am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

feierabend jetzt und nicht mehr in die literatur heute. nein. das habe ich zwischendrin den ganzen tag schon immer wieder mal gemacht. stattdessen schlafen. vielleicht.

die motorradbatterie ist heute, nach ein paar regentagen mit einem sagenhaften temperatursturz von ein paar grad, total in die knie gegangen. kein wunder, nach dem ausbau sehe ich, daß sie enorm leer ist. noch nie mußte ich soviel wasser nachfüllen, in jede einzelne zelle. jetzt brodelt sie seit ein paar stunden artig vor sich hin, damit sie morgen wieder fit ist.

wenn das bei mir mal auch so leicht wäre.

das meer. ach, das meer. es macht mir angst, daß es mir irgendwie doch nicht in die nähe kommt. aber ich weiß einfach nicht, wie. ohne anlaß oder andere menschen bin eine lausige reisende. ich allein bin einfach nicht grund genug. vermutlich.

tagsüber arbeiten: texten, korrekturlesen, auftragspublizieren. dazwischen kurz einkaufen und den badboden weiterbauen. letzteres ist aktuell eine qual, die hände tun weh, das ist selten. ich mag einfach nicht mehr, will aber langsam fertig werden. dann eine kleine pause, etwas essen vielleicht und baden. anschließend gleich weiterarbeiten: rein in den text und schreiben.

dabei den doppelpunkt entdecken, viel zu lang vernachlässigt. so sehr, daß ich es jetzt womöglich übertreibe. wird sich zeigen in den nächsten tagen. aber wie kann das sein, daß ich den doppelpunkt so lange verkannt habe. immer nur auf das semikolon gestarrt, das ich wohl niemals begreifen werde. und dabei das naheliegende  übersehen.

viele abrisse und zerbrüche im text. ich will das so, wiederholungen, widersprüche und varianten, letztendlich. ich denke, es funktioniert, auch das spiel damit. wie das spiel mit der interpunktion.

ich liebe es, endlich wieder. manchmal ist das große glück ganz klein von gestalt.

nachts noch an den text, nach all dem anderen, tagsüber. immer noch nicht durch, offensichtlich. kürzen, streichen, feinheiten ergänzen. zuletzt sogar noch ganze abschnitte verschieben, einfügen in andere abschnitte.

müde jetzt, aber es wird immer besser, denke ich. noch. (aufpassen.)

nach tango und nach zwölf noch an den text. keine ahnung.etwas über eine stunde oder so. fertig? vielleicht tatsächlich.

dabei mit der kleinen schmiege herumgespielt, die ich gestern überraschend in dem zweiten werkzeugkasten wiedergefunden habe. schönes teil, eine zweitschmiege aus metall. auch von meinem vater, denke ich. meine zweitschmiege.

hatte mich sehr gefreut darüber, gestern war sie auch gleich in gebrauch. eben habe ich sie dann versehentlich mit bloßen händen zerbrochen. in kleine teile, einfach so. gußalu wird alt und brüchig offensichtlich.

sieben zwingen besitze ich nun also. und nur eine schmiege.

das ist traurig.

arztuntauglichkeiten

die fremde frau reicht mir zur begrüßung nur die finger, nicht die ganze hand, wie es sich gehört, was zur folge hat, daß ich zu fest zugreife mit meinen handwerkerhändchen, was wiederum peinlich ist. zusammengenommen bedeutet das wohl: na, das fängt ja mal wieder gut an.

für einen grundlegenden check up möchte die arztin demnächst dann noch diverse körperflüssigkeiten und meinen impfpaß, den ich zurück zu hause gleich eifrig suche. ergebnis: letzter eintrag 5.7.77, röteln. ob das noch irgendwie relevant ist? (ich erinnere mich übrigens genau an den termin. ich war 14 und wurde in gegenwart meines vaters gefragt, ob ich eventuell schwanger sein könnte.)

ich und die ärzte, das ist und bleibt eine strunzblöde sache.

kurz vor feierabend schnell noch was im rücken so richtig nachhaltig verdreht. als würde das ganze drücken und kneten alle paar tage nicht reichen. naja, besser als beim tanzen gestern, das wärs noch gewesen.

schmerzen und der vielfältige umgang damit, ein zentrales thema des aktuellen jahres. erschöpfung ein anderes, ich bin und bleibe überrascht über die windungen und wendungen. der körper eben, das fremde, tote land. es wird wohl tatsächlich zeit, mich ein bißchen zu kümmern. (arzttermin morgen um zwei, vor zehn tagen oder so recht sinnfrei vereinbart. wenn das nicht paßt. hoffentlich fällt mir ein, was ich eigentlich will.)

das jahr mit der nummer 13.

draußen die sonne

gestern die sonne, erst auf dem balkon, dann auf der demo. brennen im gesicht, natürlich, an den füßen auch. anschließend trotzdem zum tango, üben, üben, üben. dann mit ein paar netten tänzerinnen gesessen, gegessen und getrunken. whisky zum beispiel, draußen, bis in die nacht. ein schöner tag. für mich.

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