ich komme voran. der text verzahnt sich, wie von selbst. ich liege richtig mit meinen vorgaben, auch was die textmenge angeht. allein es fehlt die seele. alles ist irgendwie daneben. unwichtig. unwert.
so geht das nicht.
nach dem wechselnden chaos der letzten wochen suche ich mich in die arbeit zurück, ins schreiben. ich kann nicht ewig warten, bis sich alles um mich herum geklärt hat. immer noch schlieren die augen, beide. schreiben geht trotzdem, nur keine kontaktlinsen zur zeit. so sind es über fünf seiten geworden, heute. grob und schlecht. nichts atmet leben. alles ist nur struktur. doch das reicht fürs erste. mehr will ich nicht verlangen.
ich weiß. die leere der verlassenheit füllt sich mit seele. immer.
erstes kleines fragment verfügbar, drüben bei den bones. bitte das stichwort neukölln beachten.
unkonzentriert. dennoch habe ich mir endlich kapitel i angesehen. nicht wort für wort, aber doch so, daß ich wieder auf dem laufenden bin. und hier und da ein wenig information ergänzt habe. also 1 1/2 seiten geschrieben am ende. obwohl ich eher den eindruck hatte, vieles zu streichen.
feinarbeit folgt morgen. in papier, ausdruck liegt schon bereit. zwei tage dafür, dann geht es an kapitel ii.
unzufrieden bin ich trotzdem.
der nachname ist gefunden. auch der gesuchte grund, das fehlende element, formt sich, ist fast schon vollständig. manifest. hätte nicht gedacht, daß es so weit zurückreicht. das sollte mich nicht wundern, nach all der zeit. mit dem schreiben zu leben. aber es überrascht mich, wieder und wieder. und ich träume weiter, einstweilen. während ich tagsüber meine arbeit mache. und mich wundere, wie es funktioniert. auf einmal.
etwas fehlt, irgendeine grundlage. warum der wechsel in die stadt, ein anderes land? ich muß aufpassen, daß der typ keine witzfigur wird. außerdem hat er noch keinen nachnamen. sollte er aber. selbst wenn ich den im text vielleicht gar nicht brauche.
den ganzen tag habe ich darüber nachgedacht. ohne ergebnis. aber solche antworten finden sich oft am rand, beim spülen oder auf dem weg zum markt. manchmal auch im schlaf, im traum.
nochmal die letzten zwei seiten überarbeitet. hier und da ein ergänzendes element eingefügt. kapitel i ist somit vorerst abgeschlossen, irgendetwas zwischen rohfassung und erster version steht da. ausgedruckt. mal sehen, ob ich mich gleich an die bleistiftarbeit mache oder erstmal kapitel ii schreibe. usw.
ein paar tage pause ist aber ohnehin angesagt, da will ein wenig geld verdient sein. muß ja auch mal. daneben könnte ich allerdings das bislang recht grobe konzept des nächsten kapitels weiter ausarbeiten. gedanklich verfeinern. paßt doch hervorragend.