am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

nach dem plötzlichen arbeitswust der letzten wochen doch endlich wieder einmal in den nach wie vor frischen kleinen text eingestiegen, den ich doch eigentlich gerade in arbeit habe. und den ich zumindest in einer ersten fassung gerne noch in diesem jahr fertig hätte. nur kurz habe ich mir die gut dreizehn seiten vorgenommen, nachdem mir gestern nacht plötzlich klar wurde, daß ich streichen muß. und was ich streichen muß, um überhaupt weitermachen zu können.

es wird also kein klarer text, es wird keine struktur geben, keine rettung, keine lösung. so soll es wohl sein. (nur, wo nehme ich dann ein ende her? ;)

drei stunden durch den text. herumgeschoben und umgestellt, neu sortiert. wenig an der sprache gefeilt, vielleicht auf den ersten drei seiten. ein bißchen. drei bis vier seiten luft nach oben sind noch. gut, denn es fehlt noch einiges. weniger konkrete infos oder handlung, mehr kleine aspekte, farbspritzer für das gesamtbild. kürzungen sind ebenfalls jetzt schon absehbar. auch gut.

offensichtlich arbeite ich heute anders. früher habe ich immer gleich wie besessen an details gefeilt, denn das tue ich am liebsten. so geht es jetzt nicht. ich muß noch schieben und dabei denken. ich muß noch bauen. ich brauche klarheit und struktur. heute habe ich also nur geschaut und gekritzelt. pfeile und linien, wenig text, den ich morgen sicher nicht mehr lesen können werde. der rest kommt später.

das herz aber schlägt im detail. da bin ich sicher.

herzlos

große angst vor dem text, der jetzt sein herz bekommen sollte. so suche ich wild in blogs und in facebook herum, lese über finstere engel und andere unwissenheiten, habe soeben sogar den herd geputzt.

statt zu schreiben. nur ein oder zwei sätze vielleicht. oder worte.

doch noch in den text gefunden heute. beinah eine woche ist es her. das grundgerüst steht, einigermaßen. es fehlt aber noch viel fleisch. und ein richtiges ende.

das novembersoll ist damit so gut wie erreicht. im dezember soll der text fertig sein. und dann mal sehen.

beinah hätte ich nicht mehr ranwollen an meinen kleinen text. zuviel mietschreiberei heute, tagsüber. und überhaupt. dann aber doch noch eine seite, knapp 300 worte geschrieben. hat ne halbe stunde gedauert. oder so.

bin zufrieden. jetzt.

und plötzlich kann ich auch die notizen wieder lesen, die mir vor wochen über den text gemacht habe, an dem ich nun zu schreiben angefangen habe. das ist seltsam, hat vermutlich etwas mit wahrnehmung zu tun. außerdem ist ruhe eingekehrt. die gewissheit, im grunde nichts falsch machen zu können. es gibt immer so viele möglichkeiten für eine geschichte.

am sonntag zum beispiel habe ich mir versehentlich das geplante ende zerschossen, indem ich den entsprechenden gedanken schon auf der ersten seite verbraten habe. das war noch bevor ich meine notizen wiedergelesen und sortiert habe, das war ja erst gerade eben. ich hatte es zwar schon mehrmals versucht, aber es war mir nicht gelungen. eine frage der wahrnehmung vermutlich, was sonst. in den notizen steht, wie ich nun wieder weiß, das ende schon drin. ich hatte es nur vergessen. das ist aber egal, es ist mir gleich eingefallen, wie das geplante ende doch noch paßt. vielleicht. wenn sich unterwegs nicht wieder alles ändert.

und es bewahrheitet sich immer wieder, daß im schreiben nur das anfangen zählt. alles andere folgt (fast) von allein. zweieinhalb normseiten rohfassung stehen jetzt da, sogar einigermaßen sauber sortiert. (dabei war es schon dunkel, als ich endlich angefangen habe. der rest des tages zuvor ward angenehm verquatscht.)

etwas fehlt noch, in der idee, tief innen. aber die spur ist gelegt. ich bin überrascht.

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