am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

sommer und lärm

schön warm draußen heute. leider auch schön laut, denn am dienstag bereits setzten grundlegende berliner bauarbeiten ein, die sich hier jeden sommer tummeln. erst dachte ich ja, man würde mir einen baum pflanzen. aber nein, es wird nur lautstark in der kanalisation herumgebohrt.

außerdem, sommer? ist denn schon sommer?

zu lange im gartenlokal gesessen. (biergärten gibt es ja in berlin nicht, habe ich bei der gelegenheit gelernt.) draußen. jetzt schnell in eine ganz heiße wanne steigen.

schlechte laune. angespannt. hormone vermutlich. oder das wetter. vielleicht auch diese kaputte welt. vermutlich alles auf einmal, ein unglück kommt ja selten allein.

jubel um osama

heute morgen gleich als erstes, und zwar nicht übers internet, sondern – ganz altmodisch – via radio: osama bin laden ist also tot und ins meer verklappt worden. jetzt jubeln menschen, manche mehr und andere weniger, nicht nur amerikaner. menschen, die sich darüber hinaus womöglich demokratisch oder sogar christlich nennen würden. so einfach ist das, scheinbar. das böse ist besiegt. das böse ist geschlachtet. und also bleibt das gute?

ich dagegen bin ein wenig ratlos, irritiert und abgestoßen. jegliche gewalt zieht nachhaltige, riesige kreise, immer. und der jubel über eine gelunge rache, so verständlich das ein mag, dauert dagegen vielleicht ein paar sekundenbruchteile. ebenso die freude darüber, die keine wirkliche freude ist. so etwas verdreht sich, schneller als es überhaupt begriffen werden kann.

nein, die welt hat sich nicht verändert gestern nacht. ganz so leicht geht das nicht.

doppelknie*

gestern nachmittag ist mein rechtes knie heftig mit dem schreibtischunterbau aneinandergeraten. ein frontalzusammenstoß, sozusagen. heute tun beide knie gleich weh. ist das nun deren zwillingsnatur zuzuschreiben? oder doch dem alter der beiden?

* besser immerhin als doppelkinn.

freitagszen

engl auf zendura, 12. woche:

# das meer in mir

# tauchen

jeden freitag bin ich gezwungen, diesen freitagsbeitrag fertig zu machen. eingestellt wird das freitagszen in seiner grundform mit bild und wochenangabe immer schon in der woche vorher, ebenfalls am freitag. also heute, und das ganze  ist von anfang an auf 23 uhr terminiert. auf die art bin ich gezwungen, die woche über tatsächlich etwas zustande zu bringen. und mich dann freitags rechtzeitig darum zu kümmern. sonst wird es peinlich. denn ohne mein zutun erscheint ein ziemlicher blogbeitragskrüppel.

diesmal bin ich unzufrieden. ich neige zum kitsch, ich weiß. und nicht immer krieg ich ihn gebrochen.

nächste woche ist übrigens die 13.

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