am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

berimbau

wow. vielleicht sollte ich mal wieder ein bißchen üben.

das berimbau ist ja so ziemlich das einzige, was mir noch geblieben ist. alle anderen instrumente sind in berlin nach und nach zu geld geworden. zwangläufig. und irgendwie schade, finde ich jetzt gerade zum ersten mal. (aber so gut war ich eh nie. wäre ich wohl auch nie, selbst mit tonabnehmer und soundeffekten, wie der da.)

alles super

neulich erst die kleine schmiege in den händen zerbrochen, beim herumspielen, wie nebenbei. kurz zuvor der neuen ärztin mit leichtigkeit, selbstverständlich versehentlich, die hand zerquetscht. gestern dann den griff des ollen schraubendrehers, einfach so, ebenfalls mit bloßen händen, mitten durchgebrochen. und dann glaubte auf der geburtstagsparty eben doch tatsächlich wer, ich hätte eine fußbodenheizung in mein bad gebaut, statt einfach nur ein fußfreundliches korklaminat verlegt. (gut, wäre das hier meine wohnung und ich hätte lust auf fußbodenheizung, dann würde ich das vermutlich tatsächlich ohne skrupel erst lernen, dann versuchen.)

es scheint, mir wachsen superkräfte derzeit.

nicht schlafen = keine lösung.

oder ich suche an der falschen stelle. seit jeher.

tango. das ist eine einzige verzweiflung, ist lust und frust und angst, ein ständiges scheitern an mir, an den anderen. ohne zweifel zuviel für mich, meine verkrochene existenz, die nicht wirklich auf begegnung ausgelegt ist. ich sollte diese verrückte masche fallen lassen, aufgeben, von grund auf. alles.

wäre da nicht dieser seltsame wunsch, daß es anders wäre, daß ich anders wäre. was auch immer. wie auch immer.

flüchter

motorrad: läuft wieder, blinker hinten rechts auch. badboden: das letzte klötzchen ist gesägt, handgesägt sogar. morgen schaffe ich dann die fugen, hoffentlich. bleibt nur noch diese unglaublich wichtige, richtungsweisende, womöglich existentielle email, die ich schreiben muß, seit wochen schon. schreiben müßte.

ich geh dann mal raus, ein bißchen radfahren. oder tango, vielleicht.

was ich am schreiben so liebe ist, daß es liebend geschieht, egal welch absurdes oder auch schreckliches szenario ich dabei entwerfe. im kern ist es begegnung, immer, ist es die liebe, die soviel weiter trägt als nur bis zur nächsten überzeugung, meinung oder strategie.

im leben, im alltag ist mir das mittlerweile von grund auf anders, da glaube ich an nichts mehr, schon gar nicht an die liebe. obwohl ich mich erinnere, mehr und mehr, das das einmal anders war. und zwar in einer zeit, die ich über jahre felsenfest als die schimmste meines lebens überhaupt bezeichnet habe.

irrtum und wahrheit immerhin liegen im leben wie im schreiben nicht nur dicht beieinander, sondern vielmehr durch- und übereinander, sind irreversibel verwachsen miteinander.

eben drum.

badboden

schnell noch das letzte fußleistenklötzchen eingeklebt, jetzt nur noch fugen, dann wars das. ach nein, da ist noch das stück unter dem großen fallrohr, das ich vor ein paar tagen schlicht und einfach vergessen habe. oder ich wollte es mir leicht machen, was nun aber nicht so bleiben kann, das könnte ich vor dem eigenen handwerklichem pfuschergewissen nicht verantworten. also das dann auch noch zusägen und einpassen, dann ist alles gut, aber verdammt, das geht ja nun gar nicht, um die uhrzeit.

doch noch etwas im text herumgeschoben, war ja eh klar. aber ganz wenig nur, viel scheint es tatsächlich nicht mehr daran zu tun zu geben. also beschlossen, das ding ab sofort erstmal liegen zu lassen, bis in ein paar wochen vielleicht. und dann noch einmal hineinsehen, so geht das. abhängen, durchreifen lassen.

jetzt bin ich gespannt. wie es weitergeht, ob es weitergeht. ein paar ansätze sind ja da. aber wer weiß. wenn ich nicht schreiben darf, schreiben kann, dann höre ich musik und laufe durch die wohnung. immer hin und her und wieder zurück. dabei ziehe ich an meinen hosen, die mir schon fast wieder zu weit werden. auch die, die ich im letzten jahr erst passend gekauft habe. der blick auf die waage sagt aber, daß es nur vier kilo sind, das ist vermutlich zufall. wenn ich mich wieder setze kaufe ich zeug im internet, das ich mir besser nicht leisten sollte. bücher oder whisky. bücher und whisky. ach.

warum gehe ich eigentlich nicht raus, in die kühle der nacht. ja, warum eigentlich? es ist doch alles da. fast.

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