am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

das kreisen der dinge bei 39°

das wochenende, das eigentlich zum auskurieren gedacht war, de facto dafür genutzt, um diesmal so richtig krank zu werden. soviel steht fest, also mal was ganz neues. mit fieber sogar. zwischen keuchen und japsen, frieren und schwitzen immer wieder diese bilder von früher. die dinge, die so schön waren.

gegenstände meine ich: holz und leim, blechspielzeug, stifte und papier. das gummi in den federmäppchen, reißverschlüsse, gute und schlechte, lederranzen und bonbonpapiere. die kleinen kugeln in den füllerpatronen. der alte zirkel meines vaters, den habe ich immer noch.

danach erst kamen die worte. zirkel zum beispiel. zirkel. was für ein wort, passgenau und schön.

autarkie

über nacht fast zwei kilo ausgeschwitzt. fieber ist besser als sauna, das merk ich mir. alle anstehenden telefonate durchgestanden, das eine, angenehm persönliche besonders gern. das letzte, ganz und gar persönliche folgt noch. außerdem hätte ich jetzt gern etwas asiatisches mit huhn, viel gemüse und sojasauce. geht aber nicht. holen wäre zu anstrengend, und genug geld zum bestellen ist gerade nicht im haus. schade. scheiße manchmal, das mit der selbstverantwortung.

der geist und das geld

zwei bücher hätte ich im kopf, die noch zu schreiben wären. dringend. vielleicht sogar drei. und wer weiß, wie viele mehr es von da aus werden könnten. ein anderes thema ist, ob die kraft dazu reicht. oder besser: das geld.

im grunde gibt es da nur eines, ich weiß. anfangen, sofort. oder aufhören, endgültig. mit allem.

ich bin krank. naja, nicht so richtig. ein bißchen vielleicht. kalt ist mir und das hirn eine einzige denkpampe. aus den bronchien reißt es nicht besonders geschmackvollen rotz. ich mache es wie immer, wie als kind. ich halte still. so geht der tag, durch die taumelhaftige fremdheit des körpers, ohne rücksicht auf das wunde innere. nur daß mir niemand mehr dabei zusieht, zum glück. keiner da, dem ich normalität vorspiegeln müßte. auch das noch. nein, das ist vorbei.

schleichende obsession?

gestern tangomusik geschenkt bekommen und heute dann gleich bei der morgendlichen fleißarbeit durchgehört. viel akkordeon, was zu erwarten war. für mich, aus sehr persönlichen gründen, nun ja: gewöhnungsbedürftig. danach noch mehr tangomusik geschenkt bekommen. noch mehr akkordeon. gegen drei dann alles konvertiert und auf den player gepackt, was sonst.

fazit: im supermarkt mit dem einkaufswagen geübt. war sehr folgsam, das ding.

wenn ich den kopf nach hinten lege, verschwindet die welt. alles ich, wie im rausch. und da ist nichts, nur erschöpfung.

bastelzeiten

gestern mit meks großartiger hilfe eine mehrstündige wp-aktualisierungsprozedur absolviert. hat alles gut geklappt, bis ich selbst hand angelegt habe, zum ersten mal überhaupt. da hat es dann aus wirklich unerfindlichen gründen sämtliche umlaute zerschossen. in dem moment war ich beleidigt, das gebe ich zu. das habe ich persönlich genommen. tatsächlich war es aber halb so schlimm, es handelte sich ohnehin um das blog, das wenige minuten zuvor auf eine andere domain umgezogen ist.

also: mein kleines, abseitiges schreibblog worte an sich sind nichts ist jetzt unter worte-an-sich.de zu finden. da gehört es schließlich hin, das wollte ich schon lange so.

das gröbste ist also erstmal erledigt, kleinere bastelarbeiten stehen sicher noch an. bilder umherschubsen und links flicken, denke ich. sicher auch hier und da noch ein bißchen mehr, da laß ich mich von mir selbst überraschen. obwohl ich schon die eine oder andere idee bewege.

postgender

während ich unter der sitzbank umständlich mit einem extra zurechtgebogenen schraubendreher hantiere, um der kawa ihre batterie entnehmen zu können – welcher verdammte trottel hat das eigentlich so konstruiert? – bleibt ein kind, zirka zwei jahre alt, vor mir stehen. neben ihm der vater oder ein anderer männlicher begleiter, beide schweigen. das kind mit großen augen, offensichtlich neugierig, der mann vermutlich ratlos. meine hände, definitiv zu zart und viel zu klein für einen mann. selbst für eine frau, kinderhände im grunde. doch die arbeit, die inbus- und maulschlüssel, das polfett und überhaupt: 250kg motorrad, das ist nichts für eine frau.

da können wir nicht warten, erklärt er schließlich dem kind. dieser mensch holt die batterie da raus, das dauert.

ich grinse das kind an. es grinst zurück, so einfach ist das. und er hat recht, der mann. ich bin ein mensch.

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