am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

beschenkt sein

neulich einer freundin gesagt, wieviel mir das bedeutet, was sie mir in meinem leben ist. keine chance, daß ich sein könnte, was ich bin, auch nur annähernd. ohne sie, ohne ihre jahre-, jahrzehntelange beständige bedingungslose hilfe. bedingungslose weite folgte, im selben moment, wie auch eine art von glück. das hockt seither ruhig in einem meiner innersten räume, strahlt mir von dort aus heimlich von hinten durch die augen. und kitzelt mich in regelmäßigen abständen zu tränen.

außerdem: mit 50+ reicht vieles weiter als jemals zuvor gedacht, in diesem fall über 30 jahre zurück.

no X

wie immer zu dieser zeit im jahr stelle ich fest, wie gründlich und lange schon ich mit allem, was familie heißt oder dem auch nur gleichkommt, gebrochen habe. wobei gebrochen das falsche wort ist, denn kaputt ist eigentlich überhaupt nichts. ganz im gegenteil. ich habe mich auch nicht darum bemüht, es steckt keine absicht dahinter. es ist einfach so geworden, und es ist gut. rückwirkend betrachtet war es sogar recht leicht, auch wenn es mir unterwegs nicht so vorkam. nach und nach habe ich alles unangenehme beendet oder fallen gelassen, wiederholungen einfach irgendwann unterbrochen. jetzt ist alles, was irgendwann einmal war, vorüber. auch die ewige qual, die das leben in einer familie mir war.

jetzt ist es gut. endlich.

nach erheblicher zyklusverschleppung im letzten monat jetzt: schmerzhaft galoppierender eisprung im eiltempo. na, da bin mal gespannt, was daraus wird. und ein klein wenig genervt. (50+)

so viel leichter ist es, schrecken zu erzeugen, wenn auch nur in worten, als ins licht zu sehen und über schönheit zu schreiben. so gesehen bin ich ein feigling. ich werde fließen müssen, wie schon gesagt, durch die grenzen und darüber hinaus. höchste zeit.

nachts um 4 in knapp 7 seiten text 1 einziges wort ändern und damit alles schlimmer machen. noch viel schlimmer, als es ohnehin schon ist. ich fließe – ver/zweifelnd – durch die grenzen, die ich mir selbst zu ziehen versuche.

wissen, daß ich die intensität leben muß, die ich schreibe. das war schon immer. oh, himmel!

es ist dieses kindsein, das hätte ich nicht überleben dürfen. jetzt bin ich dieses reststück, dieses menschenfragment, für nichts gut. aber so ungut in fast allem, was menschen betrifft.

tango(ab)gründe

wie sich die dinge doch verändern mit der zeit. ganz langsam, kaum merklich, nur rückblickend zu erkennen. in teenagerzeiten habe ich auf den damals üblichen tanzveranstaltungen die klos zusammengetreten, jaulend vor angst und vor wut. wegen der menschen. getanzt habe ich nicht, das ist heute anders. aber immer noch rette ich mich auf die toilette, wenn es sein muß, weil es da türen gibt zum schutz. doch ich gehe, um zu weinen, so leise und still wie möglich. und dann gehe ich wieder tanzen, obwohl ich kaum noch atmen kann.

manchmal finde ich menschen so wunderbar, so einfach und schön. auch die musik und die begegnung. aber ich weiß nicht, was ich da soll oder will. manches ist so zauberhaft, daß ich es nicht mit meiner anwesenheit (zer)stören will, mit meinem unverständnis und meinem wenig attraktiven selbst. das wäre ein frevel.

(diese jahr mit der nummer 13. es schickt sich an, mich endgültig zerbrechen.)

nachtrag: jetzt weiterweinen mit wodka. und schluß!

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