halben text, etwa sieben seiten. alles okay also.

zurück im text. trotz müde und pudding im hirn. irgendwie ungut. jetzt erstmal pause.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner