am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

aufwachen, weil der schmerz im nacken so ist, wie er ist. so hart wie selten. dann den ganzen tag daran kauen. und beißen, als gäbe es sonst keinen halt. außerdem war da dieses ding mit den frühen, fast fremden räumen. wie vergessen in mir.

jetzt erst. heute noch, vielleicht.

räume

aufstehen, anziehen, die balkontür öffnen und meditieren. dann kaffee kochen. dazwischen irgendwo ein wort ändern, ein einziges nur, aber ein wichtiges. ganz am anfang des textes.

wie der traum in mein schreiben zurückgefunden hat. und die nacht, die klarheit, die flüchtigkeit. wie das absurde sich sich öffnet, wie noch nie. weil es anders nicht zu fassen ist. immer habe ich im schreiben den humor vermißt. jetzt ist klar, daß er dort böse wird, mehr als das. grotesk eben, hinterhältig und präzise. in allem, im guten wie im schlechten. das hätte ich auch wissen können, schon lange.

mache jetzt wieder listen und erledige diese dinge dann, eins nach dem anderen. obwohl man ja nie fertig wird damit, also auch nicht weiterkommt. dennoch: mit der erledigung von so etwas wie dem abtauen und reinigen des kühlschranks, nachdem dieses vorhaben sicher an die zwei jahre auf irgendeiner inneren liste verbracht hat, erschließt sich mitunter eine eigenartige zufriedenheit. selbst in zeiten kräftiger verwirrtheit und frustration. und zerschundene hände. das soll wohl so.

ebook bauen (28)

mit dem technischen kram ist zwar das buch fertig, aber die arbeit ist dennoch noch lange nicht getan. im gegenteil, jetzt will das ding bekannt gemacht werden. ich wäre nicht ich, ich würde mich nur schlecht kennen, wenn ich nicht von anfang an gewußt hätte, daß das für mich der schwerste part wird. so hat es nun sage und schreibe drei wochen gedauert, bis ich endlich eine erste offizielle vorstellung präsentieren kann.

weiter bei worte an sich, einem anderen blog von mir -> Kurz- und Kürzestgeschichten aus 25 Jahren erschienen

mehr dann morgen. (oder übermorgen oder so. wann auch immer. zum glück kommt es bei ebooks nicht so darauf an. sie beanspruchen schließlich keinen lagerraum und sind dementsprechend keine saisonware. und das steht mir eh besser.)

der laden ist fast leer, es gibt nur wenige möbel und viel platz. keine ware eigentlich. zusätzlich hängt eine große papierbahn im fenster, die ebenso für nichts gut ist. stromkabel und anderes zeug liegen noch häßlich auf dem sideboard herum, hängen an den sauber gestrichenen wänden. ich sortiere alles das auf den boden, hinter die möbel und ziehe das papier aus dem weg. es ist ganz einfach. dann öffne ich die tür. ratlos wache ich auf.

frozen roses

dieser eigenwillige text, der mir derzeit in der nacht zuwächst, überrascht mich nicht nur dadurch, daß er dennoch zu thema und handlung und beinah auch einen plot findet, sondern vor allem durch die art seines entstehens. nicht nur, daß ich mit der hand schreibe, zur ersten mal seit jahren, weil es anders nachts nicht geht. auch nicht, daß ich ihn erst einmal in zusammenhanglosen fetzen herunterreiße, obwohl gerade dort die andersartigkeit beginnt.

beim durchsehen des gesamttextes heute, im licht des tages und ausgedruckt auf papier, war natürlich schnell klar, daß das, was am anfang steht, nicht dort bleiben kann. und daß vieles überhaupt nicht bleiben kann, auch nicht bleiben wird. mit schere und pinsel habe ich gearbeitet, mit hobel, säge und tackernadeln. nichts paßt, weder vorne, noch hinten. doch das beste ist: es macht nichts. ich sichte und ordne, in aller ruhe, und es ist in ordnung. ohne frage. es ist alles längst in ordnung.

in meinem notizbuch lese ich außerdem von einer gefrorenen rose und einem barmann. die beiden wollte ich auch noch einbauen, ich weiß nicht mehr wie, das war ganz zu anfang, vor wochen. ich hatte das längst völlig vergessen, und ich glaube, daß es jetzt auch nichts mehr wird damit. das bleibt also übrig, für später. für andere geschichten.

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