am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

um fünf heute morgen von einem traum aufgewacht, ohne es zu merken. erst gegen sechs, durch die frühen vögel, entkam ich der schleife.

mein bruder blutete heftig aus einem ohr und stand plötzlich so vor meinem bett. ich mußte mich darum kümmern, was ich auch tat. recht gelassen, ein handtuch holen und draufhalten, dann hilfe rufen. die eltern.

ab dem moment ging alles schief. ich war schuld.

freitagszen

engl auf zendura, 8. woche:

# sitzen

dichten ist eine art zu leben. es ist wie drei, vier, fünf türen mehr als üblich öffnen und die räume dahinter durchschreiten. dichten weitet die welt. öffnet raum, der sonst nie betreten würde.

dabei ist es ganz egal, wieviel das nun taugt, was dann anschließend auf dem papier steht. oder im netz. das kommt nur noch hinzu. vielleicht.

tomaten anbauen in der stadt (2)

da sind sie. heute bin ich sie kaufen gegangen, meine diesjährigen tomatenpflänzchen. eigentlich hatte ich ja noch nicht damit gerechnet, daß welche da sein würden. vor allem nicht sorten, die ich gerne hätte, bei denen es klick macht. das war aber dann doch so: zweimal  harzfeuer, die hatte ich im letzten jahr schon, die sind prima hier. einmal cherry, die geht immer und schmeckt lecker so zwischendurch. und einmal eier zur abwechlung, denn die hatte ich noch nie. macht insgesamt 1,96 €. winzig klein sind sie und noch sehr zart. zwei hat es außerdem bei der berliner kopfsteinpflasterhoppelei ein klein wenig aus den töpfchen gehauen. leider. aber das macht nichts, sie werden trotzdem leben. (ich bin eine tomatenquälerin, ich weiß. gut, daß ich keine kinder habe.) gleich morgen geht es dann ab in die große, neue erde. dann wird alles gut.

manches im leben sollte man wirklich nicht wiederholen. und tut es doch, vielfach, ohne unterlaß. illusionspiele mit offenen augen.

balkongestaltung

immer im frühjahr platzen hier die zugriffzahlen, weil alle welt nach „balkon“ googelt. und immer gehts dann auf dieses blöde, alte bild. ich muß in diesem jahr mal ein paar neue machen und prominent herausstellen. es ist nämlich tatsächlich der schönste balkon berlins. und er ist nicht lachsorange geworden damals, zum glück.

also: morgen gehe ich erstes grünzeug kaufen, kräuter, männertreu und eine paar ranken. und dann wird die saison eröffnet.

ohne zweifel

ja, der alltag kommt zurück. was soll er auch sonst tun. ich putze meine sommerschuhe und die hellen stellen an dem rucksack, die immer so schnell schmutzig werden. das geht ganz schnell. ich tue meine arbeit und bereite mehr davon vor, jeden tag hier am pc. draußen scheint die sonne, den ganzen tag lang, sodaß  ich die sommertreter gleich auch anziehen kann.ich fahre mit dem fahrrad und brauche keine handschuhe dabei. statt dessen eine sonnenbrille. sogar die jacke lasse ich offen flattern im fahrtwind. es ist frühling in berlin. das ist schön, ich habe keine zweifel.

und japan wird noch jahrelang glühen, auch das steht fest.

heute alles, aber auch wirklich alles, bis aufs allerletzte weggearbeitet. ausgelistet sozusagen, abgehakt, und das ist gut so. sogar der emailstau ist bewältigt, das war höchste zeit. schließlich habe ich durchaus vor, auch mal wieder was ganz anderes zu arbeiten. gleich morgen zum beispiel.

dabei sah es heute morgen gar nicht danach aus. ich bin überrascht. mehr als das.

und kiesern war ich auch noch, zwischendrin. einfach so. daß das überhaupt möglich ist.

ob sich das alles morgen nicht doch rächen wird? irgendwie?

außerdem ist es ja nun nicht so, daß mit einem atomausstieg schlagartig alles geregelt wäre.

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