am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

lästig

immer wieder dieses zeug, manchmal habe ich ja keine lust mehr auf all das. die sache mit dem finanzamt ist gut ausgegangen, sehr gut sogar. (arbeitsraum und reisekosten als autor*in wurden offensichtlich vollumfänglich anerkannt. damit hatte ich kaum gerechnet, aber ich bin nun wohl vom finanzamt anerkannte autor*in. na immerhin, wenn auch sonst nirgends.) dennoch gibt es noch eine frage, und ich weiß nicht, wie ich die stellen soll. und wem. oder ob ich deshalb gegen den bescheid einspruch einlegen sollte. so etwas nervt, nicht weil es richtig oder falsch oder ungerecht ist. es nervt, weil es dauert und mich zeit und energie kostet.

zwischen arbeit und arbeit immer wieder arzttermine statt schreiben. immer noch zahnarzt, obwohl die neue brücke vielleicht doch langsam ruhe geben möchte. und die ebenso notwendige, wie auch schweineteure beißschiene zu einem nicht unerheblichen teil von meiner zusatzversicherung gezahlt werden wird. außerdem auf rheuma-doc-suche, was wirklich schwierig ist. seit monaten jetzt schon, aber diesmal sieht es gut aus. erster testtermin ist fix. ganz nebenbei noch eine kleine OP gewonnen, auf eigenen wunsch, immerhin. zum ersten mal also ein körperinvasives geschehen außerhalb des mundraums, tumorentfernung am rechten daumen. nix dolles, ein lästiger rheumaknoten. aber doch auch irgendwie stress, wenn ich mich näher damit beschäftigte. mein ganzer rechter arm wird lahmgelegt, und dann winzig kleine nerven und anderes zeug beiseitegeschoben, um die wucherung beseitigen zu können. neben vielem anderen, was wenig wahrscheinlich ist, kann eine taubheit zurückbleiben. hoffentlich nicht gleich im ganzen arm.

nicht zuletzt spielt sich der blutdruck mächtig auf unter all dem zeug, was so ganz nebenbei zu erledigen ist. und beruhigt sich nur, wenn ich schreibe. oder schlafe. oder träume. gutnacht.

branding/62

buddha am schreibtisch

jetzt, wo das ende des textes in sichtweite kommt, fange ich mit unsinn an. ich bringe alles durcheinander, mein ab/artig statisches geschreibe von vorne bis hinten. schon im letzten monat hatte ich ja, statt kapitel sechs zu beginnen, ein bisschen in kapitel sieben herumgekritzelt. so etwas mache ich selten, schon gar nicht in längeren texten. ich verbessere und verschiebe, aber erst später. das ist richtig, das ist nötig. und so ist es normal, für mich.

in wien war ich konzentrierter, da habe ich den ersten teil des sechsten kapitels ziemlich sauber durchgebracht. zurück in berlin geht natürlich alles wieder deutlich langsamer und fragmentierter voran. vielleicht ist das gut, ich muss halt den richtigen flow zwischen arbeit und arbeit und arbeit finden. dazwischen das schlafen nicht vergessen, das ist ein bisschen ein problem. neuerdings schlafe ich die eine oder andere nacht einfach mal gar nicht. oder so gut wie. ich liege nur so herum, und mein hirn lebt im text.

aber auf die art geht es dieser tage tatsächlich voran mit dem schreiben, ein stück weit konnte ich in den zweiten teil eindringen. soweit, dass ich durchaus zufrieden bin. dabei genieße ich die teile, die sich der poesie öffnen, und ich schaffe es auch, die rein informationstragenden abschnitte zu beleben. das ist gut, das ist wunderbar.

dazwischen rutsche ich allerdings immer wieder ins siebte und wirklich allerletzte kapitel. eine art epilog. der ist inzwischen um einiges gewachsen, ganz nebenbei. über sechs seiten sind es aktuell. und ich verstehe den sinn darin. für einiges, das ich im sechsten kapitel erst noch zu schreiben habe, musste erst ein abschluss gesetzt sein.

was ich manchmal nicht verstehe ist, wie es dazu kommt, dass ich die dinge tue, wie es nötig ist. ohne davon zu wissen. wie geht das?

seit vier tagen wieder in berlin, und alles ist voll mit arbeit und erledigung. was auch sonst?

die rückfahrt war lang. zum einen war sie nicht so geplant, aber die ursprünglich gebuchten züge gab es einfach nicht mehr. immerhin bekam ich rechtzeitig bescheid, allerdings verlängerte sich die zugsitzerei dadurch um einiges. des weiteren also war ich also zirka zwölf stunden unterwegs.

anschließend kaum geschlafen, am montag gleich in die arbeit, dienstag und mittwoch auch. alles wie immer. zwischendrin verschollene pakete suchen, zahnersatzrechnungskosten überschlagen, arzttermine wahrnehmen und neue machen. immer noch zahnarzt, zusätzlich und ganz neu: eine handchirurgin. holla! auf der liste stehen noch irgendein rentendings, verdammt, und ein zweiter anlauf in sachen verbesserter internetversorgung. ach ja, win10-uptate-erweiterung sicherstellen, erledigt. den neuen rechner gibt es ja erst im nächsten jahr.

wenn das manuskript fertig ist.

daran bin ich heute erst wieder gekommen, immerhin war das dann so wie ich es erwartete habe. irgendwo anfangen und weitermachen, geht schon, geht immer. aber ich bin müde.

und der kühlschrank möchte auch dringend abgetaut und sauber gemacht werden. seit wochen.

branding/61

buddha am schreibtisch

letzte tage in wien, (fast) alle ohne schreiben, aber bei weitem nicht ohne arbeit. das hirn hat sich langsam wieder gelockert, und wenn diese windungen sich wieder regen, ist sowieso bald kein halten mehr. das thema ist gesetzt, die struktur vorgegeben, es hilft ja nichts. es muss leben hinein.

neben der imagination existriert in der schreibarbeit ja immer auch die planung, das ist ein nicht zu verachtender aspekt. es wäre fatal, würde ich nicht verstehen, das was unbedingt gesagt sein muss, an der richtigen stelle unterzubringen. und zwar ohne, dass es dort wie aufgesetzt oder eingepflanzt wirkt. ein fremdkörper, der nicht anwachsen mag. das geht nicht. es gilt also zwei extrem unterschiedliche elemente miteinander zu verbinden, das freie schwingen und der zugzwang. doch nur so kann es gelingen.

angst macht mir das nicht, das macht die erfahrung in mir, ohne dass ich immer weiß, was ich tue. aber schön wird es erst im moment des tuns, also im schreiben selbst. und da muss ich ab jetzt wieder nach zeitplan agieren. morgen geht es zurück nach berlin, mit einer recht ungünstigen zugverbindung, die noch dazu bereits als instabil angekündigt ist. außerdem mit umsteigen, da komme ich vermutlich nicht recht in die konzentration. und am montag geht es gleich zurück in die arbeit, das habe ich nicht gut bedacht.

aber abwarten. warten, warten, warten. mein lieblingsspiel. (nein!)

ein paar dinge habe ich heute zum glück durchdenken und notieren können, soviel zeit muss sein. in einem ausgesprochen gut geeigneten café übrigens, gleich in der nähe, an dem ich dieser tage schon ein paar mal achtlos vorbeigegangen sein muss. (naja, achtlos. es war halt sehr voll, da vermutete ich keinen platz für mich.) es ist gut, dass ich das noch geschafft habe, heute, das wird helfen. aber es macht mich auch wieder wirr und angespannt, denn es ist viel. so viel noch, was da verflochten werden will. das wird den text, und damit die arbeit, wohl eher nicht verkürzen.

dennoch: langsam wächst in mir der eindruck, dass der text letztendlich nicht mehr schiefgehen kann. endlich!

schreibzeit/95

großteil der schreibzeit war auch heute wieder wienzeit, vielleicht auch eher laufzeit, im regen. das kann wien dann also doch, so ein dauerschmuddeliges regenwetter. allerdings ohne richtigen regen, nur so tröpfeln, ab und zu. nee, eigentlich andauerndes dauertröpfeln. morgen soll es besser werden.

ich tue also alles andere als schreiben. ich mache zeug, damit das schreibhirn sich lockern kann. denn was immer ich tue, wohin ich auch gehe, alles ist jetzt in der pflicht. naja, fast alles. aber es muss dieses manuskript fertiggestellt werden, um beinah jeden preis. selbst das schlafen ist aktuell nur diesem einen ziel unterworfen. mein ich ist eine dikatur, ein schurkenstaat, inklusive zwangsarbeit derzeit.

nach dem zeug, den erledigungen, weil es so schön ist, punkte von der liste zu streichen, und dem herumlaufen im regen, war dann auch tatsächlich auf einmal ein wenig raum. so habe ich nicht nur den zweiten teil, sondern gleich beide, noch ausstehenden teile, völlig neu durchstrukturieren können. fünf seiten, locker gefüllt mit stichworten. dazwischen ausreichend freiraum, spielraum für später. das alles, damit hatte ich nicht gerechnet.

um meine imaginationsräume zu öffnen. so sage ich, und genau so stimmt es. auch wenn ich sie gerade nicht so recht spüre, diese räume. sie sind halt zu, derzeit. und ich kann sie nicht mit gewalt öffnen, nicht die tür einschlagen, um in die arbeit zu kommen. es gibt keine tür, es gibt also auch keinen weg.

nicht in mehr in wien, zumindest. denke ich. obwohl ich noch zwei tage hier habe und dann die rückfahrt, dauert ja auch fast einen tag. leider nicht ein einem zug, sondern mit umsteigen in nürnberg. daran hab ich ja keine gute erinnerung.

okay, das ist also mein job. von außen betrachtet ergibt das alles sicher wenig sinn. aber derzeit ist es eben so: ich bewege ich mich von einem tag zum anderen und fahre weitgehend auf sicht. mehr ist nicht möglich. ich muss mir erst einmal selbst hinterher.

branding/60

buddha am schreibtisch

es regnet wieder in wien. heute also zeit für zeug. wäsche waschen, einen kleinen übersetzungsauftrag fertigstellen, haare waschen und glasflaschen wegtragen. außerdem natürlich wieder mal den schreibfortschritt verbloggen.

drei teile soll das sechste kapitel bekommen, sechzig seiten vielleicht. so der plan. in wien im oktober wollte ich die grundlage legen, für alle drei teile. naja. erst planen, dann lachen. genau das mache ich jetzt.

die ersten fünf bis sechs tage meines aufenthalts hier habe ich ausschließlich den ersten teil erstellt. zuerst überraschend ruhig, weil es da noch ums fahren geht. dann in die rückblicke, die es in sich haben, mehr als ich erwartet hatte. anschließend in etwas geraten, was ich schreibirrsinn nennen möchte. eine verzweifelte bewältigung des materials, das sich ohnehin nicht an einer timeline orientiert. dennoch aber eine bewältigung fordert, wiel all das ja doch irgendwie in eine sprache muss. (nicht aufs papier.) es hilft ja nichts. damit verbunden ist die erfahrung von verlust, immer.

sechundzwanzig seiten also sind einigermaßen stabil fertiggestellt, in knapp einer woche. das ist viel, unfassbar viel im grunde. denn diese seiten sind sauber bis ins letzte ausgearbeitet. also für einen ersten entwurf, der nach fertigstellung der beiden weiteren teile auf jeden fall noch einmal überarbeitet werden muss. das ist keine frage, das ist eine absicht. ein muss.

danach aber war schluss, mehr schaffe ich einfach nicht. die eigenen grenzen sind nicht zuletzt auch physisch, und wie immer markieren sie die fehlerhaftigkeit eines jeden plans. allein für teil zwei gibt es noch einiges an vorarbeit zu leisten, viel zu lesen und zu denken. zum teil mache ich das jetzt. ich fülle das bereitstehende personal mit leben, denke mir namen aus und worte, die gesagt werden könnten. vielleicht gesagt werden müssen. manchmal morgens früh im bett, noch vor dem aufstehen. manchmal abends auf dem weg ins bett. schreiben ist immer, auch in all den anderen dingen meines lebens. (und es ist ja auch nichts, kein spiel. es muss ein abschluss werden.)

fetzen sammeln, sie mit in die kiste werfen, in der der zweite teil wartet. abwarten. auch das gehört dazu. ich fürchte, das ist das, was ich am schlechtesten kann. warten. und wachsen lassen.

wienzeit

statt schreibzeit sosagen, sonst wäre ich am ende zehn tage in der stadt gewesen, ohne wirklich in der stadt gewesen zu sein. das ist mir im sommer schon passiert, und das war ziemlich blöd. dem text ist es zugute gekommen, ja. aber mir nicht so wirklich.

für diesmal heißt es: die letzten tage waren reine schreibtage, bis heute. und zwar in dem muster, wie ich es hier schon festgehalten habe. also mit einer kleinen mittagspause irgendwo unterwegs in wien, für ein besseres funktionieren. schreiben hat ja immer auch etwas physisch anstrengendes, und das nicht nur, weil ich dabei auf enem blöde küchenstuhl vor einem bildschirm hocke.

die letzten tag waren außerdem zwar alle recht mild, aber auch ein klein bisschen verregnet. heute gab es dann sonne satt, da konne ich nicht anders. und musste noch einmal deutlich ausgedehnter ein weiteres stück wien erkunden, das mir bislang noch weitgehend unbekannt ist.

also zum schottenring gefahren und von dort aus in die berggasse, zum freudmuseum spaziert. ich war nicht sicher, ob ich auch hineingehen wollte. (wollte ich dann nicht.) aber ich wollte die gegend sehen, deren name mir bislang nicht einmal geläufig war. rossau, nie gehört. aber beachtlich, ganz anders als der bereich um den westbahnhof, in der ich mich hauptsächlich herumtreibe. aus gründen. allerings auch definitiv in der kathegorie unerschwinglich. (unleistbar, wie es hier heißt.) was schade ist, denn dort war es streckenweit sehr, sehr ruhig. und viel sauberer als hier. (fünfhaus, wenn ich mich nicht irre.)

weil ich eben schon schottentor statt schottenring geschrieben habe, fahre ich vielleicht morgen zum schottentor, steige dort aus und schae mal. obwohl ich da sicher schon war, aber mal sehen. es ist ja immer wieder überraschend , wenn in fremden städten so nach und nach die bekannten bereiche zusammenwachsen. ganz überraschend mitunter, an rändern, an denen man es nicht erwartet.

und gestern übrigens, da bin ich die pumpendorfer gegangen, von der u-bahn-station bis zum raimundhof. das war nicht so schön. das ist keine gute straße, zum laufen zumindest.

schreibzeit/94

was das schreiben angeht bin ich ja ein monster an disziplin, und das ganz besonders, wenn ich extra dafür wegfahre. ich gebe zu, ich zähle immer wieder die seiten, schaue dann auf die verbleibenden tage und versuche eine prognose. versuche vorab zu planen, was ich noch schaffen kann, in der verbleibenden zeit. natürlich angepasst an das material, damit ich das schreiben später auch wieder in die brotberufe einpassen kann. so läuft das, immer.

am schlechtesten allerdings bin ich beim einschätzen der eigenen kraft. ich denke nicht nur, ich weiß, dass ich mich überfordere. leider fällt mir aufgrund dieses wissens keine vernünftige handlungsstrategie ein, die nicht zu gunsten meiner schreibzeit ginge. alles, was ich versuche, bleibt letztendlich unzulänglich. in der ersten halben woche, hier in wien diesmal, versuche ich es mit so etwas wie mittagspausen. ich arbeite zusammen mit dem frühstück, dann dusche ich, ziehe mich an und gehe hinaus. zu hause würde ich das nicht tun, denn da ist ja nur berlin. hier aber ist wien, da macht das sinn.

und heute ganz besonders.

gestern nacht hat es geregnet und ein bisschen gestürmt vielleicht. heute morgen war es trüb, da habe ich viel erledigt gekriegt. so war es schon nachmittag, als ich endlich rauskam. die gegend hier kriegt mich, jeden tag ein bisschen mehr. ich erinnere mich, dass ich schon einmal genau hier herumgelaufen bin. als ich die meldeadresse meines opas herausgefunden habe, damals, aber da war meinwien noch anders, noch nicht so sehr meins.

ich laufe also zur gumpendorfer hinunter, bis dahin ist es nicht weit, und dann mit der u-bahn. dann verfahre ich mich, finde mich wieder, und laufe vom westbahnhof wieder zurück, die äußere mariahilfer hinauf. (sagt man so, ich meine weg von der einkaufsmeile.) ich weiß, dass ich so wieder an dem haus vorbeikommen werde. den heute rosafarbenen gründerzeitgebäude, in dem meine uroma mit meinem opa. davon gehe ich aus, zumindest mein opa war hier gemeldet.

als ich am eingang vorbeikomme bleibe ich stehe und schaue hinein. ich war schon einmal drinnen, damals. ich muss nicht mehr, denke ich. es ist ein riesiger komplax, das sieht man an den vielen klingeschildern. da kommt ein mann, der will hinein, und ich mache ihm platz. schaue auf die schlüsselboxen, und frage mich, ob ich mich auch hier einmieten könnte.

als ich wieder hochschaue hält mir der mann die tür auf und sagt: bitte!

ich lasse mich nicht bitten, also bin ich doch wieder drinnen. und ich sehe mich gründlicher um, weil ich weniger angst habe. ein paar jungs toben durch das großzüge treppenhaus, bis sie sich vor mir erschrecken und artig grüßen. bevor sie weitertoben.

ich gehe noch einmal bis fast nach oben. da habe ich nichts verloren, denn da war die wohnung nich. ich gehe also wieder hinunter und schaue mir die andere haushälfte an. es ist die schmalere, mit dem kleineren treppenhaus und ohne ausladen flure. eigentlich gibt es auf der seite gar keine flure. nur die stiegen und die türen, je zwei nach vorne und zwei nach hinten. es ist auch die seite, die älter riecht. muffiger, aber bis ganz unten, wo die keller beginnen, gehe nicht.

ich bleibe auch nicht lange, aber ich nehme ein geschenk mit am ende. ein buch aus der grabbelkiste, die es auch hier in den häusern gibt, wie in berlin. ein österreichisches wörterbuch von 1979.

ps es gibt auch bilder. (achtung, insta)

branding/59

buddha am schreibtisch

ich bin zurück in meinem angestammten schreibrhythmus, arbeite eines nach dem anderen ab und mache keine experimente mehr. also einfach mal im siebten und letzten kapitel herumbasteln, bevor das sechste auch nur begonnen ist. nein, das mache ich nicht mehr.

und ich bin in wien, wieder einmal.

während der zugfahrt habe ich die ausstehende arbeit erledigt und den groben ablauf ins manuskript gekritzelt. also das, was ich in der vorbereitung hätte machen wollen, wozu ich aber nicht gekommen bin. das war eine interessante erfahrung, denn aufgrund der zugsituation, die mir mehr zeit und weniger ablenkung beschert, ist diese ausarbeitung wesentlich detaillierter geraten. es war einfach mehr raum da, schon dabei struktur und abfolge mitzubedenken. das gefällt mir. das ging im übrigen recht schnell, ich hatte noch stunden zeit, um herumzuträumen und musik zu hören. das alles mit freier sicht nach vorn, am lokführer vorbei. das war ebenso genial, wie auch ermüdend, und hat mir die eigenartige erfahrung von sekundenschlaf beschert. irgendwie schön, aber irgendwie auch nicht. lokführer wär jedenfalls nichts für mich.

seitdem sind drei tage vergangen, und ich bin am und im text vom ersten tag an. obwohl gerade da natürlich auch anderes zeug ansteht. die wohnung schreibkonform umorganisieren, den kühlschrank befüllen und all das besorgen, was die wohnung nicht oder nicht ausreichend bereitstellt. klopapier, zum beispiel, spülschwämme und kleine löffel. (dafür gibt es geschätzte fünfundzwanzig messer!) und das bereitgestellte kaffeepulver ist ja auch immer muffig alt.

done!

das sechste kapitel teilt sich in drei teile, das habe ich vor wochen schon entschieden. und das kommt mir nun sehr entgegen. ich arbeite mich durch den ersten teil, der viel mit motorrädern und englischen landschaften zu tun hat. ein bisschen mit fehlenden finanziellen mitteln und lästigen deutschen. ich komme gut voran, morgen oder am montag spätestens sollte ich damit durch sein.

der folgende teil wird schwieriger, weil ich da noch so einiges finden und erfinden muss. derzeit gehe ich also davon aus, dass ich ber diesen zweiten teil nicht hinauskommen werde, den dritten also unbearbeitet lassen muss. zumindest weitgehend, da bin ich ziemlich sicher.

ich habe aber nicht den eindruck, dass das ein problem sein wird. das ende des sechsten kapitels ist das eigentlich ende. nicht das siebte kapitel, das eher eine art epilog ist. für den dritten teil sollte ich mir also zeit nehmen, freiraum und geduld.

es ist also alles ganz gut, so wie es ist. fünfzehn seiten hat teil eins bislang, mehr als zwanzig sollen es nicht sein. und die ausarbeitung ist auch schon wesentlich präziser als sonst.

außerdem habe ich vermutlich zeit bis ende dezember. dann, oder spätestens im januar, steht das nächste coaching an.

also läuft!

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