am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

risse & licht

disziplinierungsversuche, wenigstens was die vernachlässigte, im besten fall hingeschluderte meditationspraxis angeht. im ansatz zerrissen durch eine ebenso klare, wie freundliche mail am morgen, die türen aufreissen könnte. möglicherweise. kein zweifel, ich bin im thema, wieder dicht am strom, aus dem ich schöpfen könnte. schöpfen kann. alles voller fragen, auf einmal, die ich zu beantworten in der lage bin.

ich krame also eines der restexemplare von lucas aus der zweiten regalreihe hervor, um es zu verpacken, auf die post zu bringen in den nächsten tagen, auf eine wichtige reise zu schicken. und zur errinnerung, so liegt es jetzt da, links neben mir auf dem tisch.

auch das ein riss, durch den ich sehe, für einen augenblick, was das alles bedeutet. was es mir ist und wieviel. was wiederum in sich eine art undisziplierte mediation darstellt.

jetzt ist es fast dunkel. ich verbleibe, einstweilen, ein wenig atemlos.

passing

nächte in sorge um die, die mir so unerreichbar sind. und bleiben. abgründe, in die ich tauche, um sie zu besuchen, in gedanken. in solchen nächten singe ich manchmal, weil sonst nichts mehr geht. (aber nicht weitersagen.)

geschenke

schlaflosigkeit, bzw. die unfähigkeit einzuschlafen, wenn man zu lange damit gewartet hat, fühlt sich an wie fieber. fremd im körper glüht der geist, rastlos vor erschöpfung. bis sich, am anderen ende der verzweiflung, eine form findet, ein satz vielleicht. der sich dann zufällig als beständig erweist, als tauglich sogar, für die eröffnung des anstehenden längeren textes. das fieber wird körperlich in diesem moment, wird zu einen schwingen und strömen tief im vernachlässigten körper, der daraufhin endlich zu schweigen bereit und in der lage ist.

das ist ein geschenk.

scharf

kurz draußen gewesen, kram erledigen und mich ein bißchen dem wehen aussetzen. (tatsächlich wackelten die bäumchen und das eine oder andere angebundene fahrrad ging neben mir in die knie.) musik in den ohren, damit die menschen nicht so lärmen, dabei nachdenken über die altersbedingt zunehmende unschärfe im nahbereich. (weil: lesebrille vergessen.) durchaus interessant, ich mag sas sogar. wer hätte das gedacht. es setzt einen ganz anderen, ganz neuen schwerpunkt auf die handlung. (wenn die hände langsam aber sicher in den unschärfebereich hineinwachsen.)

mich dann nachts stundenlang wach herumwälzen, weil ich vor diesen zwei sachen – ein text und ein exposé – hocke und sie anstarre. weil ich in ihnen den punkt gerade nicht finde, irgendeinen, von dem aus es hinabgeht, in die tiefe. oder ins absurde. oder beides. in das eben, was es wert macht in dieser welt.

dark soul hiberation

es ist soweit. ich beginne meinen jährlichen winterschlaf, der bei mir zum glück tatsächlich in den winter fällt. danach könnte ich die uhr stellen, heute am frühen nachmittag war es plötzlich klar. schlagartig. die müdigkeit, die langsamkeit, diese schwere. ich ziehe mich also zurück, tief in mich hinein, ohne daß es von außen jemand bemerken würde. so war es schon immer. dabei ist es heute ein unschätzbar großartiges privileg, daß ich das haus nur zu versorgungszwecken verlassen muß. hin und wieder, aber nicht einmal zur arbeit mich unter allzuviele menschen zu stürzen habe.

mein ist die zeit, mein himmelreich. bis mitte januar etwa, dann wird es um mich wieder anders. und licht womöglich.

ebook bauen (31)

als ob ich es geahnt hätte. natürlich geht es nicht, ein kindle-ebook für umsonst einzustellen. das wäre ja auch zu schön gewesen. jetzt kommt es dann also erstmal für den minimalpreis, 88 oder 89 cent vermutlich. und dann werde ich schauen müssen, wie das mit den geschenkangeboten zu werbezwecken geht. wäre doch gelacht.

ach, dann ist ja da noch das ebook der anderen, ein blogbuch sozusagen. da muß ich ja auch noch erledigen. menno! und es ist schon wieder fast zwei.

ebook bauen (30)

du liebe zeit. ein bißchen mehr als ein jahr ist es her, daß ich mich durch ebookbauen gebissen habe. und eben dachte ich tatsächlich, ich hätte es komplett wieder vergessen, wie das geht. völlige leere im hirn.

zum glück funktioniert mein hirn auch, irgendwie, wenn es leer zu sein vorgibt. meistens jedenfalls. so ist also doch in einer guten stunde der prototyp fertig geworden, mit text und titel, was sich auf dem kindle schon ganz ordentlich macht. ein paar kleinigkeiten noch, dann gibt es in ein paar tagen das hier:

augenblicke eines blinden

umsonst, übrigens. (wenn ich das hinkriege. aber wird wohl möglich sein, denke ich.)

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