lyrik -> # OCHSE

prosa -> könnte gelungen sein.
am abend rutscht das migränetier kraftlos von meinem rücken, gebändigt von 3 x ibu und 1 x formi + mcp al. es stürzt zu boden und schwört mit letzter kraft rache. so kennen wir und, so lieben wir uns. ich esse eine tiefkühlpizza, eine ganze, was viel zu viel ist. (den schnaps, den ich mir danach von herzen wünsche, verkneife ich mir bbesser.) aber tagsüber hat mich das monster nicht aus dem haus gelassen, schnell mal eben, kartoffeln, eier und zitronen. nur meine arbeit habe ich gerade so geschafft, ohne große qual. kriechend, mit tränenden augen. sieht ja keineR.
wenn alles so roh ist. und bleibt. das fleisch ohne lust.
(who is announced to be the first afghan female rapper.)
den tag vertrödelt, durch den text mehr getaumelt. so sind die nächte im winter, so brauche ich das. ob das aber gut gehen kann? vieles ist gelb geworden, im text markiert, um morgen ein weiteres mal überdacht, ergänzt, vertieft oder verworfen zu werden. normalerweise gilt, daß problematische stellen eher gekürzt als verstärkt werden müssen. aber ich weiß nicht, diesmal. es wird eng, viel zu dicht, um sich fehler erlauben zu dürfen.
so weit bin ich noch selten gegangen.
langsam und in aller ruhe lege ich an, bevor ich schieße. eine kleine, eckige scheibe mit vier punkten. und ich treffe den, den ich treffen will. millimetergenau. du hast jetzt nicht auf die steckdose geschossen, ruft jemand. getroffen, sage ich. und wie leicht das ist, wie schön. das kann jeder.