am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

was für ein scheißtag. donnernde wut in mir, überall, und alles geht daneben. kostet nerven, zeit und geld. immerhin froh, daß ich dennoch irgendwie gleich zwei dieser scheißpflichttexte im kasten habe. wie auch immer. zwei von drei, so kann ich (über)leben diese woche. wenn da nur nicht der zahnarzttermin wäre. morgen.

bloggertreffen?

re:publica-ticket für 150 euro geordert, weil nach nicht einmal zwei stunden sämtliche bloggertickets und selbst die earlybirds schon von den festanstellungsbürorechnerbesitzern abgegriffen waren. auch noch zahlbar innerhalb von sieben tagen, das teure ding. (was natürlich eigentlich überhaupt nicht teuer ist, ich weiß! nur für mich eben, derzeit zumindest.) keine ahnung übrigens, ob das ticket bei nichtpünktlichbezahlkönnung lautlos verfällt. jetzt heißt es also, irgendwie geld flüssig machen, das sich diesem aggregatzustand seit monaten strickt verweigert. bis nächsten montag. tja, wird schon.

und wehe, irgendwer meckert, wenn ich im nächsten monat dann nochmal fünf kilo oder so verliere. alles hat seinen preis.

durch den text gepflügt, eher eilig als eifrig. einzig darauf aus, die grobe arbeit hinter mich zu bringen. endlich. an manchen stellen nur einzelne bretter ausgelegt, in dem schlamm geworfen quasi, um später den weg wiederzufinden. morgen oder übermorgen, wenn alles wieder feiner wird. wort für wort. und ohne ein wort, wann immer es geht. wenn es also heißt, die intime wirrnis der nacht einzupflegen in die bei tag angelegten logischen linien. wer weiß.

gegen abend sehe ich in den spiegel und sehe, daß zum ersten mal seit tagen das schmerzgrau mein gesicht wieder verlassen hat. es geht also, doch noch. ich bin erleichtert. und müde. bin mir wieder zueigen, nicht mehr getragen und getrieben. bis auf weiteres.

intimität ist etwas sehr dunkles, lichtloses. intimität ist hören, nicht sehen, nicht wissen. wohl aber wollen. intimität ist lustvolles tasten im ungewissen. und so viel mehr noch.

beinah sieht es so aus, als schriebe ich an einem märchen. ganz sicher bin ich nicht, noch fehlt mir der überblick. eben habe ich immerhin den anfang gesetzt, endlich. zu mehr war ich aber nicht in der lage, aktuell ist doch nur matsch im hirn. so ist das eben, ich stecke mitten in der müßigen und unbefriedigenden arbeit des verzweifelten herumschnippelns und herumschiebens im text. fürchterlich. linien suchen, linien finden, linien verwerfen. aber noch keine möglichkeit, kein raum, die linien auch zu entwickeln. zum kotzen. (zum trost dann noch ein paar zeilen der seite erstgeglättet, so zwei drittel vielleicht. das war gut.vor allem, weil es kürzen war. kürzen ist immer ein gutes zeichen.)

ein märchen also, ein stadtmärchen, ein mordmärchen. noch dazu in brocken aus der nacht geschöpft. keine ahnung, was das wird. aber wenn, dann wäre das ein eigenartiger kreis, der sich da schließt. beinah etwas wie ein anfang. womöglich.

geheimtip

ach. meine bevorzugte meditationsräumlichkeit, außerhalb der heimischen hütte, zieht demnächst mitsamt dem vorübergehenden unterschlupf zu mir nach neukölln. wurde mir gerade mitgeteilt. gleich gegoogelt: 650 meter, 9 minuten fußweg. ein ausgesprochen angenehmes wintergeschenk, finde ich.

mein handwerk

das material schneiden und stutzen, verstümmeln und mich darin vergessen. dem text die knochen brechen, bis so etwas wie wahrheit hervortritt.

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