am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wip – einstweilen

was das buch macht, werde ich gefragt. das ist so weit weg, wie der mond, sage ich. und gucke in den heute so blauen himmel dabei. dahin, wo der mond ist.
aber das ist gut so, schiebe ich erklärend nach. das muß jetzt so sein, es muß sich mir entfremden, eine ganze weile noch. bis ich dann irgendwann in der lage bin, wieder ganz neu heranzugehen. kann sein. oder muß, wie mans nimmt. einstweilen aber weiß ich nichts.

niemandsland

die sphäre zwischen geist und hand schließt sich nicht.
als ich innenarchitektur studiert habe, tragwerksberechnungen gemacht habe und streng perspektivische zeichnungen, da war mir das zu wenig theoretisch, zu geistlos auf dauer. natürlich gibt es auch da strömungen, ästhetische konzepte. die mich aber allesamt entweder gar nicht erst erreicht oder aber nicht berührt haben. als ich in er germanistik/anglistik saß, älter als alle anderen, längst schuluntauglich, war ich zutiefst erschrocken über die fehlende griffigkeit, die theoriespielerei, auch noch leidenschaftslos zumeist. schule eben, eine mittelklasseuni, die sich auf die lehrerausbildung eingeschossen hat. schade eigentlich.
auch jetzt sitze ich hier, lese in und zitiere aus rhizom, bin aber nicht gut genug, um die längst beschlossenen zusammenhänge zu kennen. suche auch gar nicht danach, sondern fahnde lediglich nach altvertrautem. nach griffigkeit und alltagsqualität, nach handwerk eben, nach leben. und finde mich grundsätzlich lächerlich dabei. möglichst unverbindlich und nirgendwo zuhause, nur im niemandsland bewandert.
andererseits ist eines eben ausgeschlossen. daß leben, wie auch denken, auf einer einzigen ebene überhaupt funktionieren könnte. so sehr auch jedweder diskurs darum bemüht sein mag, zwangsläufig.
die sphäre bleibt also, weil es so sein muß. bleibt auch die arbeit, das bauen, das schreiben, weil es sein muß. bleibt im herzen der brückenschlag.

wip – nach getaner arbeit

räume reißen auf, arbeitsräume und aufgaben, die erledigt sein wollen, endlich. geld verdienen vor allem, bewerbungen aktivieren und übersetzungen an land zeihen. ein radikaler bruch, von tief innen nach außen gestülpt. derzeit habe ich eine art kater. ich will nicht ich will weiter imer weiter. so leben. aber es hilft ja nicht. es muß ja sein. es wäre auch keine besonders gute idee, den text jetzt schon wieder anzugehen, die vielleicht letzte hand anlegen. ganz und gar nicht. das braucht jetzt zeit. von daher ist es keine schlechte sache, jetzt all das zeug zu erledigen, das warten mußte. während ich in meinen schreibwinter verkrochen war, winterschlafartig. nur daß ich wach war, meistens jedenfalls. hellwach und angespannt. jetzt kommen andere zeiten, der frühling, doch die arbeit hört nicht auf. warum auch?
es ist nur so, daß sich das schreibhirn sofort aktiviert, seine uralten rechte anmeldet, eine ordnungsgemäße zeitspanne. immer und immer wieder. nie ist es anders gewesen. schreiben ist krieg, zwischen zeit und geld.

wip – finis

es dauert ganz schön, bis der alte tintenstrahler die 161 seiten ausgedruckt hat.
wobei der packen wiederum arbeitsmaterial ist, zur durchsicht bereit. ein packen immerhin, den ich überall mit mir herumschleppen kann. für eine weile also werde ich nicht an den pc gebunden sein.

wip – zugegeben

ich bin bis hinten durch, durch den text, gebe aber zu, daß ich die letzte szene noch einmal durchsehen muß. definitiv. das ende ist wichtig, und heute geht einfach nichts mehr. vor allem ist abstand gefragt, und den nehm ich mir jetzt einfach.
ganz am rande immer wieder diese gedanken, beinah zwingend, einmal etwas zu schreiben und dann, gleich nachdem es endlich fertig ist, sofort zu vernichten. alle dateien löschen, alle ausdrucke verbrennen. nichts soll bleiben. der weg ist das ziel, oder irgendein ähnlicher blödsinn. trotzdem, vermutlich muß ich das einmal machen. irgendwann. vielleicht mit MEMORY? acht jahre arbeit? einfach zum teufel schießen? – aber den text haben zuviele irgendwo als ausdruck. da komme ich nicht mehr heran. zum glück. ;-)

wip – einundzwanzigste zwischenbilanz

nicht nur eine szene, drei habe ich noch angepackt. morgen kommt dann gleich zuerst die letzte szene, die ich noch neu schreiben muß. immerhin ist mittlerweile deutlich geworden, was da inhaltlich vorzukommen hat. indem ich mich immer näher daran herangearbeitet habe, ist es dann doch noch aufgetaucht. was auch sonst? darauf ist verlaß, wenn ich auch noch soviel zweifle.
dann wäre ich also morgen – vielleicht – schon fertig.
genau läßt sich das nicht sagen. besser nicht! lieber nehme ich mir noch die ganze nächste woche, und lamentiere dann endlos herum, daß ich einfach nicht vorwärts komme. wenn es sein muß, damit der text letztendlich dann auch steht. dann muß es eben so sein.
genaugenommen aber so sieht es aus: heute habe ich sechs seiten geschafft, vor mir sind noch vier. und die eine, noch zu schreibende szene eben. mehr ist es nicht.
bleibt trotz allem diese bleierne müdigkeit. kaum daß die arbeit für heute abschließe, könnte ich in mich zusammenfallen. und ich weiß einfach nicht, warum. soviel war es nun wirklich nicht. heute zumindest.

wip – ratzfatz

tiefe unzufriedenheit, was aber nicht daran liegt, daß ich nicht weiterkomme im text. ganz im gegenteil, es geht gut, zügig sogar. und auch das gehämmer im haus hat deutlich nachgelassen. ich bin einfach müde. vielleicht der frühling?
ich mache jetzt erstmal pause, die kartoffeln sind fast fertig. danach kommt bestimmt noch eine szene dran. oder aber ich falle, ratzfatz, in die falle. gnadenlos.

wip – weiter im text

wie mir selbst versprochen, bin ich heute tatsächlich zurück in den text. zwischen bohren, hämmern und trampeln hier im haus. keine ahnung, was da los ist. aber sogar hier bei mir ist mittendrin das cd-regal halbseitig zusammengeklappt, so daß ich selbst auch noch kurzfristig zur bohrmaschine greifen mußte. immerhin ist genau die seite aus der wand gerissen, die ich sowieso schon die ganze auf dem kieker hatte, weil das ganze ding dadurch schief hing. das hat sich somit jetzt erledigt, eben mal so, zwischendurch.
chaotisch und zerstreut war es also heute. aber immerhin, es geht wieder. und es ist weiterhin absehbar.

definitiv

morgen soll es weitergehen, konzentriert und konsequent. was bleibt mir anderes übrig? keine migräne in sicht, alle haushaltspflichten erledigt. nicht nur das verstopfte waschbecken ist besiegt, auch ein regal umgebaut, küche und bad umgeräumt und sämtliche wäsche gewaschen und gebügelt sogar. mit dem putzen warte ich sinnvollerweise dann doch lieber bis der schnee weg ist, und ich mehr andauernd diese blöden kleinen steinchen reintrage, obwohl es durchaus einmal zeit dafür wäre. alles in allem gibt es aber jetzt keine ausrede mehr.
trotz bohren, sägen, hämmern oder wasweißichwas geht es morgen wieder in den text.

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