am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wip – egal

ich zwinge mich durch die ersten drei seiten der anstehenden szene. es fällt mir nicht leicht, heute. es ist auch schon dunkel, als ich endlich anfangen kann. ich weiß nicht warum, und ich weiß es viel zu gut. es ist kaum noch kraft da, jetzt, wo es in den herbst geht. all die absagen und zusammenbrüche. nichts was stimmt, beruflich gesehen, seit ich in berlin bin.
nur dieses buch ist fast fertig. (das klingt viel, das klingt groß, ich weiß. aber ich spüre nichts davon, zur zeit zumindest bedeutet es mir nichts. alles bleibt leer, wie immer. das ist auch nichts neues. ich habe selten mehr als verachtung für das, was ich tue, so wie ich es von anfang an gelernt habe.) es sind nur noch wenig mehr als 40 seiten zu überarbeiten, das ist so gut wie nichts. das muß also noch geschafft werden, dann ist alles egal.

wip – täglich eine szene ;-)

fliegender wechsel, zurück in den laufenden text. eine szene, wie es sich gehört, zur beruhigung der nerven. das wird sich nicht halten lassen, schon morgen geht das den bach runter. die nächste szene ist gewichtig und wohl die längste im ganzen text. das braucht also, wenigstens die woche. vielleicht.
aber danach ist das ende absehbar. definitiv.

hemingways tochter (4)

ein weiterer durchgang, die erste stabile fassung steht. natürlich mit kitschalarm versehen, wie immer bei mir. ich schwimme in plattitüden und sprachverliebtheit. noch ist also nichts entschieden.
es folgt die nacht, die leerphase. manchmal hilfts.

hemingways tochter (5)

fünf von sechs teilen stehen, denke ich. und das, obwohl drei telefonate dazwischenkamen und natürlich die üblichen internetablenkungen. außerdem bin ich gar nicht gut beieinander, der rücken schmerzt, vor allem die stelle in der rechten schulter, sodaß ich kaum durchatmen kann.
den letzten teil also nach einem heißen bad.
wird vielleicht sogar besser, das ding, als ich gestern noch gedachte hatte.

hemingways tochter (3)

eine erste fassung steht, würde ich sagen. noch auf wackeligen füßren, aber durchstrukturiert von vorne bis hinten. lesbar ist das so nicht, sicher auch noch kaum verwertbar. bei allem, was ich tue, auch nebenher, denke ich darüber nach, was noch fehlen könnte, denn da sind lücken, endlos. das geht so nicht, da muß vieles geschlossen werden. und ich denke und denke und denke. weil ich die psychologie nicht will, diesmal, die manifeste struktur zwischen vater und sohn, beinah archaisch.
wozu das aufschreiben, was ohnehin jeder weiß. (oder doch nicht?)

hemingways tochter (2)

erster marsch durch eine frei schwebende struktur, immerhin. drei seiten, jetzt drucken und weiterschweben. ziemlich blutige sache.

hemingways tochter (1)

nachdem sich das brennen nach und nach gelöst hat, das körperliche befinden somit fast wieder im normalbereich angesiedelt ist, der schmerz also zurückgefahren, nur noch der alltägliche, dumpfe begleiter, tief im gewebe verstrickt, im nacken, im rücken. (wo ist meine syntax?) jedenfalls blättere ich die trotz allem heute eben noch besorgten hemingwaybiographien durch. ich weiß nicht viel, stelle ich fest, auch auf die schnelle. ich kenne das image und die gerüchte. ich kenne auch ein paar texte, und ich weiß um das ende, das im grunde auch eine art gerücht ist. mehr nicht.
heute abend sehe ich vor allem den alten mann, denn darum geht es mir. der alte hemingway, der an hohem blutdruck, diabetes und arteriosklerose leidet. außerdem gibt es wohl lebergeschichten, kein wunder, im weiteren ist von depressionen die rede. dazu die familie, die eine vielzahl von selbstmorden auf sich zu ziehen scheint. der alte hemingway aber droht schlicht und einfach an simplen alterserscheinungen zu sterben.
außerdem sehe ich einen alten mann, groß und schwer, der sich die haare sorgfältig von weit hinten nach vorn über die glatze legt. ein seltsames bild.

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