ich will diese nacht nicht, ich will diese nacht nicht, ich will sie nicht, diese nacht, ich will einfach nicht mehr, nichts.
das schlimmste sind wohl die momente, in denen ich mir wünsche, ich hätte nie lesen und schreiben gelernt. ich wäre mit einem halben hirn geboren, unfähig etwas zu wissen oder verstehen zu können. dahinter steckt die annahme, daß es auf die art keine angst mehr gäbe. was vermutlich eine illusion ist.
also: egal.
manche stimmung kommt vom wetter, vom mond oder dem schwankenden hormonspiegel. mag sein. anderes dagegen hat seine geschichte, da bin ich sicher. und nicht alles läßt sich zurechtbiegen oder umgehen, schon gar nicht von vornherein vermeiden.
ich zum beispiel merke gerade wieder einmal, wie ich den preis zahle für einen fast fertigen, recht gut gelungenen text. der liegt herum, ist ganz still, irgendwo im regal und auf der festplatte natürlich, auf einem stick auch. das soll so sein. ich warte, lasse die seiten mit sich selbst ringen. weiter tue ich nichts derzeit. nur manchmal, innerhalb von zwei, drei sekunden und ganz zufällig, fällt mir ein wichtiges wort ein, das wichtigste fast, das ich dringend noch ändern muß: dichter!
und schon ist alles wieder anders.
der rest weicht mein leben auf. das paßt sich an, macht platz für das neue. für das, was ich noch nicht kenne.
kausalis
zwei tage lang habe ich die maschine auf der weserstraße unten stehen lassen, mit dem zündschlüssel im schloß. nix passiert, scheint mittlerweile komplett uninteressant die alte kiste. außer zum umwerfen, manchmal. als ich heute abend nach hause komme, ist dann aber auf einmal der herd kaputt.
das hab ich wohl verdient, denke ich.
working by doing*
kenn ich doch, weiß ich bescheid, alles wie immer.
wenn ich einmal mit bauen anfange, kann ich einfach so gut wie gar nicht mehr damit aufhören. nachdem der badboden nun also in jeder hinsicht fertig ist und ich gestern auch noch in einem anfall von wahnsinn alles, wirklich alles, sogar die kacheln, im bad geputzt habe, ging es heute mit den regalen weiter. nicht nur putzen, nein, repariert werden mußten sie und dann natürlich auch gleich umgebaut. wenn schon, denn schon. (dabei übrigens das holz benutzt, das mir frau fragmente bei ihren weggang aus berlin geschenkt hat. wann war das nochmal?)
fehlt noch der schrank, den ich versehentlich (für einen größeren einstelligen betrag) im internet ersteigert habe. der ist leider noch nicht da. ein waschbeckenunterschrank, ich fasse es nicht. ich bin ein solcher spießer. (aber vermutlich nicht erst seit gestern.)
migräne läßt sich unter umständen übrigens weggarbeiten, besser gesagt überarbeiten. so war das heute.
jetzt an die richtige arbeit. lesenlesenlesen. schreiben!
* wie eine frühere bürokollegin zu sagen pflegte.