am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

halb durch den text, hat auch nur ein paar stunden gedauert. morgen die andere hälfte, würde ich gern sagen. aber die zweite hälfte ist dichter, und sie soll dichter sein. dafür mit größeren löchern und gröberen sprüngen. (mal sehen, ob das geht.) deshalb klappt es wohl kaum, das alles morgen hinzukriegen. aber wer weiß.

die hauptfigur umbenannt. überhaupt, die hauptfigur identifiziert. ich bin überrascht.

heute den ersten fast ein bißchen entspannten tag seit weihnachten. keine fixtermine und nur kleine arbeitsstapel auf dem tisch. stapel, die ich derzeit ignoriere. dafür habe ich endlich einen passenden titel gefunden für den aktuellen text. vielleicht wird das also doch noch was. und draußen lächelt eine kühle sonne.

schön.

morgens gegen sechs eingeschlafen, gegen zehn dann schon wieder hoch. das darf ja nicht einreißen, bei aller frei verfügbaren arbeitszeit nicht. denn dann gibt es keine sonne mehr für mich. obwohl es in den letzten wochen eigentlich immer so war. vielleicht ein hinweis, daß die nachtzeit am besten geeignet ist für das freie schreiben. für das ich so wenig zeit finde derzeit.

trotzdem heute die letzten vier textseiten übergeputzt. mehr sicher nicht, also nicht wirklich gearbeitet. oder doch? nein, ich bin unzufrieden. sehr. ob das gefühlt stimmt? oder ob ich nur müde bin? das wird der ausdruck zeigen, die nächste runde. die bleistiftspur.

arbeitsberge übers wochenende beackert. nahzu exzessiv. und dann doch noch eine wichtige seite in den aktuellen literaturtext eingefügt. bin zwar unfähig, diese zu beurteilen. aber es gibt ja noch ein morgen. aller wahrscheinlichkeit nach.

jetzt: feierabend. (feiernacht wäre wohl mißverständlich. ich falle lediglich ins bett.)

seit dem nachmittag sieben seiten überarbeitet. alles struktur, kaum inspiration. die tür bleibt zu, wie vernagelt. dementsprechend bin ich unzufrieden.

gut, auch das muß sein. und es muß getan werden, das vor allem. bleibt nur die angst, daß ich da doch nie wieder herausfinde.

lebenskäse

diese privaten internetlogbücher, tag für tag, über die jahre hinweg,  sind ja entlarvend  mitunter. auch wenn man sie noch so vorsichtig verfasst, wie ich das hier tue. jawohl, das ist so, auch wenn man das vielleicht nicht glauben mag. der kern meines geschreibes hier ist und bleibt das schreiben selbst. nicht ich. doch das eine geht in das andere über, immer wieder. das läßt sich nicht vermeiden. das ist wie käse, der im ofen schmilzt. zwangsläufig.

und peinlich natürlich, weil es all die zwischenzustände und unzulänglichkeiten offenbart, die besser im verborgenen aufgehoben wären. in beziehungen, in den familien und all den anderen alltagskatastrophen. da sind sie zuhause. doch eben da leben und wachsen auch die geschichten, die es zu erzählen lohnt. deshalb muß er eben sein, dieser fädenziehende schmelzkäse, der mich selbst oft genug mit selbstekel erfüllt.

heute nur ein wenig die zeitstruktur durchdacht und sortiert. war fast alles in ordnung, nur hier und da ein unsinniger schlenker. das kommt davon, wenn man einfach so losschreibt. dann noch zwei drei stellen überarbeitet, die anders werden mußten. inhaltlich, nicht formal. des zusammenhalts wegen.

mehr war nicht drin. der tag war kurz und mehr noch die nacht. und unter der schädeldecke pocht es schon seit stunden. als wollte da wer in die freiheit fliegen.

damit ist wohl klar, daß eines schon mal nicht geklappt hat: die erste fassung noch 2011 fertigzustellen. naja…

alle erklärungen streichen. statt dessen die fakten arrangieren. ob das reicht?

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